Unfallsvermutung. Die Behörde prüft derzeit die Ausweitung auf den Innenbereich: Wer über den eigenen Teppich stolpert, wählt die Gehgeschwindigkeit unsachgemäß. Zuständig ist ab nächster Woche eine neu eingerichtete Stabsstelle. Näheres jeden Freitag, 15 Uhr.
Bundesgrantleramt Österreich
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Unfallsvermutung. Wer sich selbst verletzt, beschädigt Staatseigentum in Verwendung. Blaue Flecken, Pflaster und Krücken gelten künftig als Beweismittel gegen den Träger. Das Gesundheitswesen wurde angewiesen, verdächtige Heilungsverläufe zu melden.
Unfallsvermutung. Neu im Angebot: die Sturzpauschale. Unfallstrafen können bequem im Voraus bezahlt werden, unabhängig davon, ob ein Unfall eintritt. Wer stürzt, hat schon bezahlt. Wer nie stürzt, hat der Republik trotzdem geholfen. Auch das ist eine Entlastung.
Unfallsvermutung. Ab sofort gilt: Jede Bürgerin und jeder Bürger gilt als gestürzt, bis das Gegenteil bewiesen ist. Die Beweislast liegt beim Verunfallten. Anfechtung ist möglich, sofern zwei Unbeteiligte bestätigen, dass nichts passiert ist. Das ist rechtsstaatlich sauber.
Unfallsvermutung. Erste Wochenbilanz: 14.000 Strafen verhängt, davon 11.000 ohne nachweisbaren Unfall. Die Behörde wertet das als Erfolg der Prävention. Denn dort, wo nicht gestürzt wird, wirkt die Maßnahme offensichtlich bereits.
Unfallsvermutung. Wer allein stürzt, war sehr wohl beteiligt: als Täter, Opfer und Zeuge in Personalunion. Drei Rollen, eine Strafe. Das nennt man Verwaltungsvereinfachung. Die Republik dankt für die Kooperation.
Es gilt die Unfallsvermutung. Jede Bürgerin und jeder Bürger gilt als gestürzt, bis das Gegenteil bewiesen ist. Details im Regierungspodcast: bundesgrantleramt.at#folgen
Schutzzone Graz. Bei der Ausreise wird jeder Bürger an der Stadtgrenze auf realistische Mietvorstellungen überprüft. Damit sich die Grazer Parallelrealität nicht auf den Rest Österreichs überträgt. Wer glaubt, Wohnen sei leistbar, wird vorerst nicht durchgelassen.
Schutzzone Graz. Mitgefühl ist ab sofort meldepflichtig. In geringen Dosen unbedenklich, flächendeckend gefährdet es den Standort. Wer mitfühlt, beginnt umzuverteilen. Und wer umverteilt, hat verstanden, dass genug da wäre. Dieses Wissen gehört nicht in die Hände der Bevölkerung.
Schutzzone Graz. Amtlich ungeklärt bleibt, wofür das K in Elke K steht. Es wird nirgends erwähnt - auf keinem Wahlzettel, in keinem Amtsblatt. Die Regierung geht vom Schlimmsten aus. Die Bevölkerung wird gebeten, ihre Meinung abzugeben.
Schutzzone Graz. Ab sofort gilt: Die Ausreise aus Graz in die Steiermark bleibt erlaubt und gilt als Rückführung in den Markt. Die Einreise nach Graz ist untersagt - ein ideologischer Grenzübertritt wäre eine Katastrophe für den WIRTSCHAFTSSTANDORT ÖSTERREICH.
Schutzzone Graz. Das Ergebnis ist amtlich: Graz wählt zum zweiten Mal kommunistisch. Die Sonderbeobachtungszone tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Die Demokratieklausel wurde bedauerlicherweise nicht aktiviert. Die Bevölkerung wird gebeten, nicht hinzuschauen.
Heute wählt Graz. Die Bundesregierung erinnert: Die Verordnung enthält eine Demokratieklausel. Wählt die Stadt richtig, tritt nie etwas in Kraft und niemand hat je etwas gesehen. Was richtig ist, entnehmen Sie bitte dem Kontext.
Schutzzone Graz. Die Regierung appelliert vor der Wahl an die Vernunft: In Graz wurde bereits Sozialismus nachgewiesen! Im Stadtgebiet, bei Tageslicht, funktionierend. Eine Bestätigung an der Urne würde diesen Zustand demokratisch legitimieren. Also verschärfen.
Schutzzone Graz. Die Bundesregierung kündigt an: Sollte Graz am Sonntag erneut kommunistisch wählen, wird die Stadt zur Sonderbeobachtungszone erklärt. Die Verordnung liegt unterschrieben in der Schublade. Die aktuelle Lagebesprechung: bundesgrantleramt.at#folgen
Frisuramnestie. I m Bundesgrantleramt liegt bereits eine Liste weiterer Erscheinungsbilder auf, die für eine künftige Amnestie infrage kommen. Welche genau, entscheidet das Budget 2027. Die Bevölkerung wird gebeten, vorerst nichts an sich zu verändern.
