Doch auch bei neuartigerer Haltung brach stets das Eklektische dieser reproduktiveren Natur durch. Man verbindet allerdings sehr gewissenhaft Dekoratives mit leichteren tektonischen Mitteln. Der Charakter bleibt dr gleiche, doch die Einflüsse wechseln.
Ja, die Zeit der schmalberingten Hände ist vorbei. Litteratur macht man mit Biceps.
Ich weiß nicht ganz, wie wir froh weiterleben können, wir sahen soviel Schönheit.
Gedichtete Zeit ist praktisch nicht anwendbar; ebensowenig imaginativer Raum. Die Unterordnung des Lebens unter das Imaginative -
Die menschliche Intensität [Franz] Bleis, das macht ihn zum bedeutenden Schriftsteller. Ich stelle es unrevozierbar fest , man memoriere diese Einsicht.
Kalunga-Niembo gab mir dann eine Banane, gross wie ein Elefantenzahn, und sagte: "Kehre zur Erde zurück und sage den Leuten, dass die Dörfer hier voll Bananen sind."
Der todesängstige Mensch will im Vergangenen seiner Dauer sich versichern und die rasch versinkende Gegenwart in der Wiederkehr des Vergangenen rechtfertigen und verankern.
Schließlich man wird sehen. Wir alle machen Fragmente. Sonst wiederholte Braque seine Themen nicht immer, Benn ritte nicht die gleichen Zustände und Picasso triebe seinen Talmud nicht durch 6 Stile. Man muss das wissen und sich amüsieren.
Den Gläubigen des absolut Neuen sagt Gris: "cette méthode, c'est la méthode de toujours."
Diese Front dämmert hinter einem dichten Schleier, aus trügendem Schweigen und drohender Müdigkeit gewebt. Warum denn will man sich nicht um diese Front kräftig kümmern und mühen?
Ihn empörte die Ruhe alles Leblosen, da er noch nicht in dem nötigen Maße abgestorben war, um für einen angenehmen Menschen gelten zu dürfen.
wir begreifen nicht oder kaum - unsere elementaren Schöpfungen - seien es die Götter oder die Sprache - darum müssen wir diese glauben dh es dünkt uns, sie seien uns wie ein unentrinnbares Schiksal auferlegt
Das Absolute ist mächtig, weil es völlig leer ist: dank dieser Eigenschaft stellt es den Gipfel der Wahrheit dar.
Man spricht genug, wie es um die Autoren bestellt ist. Meist Nebenköpfe, ob ältlich oder fauve; denn die gewendete Terminologie, die nur Hetze verleugnender Metaphern bedeutet, lächert. Ich liebe sie nicht, diese flinken Arrivisten des Neutönchens; sie wagen nicht die Elemente, ihnen unbekannt.
Die angeblich fabelhaften literarischen Entdeckungen wurden dem alten grammatikalischen Mechanismus eingeschient und blieben von alter Sprachstruktur beeinflußt.
Die Intellektuellen antizipierten nur selten die konkrete Zukunft.
Nie triffst du dich Dir gleich zu sein Treibst wolkenweit von dir.
War er traurig, las er in seinem geliebten Rabelais oder kaufte sich an den Quais Tabakieren, Stöcke, Messer und Bücher.
Aber vielleicht ist das ganze Blödsinn. Ich glaube es allerdings nicht. Nur gewöhnt man sich sprachlich ungern um und ist in Litteratur konservativer als irgendwo anders, zumal die meisten das Handwerk auf gut Glück betreiben.
Italien an sich macht einen schlechten Eindruck. Kein Mensch wagt ein offenes Wort, niemand lacht mehr, man sieht nur verschlossene Gesichter und Uniformen. Wirtschaftlich geht es den Leuten schlecht. Dies wagen sie zu sagen.
Marktwert deutscher Seele miserabel. Schulze unerschüttert. Wehe dem Klosett, das nicht Blaue Stunde oder Weltfreund hieße.
Besiegte Religionen und besiegte Götter. Die Geschichte der Chimären. Das Entstehen der Groteske aus religiösen, sozialen, moralischen und biologischen Urteilen. Der besiegte Gott. Die besiegten Elemente. Besiegte Völker und das Häßliche.
Die Addition, eine schlechte Leidenschaft des Entselbsteten, bemächtigte sich der Vorräte. Und nicht nur dieser; man zerlegt und analysiert (Grundeigenschaft des Unproduktiven) den Gegenstand, (1/2)
Vor allem, wir erzeugen zu viel Gegenstände, und nur darauf hat sich die Produktion gestellt.
Die über Kuchen wehenden Wortbänder waren noch unmenschlicher als diese Physiognomien, da quoll geronnene Mythe voller Nepp und Tabus; jedes Wort eine Jungfernhaut vor einem Vakuum.
Freunde und Freundinnen der gepflegten Avantgarde, kommt nach Germersheim zur heute angelaufenen Tagung "Denken und Schreiben zwischen den Sprachen. Gekreuzte Blicke auf die deutsch-französische Avantgarde", organisiert von der der großartigen @evawiegmann.bsky.social
In einem mystischen Volkslied steht: Unschätzbares Einfaltwesen, Perle, die ich mir erlesen Vielheit in mir ganz vernicht und mein Aug' auf dich nur richt.
Das Christentum gab uns den Reichtum der dialektischen Seele, den zerrissenen und überanstrengten Menschen im Gegensatz zur heidnischen Hygiene des Interieurs.
Malerei war dermaßen verblödet, daß sie nicht mehr Kunst war, sondern zum Handwerk verelendete. Technik ist eine Ausrede des Idioten, dem nichts einfällt.