ESR CryoBoost 3-in-1 Charging Stand – 35 Watt für drei Geräte
Mein ausprobiert testet den ESR Qi2.2 25W CryoBoost 3-in-1 Charging Stand, der iPhone, Apple Watch und AirPods gleichzeitig lädt und dabei die Wärmeentwicklung beim kabellosen Laden reduzieren soll.
Der ESR Qi2.2 25W CryoBoost 3-in-1 Magnetic Charging Stand richtet sich an Nutzende, die iPhone, Apple Watch und AirPods an einem festen Platz laden möchten. Das Konzept überzeugt: Der iPhone-Ladeplatz arbeitet mit bis zu 25 Watt, ein Lüfter soll die beim kabellosen Laden entstehende Wärme reduzieren, und der Lieferumfang enthält bereits ein 65 Watt GaN Netzteil. Im Alltag zeigt sich jedoch, dass nicht jede Neuerung gleich große Vorteile bringt.
Ausgepackt
ESR liefert den Ladeständer mit USB-C-Kabel, 65 Watt GaN Netzteil und einem abnehmbaren Ladegerät für die Apple Watch. Das ist erfreulich vollständig, denn gerade bei leistungsfähigen Qi2-Ladegeräten liegt der passende Netzadapter selten bei. Das kompakte Netzteil kann auch andere USB-C-Geräte versorgen.
Der Ladeständer selbst ist schwarz gehalten und wirkt durch die Metalloberfläche hochwertig. Die Standfläche besitzt rutschhemmende Gummifüße, der iPhone-Ladepuck sitzt erhöht und ermöglicht die Nutzung von StandBy. Die Apple-Watch-Ladeeinheit wird auf der Rückseite eingesetzt und lässt sich abnehmen. Sie kann auch an jedem anderen USB-C-Anschluss betrieben werden. Die kleine Schutzkappe für den Anschluss sollte allerdings nicht verloren gehen.
Auf der Vorderseite befindet sich die Ladefläche für AirPods. Ein Statuslicht signalisiert, ob diese tatsächlich erkannt wurden. Das ist nützlich, weil die Ladeanzeige des AirPods-Gehäuses nicht immer gut zu sehen ist.
Im Vergleich zur älteren 15-Watt-Version ist der neue Stand kompakter und leichter. Gleichzeitig wurde die Ladefläche für die AirPods vereinfacht: Bei der älteren Ausführung unterstützten Magnete die Positionierung, beim neuen Modell fehlen diese Magnete. Das ist kein Nachteil, auch wenn bei kabellosen Ladesystemen eine eindeutige Ausrichtung wünschenswert wäre.
Die Daten
Technisch ist der iPhone-Ladepuck Qi2.2 zertifiziert und liefert bei kompatiblen iPhones bis zu 25 Watt. Diese Leistung steht nicht jedem Modell zur Verfügung: Für die volle Geschwindigkeit werden aktuelle iPhone-Modelle und die passende Software vorausgesetzt. Ältere iPhones laden weiterhin, aber mit den für sie vorgesehenen niedrigeren Leistungsstufen.
Die drei Ladeflächen arbeiten mit unterschiedlichen Leistungswerten: maximal 25 Watt für das iPhone sowie jeweils bis zu 5 Watt für AirPods und Apple Watch. Die Geräte können gleichzeitig geladen werden. Im Test wurde der iPhone-Akku zumeist deutlich schneller geladen als mit einem 15-Watt-Qi2-Ladegerät. Ich kam bei meinem iPhone 17 Pro max von null auf 50 Prozent auf etwas mehr als eine halbe Stunde.
Die entscheidende Ergänzung ist CryoBoost. Ein integrierter Lüfter führt Luft hinter dem magnetischen Ladebereich entlang und soll dadurch die Temperatur des iPhones begrenzen. Das ist keine aktive Kühlung wie bei einem Kühlschrank, sondern eine Unterstützung der Wärmeabfuhr. ESR nennt eine Temperaturreduzierung von bis zu 6 Grad Celsius.
