Ahusi ☭

@ahusi.bsky.social

Cola Communism Geschichte/Ostdeutschland/Hansa Hier intellektuell Wer den Antikommunismus nicht angreifen will, hat den Antifaschismus bereits verloren

echt schade, dass die ZDF Zuschauer nicht performativen selbstvergewisserungs selektivantifaschismus mitsingen dürfen und dann ist das noch nicht mal wirklich ne Einschränkung der Kunst oder Meinungsfreiheit und man kann sich noch nicht mal so richtig empören ohne springereskes Vokabular menno

Die fragwürdigste Veranstaltung gab es übrigens in Nordhausen, wo das zentrale Gedenken Thüringen stattfand und man statt zur Gedenktafel und Brücke, die nach „Streikanführer“ Otto Reckstedt benannt wurde, lieber zum Gedenkort der Bombardierung ging. Hauptsache der Sowjet war beteiligt.

Bild
Ahusi ☭@ahusi.bsky.social · 3mo ago

Kleiner Tipp zum 17. Juni: der Begriff des „Volks“aufstand ist einer den man sich nach der Wende gebastelt hat, davor wurde in der Regel vom „Aufstand“ gesprochen, eher noch vom „Arbeiteraufstand“, was noch am ehesten passt

Keine Sorge, ich bin heile aus dem Bürgerkrieg heim gekommen und der Aufbau der Stadt hat schon wieder begonnen. Erfurt ist schön, wie man zu sagen pflegt

Ein Komiker, dem es sehr häufig darum geht, was man angeblich alles nicht mehr sagen darf, will einen Kommentar über sein Programm verbieten. Ich vermute mal, das soll ein practical joke sein. Alles andere wäre schon sehr … komisch.

Dieter Nuhr verlangt Löschung eines Kommentars und droht dem STANDARD mit Klage

Anlass ist der Kommentar "Bei Dieter Nuhr müssen selbst Femizide für eine Pointe herhalten". Nuhr TV erwägt rechtliche Schritte, der STANDARD weist die Kritik zurück

derstandard.at

Insta Algo voll mit Festival Videos von Architects Auftritten. Denke dann immer daran wie sie transfeindliche Aussagen als Grauzone Meinung abstempelten die eine Band aushalten muss, weil er ja sonst ein dufter Typ ist

“Sie wollten, dass Adam auf der Straße gekreuzigt wird, ohne Job. Alles andere wäre ein Akt unverhohlener Transphobie”, so Architects-Drummer Dan Searle gegenüber dem britischen Guardian über den Nachgang der transfeindlichen Aussagen von Gitarrist Adam Christianson. Eine der Personen, die Christianson am liebsten aus der Band geschmissen hätte, war wohl Frontmann Sam Carter persönlich: “Ich war völlig fertig. Ich habe gedacht: Er muss gehen. Und dann wachte er auf und wir hatten ein Telefongespräch.”

Carter erläuterte weiter, dass Christianson beteuerte, den homophoben Gedanken befürwortenden Post versehentlich abgesendet zu haben, er seine Glaubwürdigkeit aber dennoch anzweifelte: “Er ist mein Freund, der mich vom Boden aufhob, als ich wegen Tom [Searle] in Tränen ausbrach; er ist Stiefvater von zwei Kindern; er ist ein Heiliger. Aber du hast dir dieses Bild von ihm gemacht. [Das Internet] ist ein so verdammt gruseliger Ort.”

Als Reaktion auf den Internetdiskurs schrieb die Band sogar den Song “Whiplash”. Searle ging weiter auf seine Wut mit dem “Online-Diskurs von links und rechts, die sich wegen jeder Art von Meinungsverschiedenheit gegenseitig umbringen” aus. “Wir allen warten auf einen ‘Jetzt hab ich dich!’-Moment […] und das ist so kontraproduktiv.”Auch im Interview mit VISIONS sprach Searle das Thema an und betonte: “Viele Leute denken, sie wissen genau, woran wir glauben und wofür wir auf politischer Ebene stehen. Aber in Wirklichkeit haben sie keine Ahnung, besonders wenn es um kleine Nuancen zwischen den Bandmitgliedern geht”, so der Drummer. “Die Leute sehen alles immer schwarz-weiß, aber nicht das, was möglicherweise dazwischen liegt. Mich frustriert der Online-Diskurs sehr, weil die Menschen im realen Leben auch nuancierter sind.”

