Julia Tilentzidis

@junevano.bsky.social

All things history | Körper und Film 1918–1949 | @Uni Koblenz

Heute vor 80 Jahren, am 4. Juli 1946, fand das Pogrom von Kielce statt. In der Folge verließen zahlreiche Überlebende der Shoah Polen und gaben damit jede Hoffnung auf einen Neuanfang in ihrem Heimatland auf. Es erinnert uns daran, dass die Befreiung nicht das Ende des Antisemitismus bedeutete. 👇

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Heute vor 80 Jahren tötete im polnischen Kielce ein antisemitischer Mob 40 Menschen, 37 Jüdinnen und Juden und drei nichtjüdische Polen. #AnDiesemTag 🧵

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Pogrom von Kielce

Das Interesse an den Verbrechen der Nationalsozialisten in Polen ist hierzulande ebenso marginal wie das Wissen darüber. Auch Die Linke erwähnt in ihrem Antrag mit keinem Wort, dass es Deutschland war, das am 1. 9. 1939 Polen überfiel.

Im ganzen Land findet man Massengräber, zerstörte Synagogen und Friedhöfe und ehemalige Vernichtungslager wie Treblinka, Auschwitz oder Bełżec. Deutschland unterstützt bis heute nur unzureichend den Erhalt dieser Orte; von echter Verantwortung und ernst gemeintem Erinnern ganz zu schweigen.

Ein tief verwurzelter Antipolonismus gepaart mit antislawischem Rassismus durchzieht die deutsche Geschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Die Folgen des deutschen Vernichtungskriegs prägen Polen bis heute.