Frank Schwamborn
@frankschwamborn.bsky.social
Professor of German Literature at Japanese Universities. Research on writers such as W.G. Sebald, Thomas Bernhard, Robert Walser among others.
(wenn die Schwüle nachlässt, merkt man es zuerst am Licht)
(liebe die Ruhe auf dem Campus vor dem Semesterstart)
Heute waren wir am Mount Asahidake (auch ein Vulkan, der höchste Berg Hokkaidos).
Der Kater kriegt immer Panik, wenn es wackelt. In letzter Zeit jeden Tag, immer von der pazifischen Seite her. Kann man sich an Erdbeben gewöhnen, wenn man schon so viele erlebt hat? Nein!
„Als unseres Lebens Mitte ich erklommen, / Befand ich mich in einem dunklen Wald, / Da ich vom rechten Wege abgekommen.“ (Beginn der Divina Commedia)
* Kleiner Torii an der pazifischen Küste in Shirahama/Shimoda (Shizuoka)
Sylvia Plath soll im Bücherregal nahe Tove Ditlevsen stehen (und Marlen Haushofer).
Tuchhändler: „Hast du dir ein Ziel vorgenommen?“ Wanderer: „Die Ziele wandern auch.“ (Robert Walser)
Unglaubliche Schneemassen an der Japansee, teils das Neunfache des Üblichen (30-40 cm in sechs Stunden). Wie jedes Jahr verunglücken Japaner, die Schnee von ihren Dächern schaufeln.
* Ich mag das alte Japanbuch von Schwalbe (gibt’s wahrscheinlich nur noch antiquarisch).
* Habe Roger Willemsen mal kurz persönlich kennen gelernt, als ich mit seiner Freundin in München das WG-Zimmer tauschte. Dieser jetzt posthum erschienene Band enthält ganz vorzügliche Texte zu den unterschiedlichsten Autoren.
Japan verliert jedes Jahr knapp eine Million Einwohner. In Tokyo merkt man das nicht, aber hier im Norden sieht man überall leerstehende und verfallende Häuser.
* „La silence de la mer“: ein Werk der Résistance von 1942 (als erstes Werk erschienen in dem legendären Untergrundverlag Éditions de Minuit).
Heute waren wir zum ersten Mal im 武田邸 (Takeda-tê) in Morioka. Es stammt aus der späten Edozeit.
* Nicht so bekannt, aber ein ganz tolles Buch (finde ich): „Bericht eines Schiffbrüchigen“ von García Márquez.
Ich mag diese Jahr-bücher von Paperblanks, die es in unterschiedlichen Formaten gibt. Dieses hier ist besonders schwergewichtig (weiß nicht, ob ich ihm gerecht werde).
„Das Wort Skepsis kommt aus dem Griechischen und bedeutet, dass man denkt.“ (Harry Rowohlt)