Ein Aufstand wegen von der Politik geforderte Erhöhung der Arbeitszeit bei gleichem oder geringeren Lohn, während die Rüstung- und Verteidigungsausgaben in die Höhe schnellen? Ne lass mal lieber den 17. Juni als Tag der Demokratie framen

Man muss sich diese Ignoranz einmal vor Augen führen. Lass am 17. Juni erstmal die komplette Wirtschaft ficken. Extra bis Samstag gewartet damit, während man am Abend dann was über europäischen Zusammenhalt als Lehre aus dem Arbeiteraufstand fabuliert und so den Tag erinnerungspolitisch beerdigte

Ahusi ☭@ahusi.bsky.social · 3mo ago

Es wäre nämlich nicht sehr hilfreich an eine Streikwelle zu erinnern, die in einem Aufstand gegen die Wirtschaftspolitik und folgender Systemkritik endete, wenn man genau an dessen Jahrestag wieder die Enteignung der Ostdeutschen einleitete

Wir gedenken Klaus-Peter Kühn, der in der Nacht zum 17.6.2012 in Suhl verstarb. Er wurde aus sozialdarwinistischen Motiven zu Tode gequält. Das Gutachten „Todesfälle mutmaßlich rechter Gewalt in Thüringen seit 1990“ empfiehlt die offizielle Anerkennung Kühns als Todesopfer rechter Gewalt.

Unscharfer Blick auf einen Plattenbau im Hintergrund, mit einer grünen Wiese und einem Baum davor. Im linken Vordergrund ist der Teil eines Briefkastens zu sehen. Über dem Bild steht in großer weißer Schrift: „Klaus-Peter Kühn“. Darunter: „Suhl • 17. Juni 2012“. Am unteren Bildrand befindet sich ein schwarzer Balken mit dem weißen Logo von ezra.

Kleiner Tipp zum 17. Juni: der Begriff des „Volks“aufstand ist einer den man sich nach der Wende gebastelt hat, davor wurde in der Regel vom „Aufstand“ gesprochen, eher noch vom „Arbeiteraufstand“, was noch am ehesten passt

Auch mal gute Fußball Bücher lesen. Politik im Spiel = deutsche Nationalmannschaft und Politik Matchplan Meuterei = Fanpolitik Griff nach Gold = politische Geschichte der WM Der geteilte Rasen = Ostdeutscher/DDR Fußball 89-91 erzählt an Wichtigen Spielen eingebettet in die Wendeumbrüche

Politik im Spiel von Schulze Marmeling
Matchplan Meuterei von Molter/Schauland
Griff nach Gold von Gomes/Jäger
Der geteilte Rasen von Mohnhaupt
Plattgemacht von Liebing

Die Politik stellt ihre Forderungen nicht weil sie so Angst um die Menschen in den Stadien hat und ihr solltet ihrer Argumentation und dem Herbeifantasieren einer erhöhten Gefahr in Fußballstadien nicht folgen

Ahusi ☭@ahusi.bsky.social · 5mo ago

Euer Entsolidarisierungsdrang sofort nach einem Fehltritt, welcher dann den Überwachungsstaat rechtfertigen soll, ist aber noch peinlicher als der Klau einer relativ irrelevanten Fahne. Ihr spielt das Spiel der Spaltung aktiv mit

Euer Entsolidarisierungsdrang sofort nach einem Fehltritt, welcher dann den Überwachungsstaat rechtfertigen soll, ist aber noch peinlicher als der Klau einer relativ irrelevanten Fahne. Ihr spielt das Spiel der Spaltung aktiv mit

Hat sich eigentlich schon jemand mal herangewagt eine Geschichte der Versuche der Eingriffe der (Sicherheits-)Politik in den die deutsche Fanlandschaft zumindest mal zu skizzieren? Kennt ihr da was? Gerne teilen