Georg Restle

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Journalist über den Tag hinaus. Hier privat. Seit Juni 2026 aus Nairobi.

Exklusiv: Das Weltsozialforum in Benin darf nicht wie geplant stattfinden. Die Regierung hat den Zugang zur Universität verweigert. Bereits gestern wurde der Protestmarsch verboten, der traditionell den Auftakt zum WSF bildet. Eine Delegation wurde zudem gezwungen, nach Togo zurückzureisen.

Weltsozialforum: Plakat an der Universität von Cotonou/Benin

In Benin erinnert das „Tor ohne Wiederkehr“ an Hunderttausende Menschen, die von hier nach Nord- und Südamerika als Sklaven verschleppt wurden. Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, von dem Europa immer noch kaum etwas wissen will, seine rassistischen rechten Parteien noch weniger.

„Tor ohne Wiederkehr“: Mahnmal gegen die Sklaverei in Benin.

Die Angriffe einiger Medien auf „die (!) queere Szene“ machen mich fassungslos. Nicht nur,weil diese Bewegung vielfältig ist. Nicht nur,weil Menschen pauschal beschuldigt werden, Islamismus zu verharmlosen. Sondern vor allem,weil Menschen,die täglich bedroht werden, zu Mittäter:innen erklärt werden.

Am Ende stellt Hanfeld in Frage, ob die „queere Szene in diesem Land“ die Gefahren des Islamismus überhaupt erkennen könne oder wolle. Und erklärt damit diejenigen, denen der Anschlag gegolten hat, zu Vollpfosten oder ideologischen Mitläufern. Das ist schon widerlich. www.faz.net/aktuell/feui...

AfD oder Putin? Verschwörungstheorien zum CSD-Anschlag

Ein mutmaßlicher Islamist verübt ein Attentat auf den Christopher Street Day in Berlin. Eine Frau stirbt, 28 weitere Menschen werden verletzt. Wer steckt dahinter? Verschwörungstheoretiker von links u...

faz.net

Angriffe auf queere Menschen - die Realität in vielen afrikanischen Staaten sieht düster aus. Aber es gibt auch Länder, die einen ganz anderen Weg gehen. Darüber rede ich im WDR bei „Politicum“. Tolles Format! www1.wdr.de/mediathek/au...

Internationale Allianzen gegen Rechts & Queer-Verbot

Themen u.a.: Um rechter Politik etwas entgegensetzen zu können, müssen sich liberale Demokratien international vernetzen, meint unser Gast Dr. Thomas Greven. Und: Homophobie per Gesetz in Afrika.

www1.wdr.de

Von außen betrachtet ist das alles schon sehr bemerkenswert: Da findet in Deutschland einer der größten Angriffe auf den Sozialstaat statt, den diese Republik je erlebt hat - und das Land debattiert über Kunstfreiheit und Leihmutterschaft.

Für Höcke ist Menschenwürde das Recht der Deutschen auf „ihre“ Heimat. Heißt: Die Menschenwürde wird nicht mehr als individuelles Schutzrecht gegen den Staat verstanden,sondern als kollektives Kampfinstrument gegen Minderheiten. Daran zeigt sich der Kern der Verfassungsfeindlichkeit der AfD.

Von „Scheck“ war zwar keine Rede, aber sei‘s drum. Gehört offenbar zum journalistischen Selbstverständnis der JA, dass es aufs korrekte Zitieren nicht ankommt. So pflegt man seine Feindbilder. Und nein, ich bin kein Feind der Jüdischen Allgemeinen. Aber ein Kritiker der israelischen Regierung.

Jüdische Allgemeine@juedischeonline.bsky.social · last mo.

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem. Für den frischgebackenen Leiter des ARD-Studios Nairobi ist die »Jüdische Allgemeine« ein Propaganda-Sprachrohr der israelischen Regierung. Eine Entgegnung. www.juedische-allgemeine.de/meinung/geor...

Letzte Woche jährten sich die von Sicherheitskräften gewaltsam niedergeschlagenen GenZ-Proteste in Nairobi zum zweiten Mal. Die Regierung unternahm alles, um neue Proteste im Keim zu ersticken. Die Innenstadt wurde abgeriegelt, selbst kleinste Versammlungen wurden mit Tränengas aufgelöst.

Solange ein Virus auf einem Kreuzfahrtschiff uns weitaus mehr beschäftigt als der Ebola-Ausbruch in Zentralafrika haben wir (nicht nur) ein Problem mit unserer Afrika-Berichterstattung.

Orbán hat seine Wahlniederlage in Ungarn eingestanden. Damit verliert 1. Putin seinen treuesten Vasallen in der EU. 2. Trump seinen wichtigsten ideologischen Verbündeten in Europa. 3. Europas extreme Rechte ihre wirkmächtigste Galionsfigur. In einem Satz: Ein Sieg für die Demokratie.

Entlastung der unteren und mittleren Einkommen gelingt mit Erhöhung von Belastungen im Gesundheitsbereich eher schlecht. Merken auch die Wählenden. Wer um Himmelswillen hat Lars Klingbeil eingeredet, mit Ideen wie Wegfall der Mitversicherung bei Ehepaaren könne man bei der eigenen Klientel punkten?

Liebe Leute, ich bin jetzt oft gefragt worden, wer mein Nachfolger oder meine Nachfolgerin bei Monitor wird. Ich bitte um Verständnis, dass ich mich dazu derzeit nicht äußern kann. Ich entscheide nicht darüber. Darüber entscheidet im Wesentlichen die Intendantin des WDR, Katrin Vernau.

Der größtmögliche Fehler der SPD? Denen zu folgen, die jetzt ständig behaupten, sie hätte sich zuviel um Arbeitslose gekümmert. Will die SPD soziales Profil zurückgewinnen, muss sie sich um alle kümmern, die gerade unter die Räder kommen. Wer nach unten tritt, landet am Ende selber unten.

Herzlichen Dank für die vielen netten Kommentare zu meiner Entscheidung, nach Nairobi zu gehen. So sehr ich mich auf den neuen Job freue, so schmerzt mich auch der Abschied von MONITOR, wo vor 30 Jahren meine Karriere im WDR begann. Damals noch bei Klaus Bednarz, dem ich vieles zu verdanken habe.