Messungen anderer Tests zeigten folgenden Effekt: Mit CryoBoost war ein iPhone 17 beim Laden etwas mehr als zwei Grad Celsius kühler als mit Apples 25-Watt-MagSafe-Ladegerät. Mit einem dünnen ESR-Case verlängerte sich die Ladezeit geringfügig. Diese Ergebnisse gelten allerdings nicht automatisch für jede Hülle, insbesondere nicht für sehr dicke oder stark isolierende Modelle.
Auch wenn die UVP seitens ESR bei run d 130 Euro liegt, findet sich Stand bei Amazon aktuell für 93,49 Euro, also einem beachtlichen 28 Prozent Rabatt.
Im Alltag
Die magnetische Verbindung hält das iPhone sicher am Ladeplatz. Das erleichtert die tägliche Nutzung und funktioniert im Hoch- wie im Querformat. Wer das iPhone als Uhr, Kalender oder Wecker verwendet, profitiert von der festen Positionierung. Der Standfuß ist stabil genug für Schreibtisch und Nachttisch.
Der wichtigste Vorzug liegt in der Kombination von Ordnung und Geschwindigkeit. Drei einzelne Kabel werden durch einen zentralen Lader ersetzt. Gerade am Arbeitsplatz oder neben dem Bett ist das angenehm, weil iPhone, Uhr und Kopfhörer morgens typischerweise gleichzeitig startklar sein sollen. Die Watch-Ladeeinheit sitzt hinter dem iPhone-Puck und nimmt nicht zusätzlich die Breite eines seitlich angeordneten Ladegeräts ein.
Die 25 Watt sind vor allem dann nützlich, wenn kurzfristig nachgeladen werden soll. Für nächtliches Laden ist der Unterschied zu 15 Watt dagegen weniger relevant. Wer das iPhone acht Stunden auf dem Ladeplatz liegen lässt, benötigt keine maximale Ladegeschwindigkeit. In diesem Fall wäre auch ein günstigeres 7,5- oder 15-Watt-System ausreichend.
Der Lüfter bleibt bei normaler Nutzung leise, ist in stillen Räumen aber wahrnehmbar. Ein Druck auf die Taste schaltet Lüfter und Statusbeleuchtung ab. Das ist praktisch am Bett, beendet aber den Vorteil der aktiven Kühlung. Eine mehrstufige Lüfterregulierung wäre deshalb sinnvoller gewesen als lediglich „an“ oder „aus“. Genau hier liegt einer der wenigen Kritikpunkte: Die Kühlung ist nützlich, ihre Steuerung bleibt jedoch schlicht.
Ein weiterer Nachteil ist der feste Winkel des iPhone-Pucks. Schade, dass sich der Ladepuck nicht neigen oder an unterschiedliche Sitzpositionen anpassen lässt. Wer das Smartphone häufig in der Hand bewegt oder einen anderen Blickwinkel benötigt, findet teurere und flexiblere Alternativen.
Das passende Case
ESR empfiehlt für optimale Ladeleistung eine Hülle mit weniger als zwei Millimetern Rückseitenstärke und einem magnetischen Ring. Das ESR Hybrid Magnetic Stand Case, das ich hier zuletzt ausprobierte erfüllt diese Voraussetzung. Der Geschwindigkeitsverlust mit der Hülle überschaubar: Von null auf 80 Prozent dauerte der Vorgang nur wenige Minuten länger als ohne Case. Für dicke Outdoor-Hüllen lässt sich das jedoch nicht verallgemeinern.