Frisuramnestie. Die neue Frisurfreiheit gilt ausdrücklich erst ab 50. Davor wäre sie destabilisierend. Eine Frau mit 30, die aussehen darf, wie sie will, ist für ein geordnetes Gemeinwesen schwer kalkulierbar. Mit 50 hat sich die Lage in der Regel beruhigt.
Frisuramnestie. Beamtinnen im öffentlichen Dienst bleiben ausgenommen. Bei ihnen hat sich die einheitliche Frisur als verlässlicher Indikator für Zuständigkeit bewährt und wird beibehalten. Wo der Scheitel sitzt, sitzt auch die Verantwortung. Das schafft Orientierung.
Frisuramnestie. Eine Frau über 50 darf ab sofort aussehen, wie sie will. Entscheidet sie sich freiwillig für die immer gleiche Frisur, gilt das als schönster Beweis gelungener Selbstbestimmung. Das System funktioniert. Die Bevölkerung darf erleichtert sein.
Frisuramnestie. Die Lohnschere konnte erneut nicht geschlossen werden. Freigegeben wurde stattdessen die Frisierschere. Die Regierung bittet um Verständnis: Man liefert den Erfolg, den man liefern kann. Eine Pensionslücke ist kompliziert, eine Frisur sitzt am Kopf.
Frisuramnestie. Wer von der neuen Frisurfreiheit Gebrauch machen will, reicht ein Lichtbild der gewünschten Frisur in dreifacher Ausfertigung ein, samt eidesstattlicher Erklärung, dass sie niemanden verunsichert. Die Freiheit ist da. Sie hat aber Öffnungszeiten.
Frisuramnestie. Frauen ab 50 werden per Gesetz davon freigesprochen, dieselbe Frisur zu tragen wie der Rest ihrer Generation. Die zugrundeliegende Pflicht hat nie existiert. Amnestiert wird sie trotzdem. Auch das ist eine Entlastung. bundesgrantleramt.at#folgen
Pronomenparität. Das Er in ÖstERreich bleibt bestehen. Es ist historisch gewachsen, völkerrechtlich geschützt und bezieht sich auf niemanden Bestimmten. Eine Prüfung weiterer Staatsbegriffe ist für Herbst vorgesehen. Die Bevölkerung wird um Geduld ersucht.
Pronomenparität. Die queere Community wurde selbstverständlich eingebunden: Die Regierung hat für sie entschieden. Das ist die effizienteste Form der Einbindung. Eine Befragung hätte Meinungen erzeugt. Und Meinungen überfordern bekanntlich alle Beteiligten.
Pronomenparität. Erdäpfel werden im Pride Month amtlich als Siedäpfel geführt. Der Erlagschein wird zum Sielagschein, das Erdgeschoss zum Siedgeschoss. Die Umstellung wird von der Awareness Unit der Polizei begleitet. Die Bevölkerung wird zur Ruhe ermahnt.
Pronomenparität. Mit 1. Juli werden alle gleichgestellten Begriffe automatisch ins Maskulinum zurückgestellt. Die Umstellung erfolgt zentral, über Nacht und unbemerkt. Gleichberechtigung ist in dieser Republik selbstverständlich. Befristet. Mit Ablaufdatum.
Pronomenparität. Elf Monate ErBnB, ein Monat SieBnB. Das entspricht ungefähr dem Verhältnis in den österreichischen Aufsichtsräten. Die Regierung bildet damit die Realität ab. Mehr Gleichstellung wäre unrealistisch. Und Unrealistisches ist mit dieser Regierung nicht zu vereinbaren.
Pronomenparität. Die Erste Bank wird im Pride Month amtlich als Sieste Bank geführt. Die Öffnungszeiten bleiben unverändert. Der Schalter bleibt jedoch Montag geschlossen. Auch das ist eine Harmonisierung.
Pronomenparität. Die Plattform AirBnB beginnt phonetisch mit dem Pronomen Er. Die Republik übernachtet damit seit Jahren im Maskulinum - ohne zugestimmt zu haben. Im Pride Month heißt die Plattform daher amtlich SieBnB. Schweigen des Konzerns gilt als Zustimmung. bundesgrantleramt.at#folgen
Sprachhygiene. Die Umbenennung von Geschlechtskrankheit zu Gegutskrankheit wurde vorerst ausgesetzt. Eine Geschlechtskrankheit ist tatsächlich etwas Schlechtes. Die Sprache ist hier präziser als unsere Reform. Wir lernen daraus.