@anarchine.bsky.social

Ich weiß nicht, ob irgendjemand die Entscheidung, einen Film im Kino anzuschauen, von dessen Google-Bewertungen abhängig macht. Bei der neuen Riefenstahl-Doku ist aber schon interessant, wie schlecht der Film wegkommt und was gegen ihn ins Feld geführt wird. Ein paar Beobachtungen dazu. (1/10)

Google-Rezension (2 Sterne):

„Den Fllm, auf den ich gespannt war, habe ich gestern abend im Abaton in Hamburg gesehen.
Für mich eine Enttäuschung: Dass Riefenstahl offensichtlich mit dem NS-Regime kollaborierte, stark profitierte und ab Mai 1945 - wie Millionen andere - das Märchen auftischte und Jahrzehnte über behauptete, "nichts" mitbekommen oder gewusst zu haben (z.B.
Pogrome 1938???), ist ja nun wirklich nicht neu. Ich habe nicht verstanden, warum man fast zwei Stunden lang mit Bildern und Tonaufnahmen aus Riefenstahls Nachlass geflutet werden muss, die weitgehend Altbekanntes erzählen (manches war natürlich trotzdem interessant, z.B. die Kontakte zu Großverbrecher Albert Speer).
Spätestens nach einer Stunde habe darauf gewartet, dass der Film zu Ende geht. Ich glaube, in einer FAZ-Kritik stand, dass der Film am Ende wirke wie ein Anmerkungsapparat zu einem Buch - das scheint mir ganz treffend.
Starke Momente für mich waren (i) die Nahaufnahmen von Riefenstahls Mimik in Interviewsettings nach 1945, die unter ihrem Dauerlächeln eine Gehetzte zeigt, und (ii) die von ihr - vielleicht selektierten - Tonaufnahmen von Menschen, die sie nach dem Rosenbauer-Interview bestärkten.“