Das Hybrid Magnetic Stand Case kombiniert einen festen Kunststoffrücken mit flexiblen TPU-Rändern. Hinzu kommen ein kräftiger Magnetring, erhöhte Kanten und ein aus Metall gefertigter Stash Stand rund um das Kameramodul. Der Ständer schützt geschlossen zugleich die Kamera und lässt sich für Videos, FaceTime oder Rezepte ausklappen. Im Querformat funktioniert diese Konstruktion überzeugend; hochkant ist sie weniger stabil und auf unebenen Flächen anfälliger für Wackeln.
Im Vergleich zu einer Apple-Silikonhülle ist das ESR-Case schwerer und funktionaler. Sehr schlanke Modelle von Pitaka reduzieren Gewicht und Volumen, verzichten dafür auf die Standfunktion. Robustere OtterBox-Varianten schützen konsequenter gegen Stürze, sind aber deutlich dicker.
Auch Spigens Ultra Hybrid MagFit ist eine interessante Alternative. Sie bietet eine starke MagSafe-Verbindung, bleibt aber am Displayrand und bei der Bedienung der Kamerasteuerung nicht überzeugend. Das ESR-Case bringt mehr Zusatzfunktion, dafür aber auch mehr Gewicht und eine exponierte Metallkonstruktion am Kamerabereich.
Was gegen den Stand spricht
Der größte Einwand betrifft den Nutzen der 25 Watt. Die höhere Geschwindigkeit ist messbar, aber der Sprung gegenüber der älteren 15-Watt CryoBoost-Version fällt geringer aus als erwartet: Der Zeitgewinn lag bei ungefähr vier Minuten bis 80 Prozent und fünf Minuten bis 100 Prozent. Die höhere durchschnittliche Ladeleistung führte zudem nicht zu niedrigeren Temperaturen.
Auch gegenüber kabelgebundenem Laden bleibt ein Abstand. Im Test war die Qi2.2-Lösung bei der vollständigen Ladung vergleichbar, bis 80 Prozent aber ungefähr 13 Minuten langsamer als USB-C. Der Vorteil liegt somit weniger in absoluter Geschwindigkeit als in der Kombination aus Komfort, magnetischer Ausrichtung und geringerer Wärmeentwicklung.
Die Apple Watch lädt mit dem neuen Modul deutlich besser als mit der Vorgängerversion, erreicht aber nicht ganz das Niveau des originalen Apple-Ladegeräts. Für die meisten Nutzer dürfte der Abstand akzeptabel sein, wer maximale Watch-Ladeleistung sucht, sollte das berücksichtigen.
Fazit
Der ESR Qi2.2 25W CryoBoost 3-in-1 Magnetic Charging Stand ist eine durchdachte Lösung für Menschen mit iPhone, Apple Watch und AirPods. Er reduziert Kabelsalat, lädt drei Geräte gleichzeitig und bringt die kabellose iPhone-Ladung etwas näher an die Geschwindigkeit eines Kabels. Das mitgelieferte 65 Watt GaN Netzteil, der abnehmbare Watch-Lader und die Temperaturregulierung sprechen für das Gesamtpaket.
Die Einschränkungen sind überschaubar, aber relevant: Der iPhone-Winkel ist nicht verstellbar, der Lüfter bleibt trotz niedriger Lautstärke hörbar, und die volle 25 Watt-Leistung setzt ein kompatibles iPhone mit geeigneter Hülle voraus. Für ein Ladegerät am Nachttisch ist der Geschwindigkeitsvorteil wenig relevant.
Wer bereits eine 15 Watt Qi2-Station besitzt, muss nicht wechseln. Beim Neuerwerb ist der ESR-Stand jedoch sinnvoll, wenn drei Apple-Geräte regelmäßig gemeinsam geladen werden und kurzfristiges Nachladen wichtig ist. Das Hybrid Magnetic Stand Case passt gut dazu, sollte aber nur gewählt werden, wenn der integrierte Ständer tatsächlich genutzt wird.
Der ESR Qi2.2 25W CryoBoost 3-in-1 Charging Stand wurde uns von ESR für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an den Hersteller.
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