Annette Werberger

@awerberger.wsocial.eu

History of Literature, Ideas, Culture Yiddish, Central & Eastern Europe Dr. habil from Uni Tübingen Professor at European University @Viadrina 🇩🇪 🇵🇱 border

Ein russischer, 'patriotischer' Account schreibt heute Morgen über Putins Schweigen und zur Kraftstoffkrise: "Die herrschende Elite kann sich kaum vorstellen, wie groß der Hass der Bevölkerung derzeit in den Warteschlangen vor den Tankstellen ist."

Die herrschende Elite kann sich kaum vorstellen, wie groß der Hass der Bevölkerung derzeit in den Warteschlangen vor den Tankstellen ist.

Vor dieser aktuellen Geduldsprobe wurde die Bevölkerung bereits durch die Sperrung von WhatsApp, Telegram und YouTube verärgert und dazu gezwungen, auf „MAX“ auszuweichen. Das Internet wurde in ganzen Regionen systematisch abgeschaltet, angeblich wegen der Bedrohung durch feindliche Drohnen. Das Internet wird abgeschaltet, doch die feindlichen Drohnen fliegen trotzdem herbei. Gleichzeitig werden die Steuern für Selbstständige erhöht. Sehr viele werden in diesem Jahr nicht in den Urlaub fahren. 

Brennstoff sammelt sich sehr schnell an...

Das Erstaunlichste daran ist, dass WladimWladimitsch sich in keiner Weise zur Kraftstoffkrise äußert.

Man hat den Eindruck, dass ihn das Geschehen überhaupt nicht interessiert.

Er glaubt wohl, wenn er nicht darüber spricht, würden die Menschen ihm keine Schuld für das Geschehen geben. Doch in den Warteschlangen vor den Tankstellen hat man viel Zeit, über alles nachzudenken und die eigentliche Ursache des Geschehens zu ergründen.

Einer der frappierendsten Sachverhalte in Russland ist derzeit die ständige Rede und Kritik über Lüge und Schein bei den Eliten und ihren Kritikern. Dies erinnert an die Diskurse der Dissidenten in Mittel- und Osteuropa in den 70er und 80er Jahren. 1/12

Atesch berichtete am 18. Juni, dass immer mehr Beamte und FSB-Mitarbeiter, ihre Familien und Besitztümer von der Halbinsel Krym bringen, während sie die Bevölkerung dazu aufrufen, die Ruhe zu bewahren.

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Kein Benzin mehr für Privatleute: Gleichzeitig verkündet der Besatzungsgouverneur der Krym, Sergei Aksjonow, dass "Kraftstoff nur noch an staatliche Dienste abgegeben wird, die das Funktionieren und die Sicherheit der Republik Krym gewährleisten."

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Annette Werberger@awerberger.wsocial.eu · 2mo ago

Nun wird auf der Krym der Strom rationiert: Der Besatzungsgouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, erklärt heute: "Um die Überlastung der Stromnetze im Umkreis von Sewastopol zu beheben, wurde [...] ein Zeitplan für vorübergehende Stromabschaltungen eingeführt."

Nun wird auf der Krym der Strom rationiert: Der Besatzungsgouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, erklärt heute: "Um die Überlastung der Stromnetze im Umkreis von Sewastopol zu beheben, wurde [...] ein Zeitplan für vorübergehende Stromabschaltungen eingeführt."

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Weil die Ölraffinerie im westsibirischen Tjumen von ukrainischen Drohnen getroffen wurde, sinniert der russische "Patriot" Maxim Kucharenko angesichts des Jahrestags des NS-Überfalls darüber, dass selbst die "deutschen Junker" nur bis "Jaroslawl und (Gorki) (Nischni Nowgorod)" kamen.

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Die Überschrift des "Spiegel" zum 22. Juni (Angriff auf UdSSR) ist im Laufe der Woche zum Propagandagegenstand russischer und prorussischer Medien und Akteure geworden. Deren Z-Interpretation lautet: Deutschland sei im Krieg mit Russland und parallelisiere damals (1941) und heute (2026).

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