Schweizerisches Idiotikon

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Das «Schweizerische Idiotikon» oder «Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache» dokumentiert in 17 Bänden 150'000 Wörter aus 700 Jahren.

Und weiter geht's mit dem Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache! In der neuesten Lieferung findet man Wörter wie Zulp, Zält, Zälte, Zältli, zam, Zaum, Zyme, zimli, Zumme, Zim(b)er, zimper, Zumpel, Zan(d), zane, zanne, zänne, Munizääm, Rinderzääch, Schwyzäne, Zei und Zeine.

Titelblatt der aktuellen Lieferung (mit einem Fehler – wer findet ihn?)

Des Idiotikonredaktors Tiefschlag des Monats: In unserem Wörterbuch fehlt ein Artikel «schwīzertǖtsch» !!! Es finden sich zwar grob-, chue-, chüejer-, chalber-, pūre-, bȫs-, blag- [= kadaver-] und schlëchttǖtsch sowie basel-, bërn- und züritǖtsch – aber kein schwīzertǖtsch!

Printscreen aus dem Wörterbuch, wo der Artikel «schwiizertüütsch» zu erwarten wäre.

Unsere Bedeutungsangaben werden mittels Belegen nachgewiesen. Wenn uns Editionen oder Abschriften zweifelhaft erscheinen, fragen wir in den einschlägigen Staatsarchiven nach, wo man uns bereitwillig hilft. Früher ging das förmlicher zu als heute, siehe die Antwort aus Basel an unseren Otto Gröger.

12. November 1929
Sehr geehrter Herr Doktor,
In Beantwortung Ihrer letzten Karte beehre ich mich Ihnen beiliegend die Originalstelle betreffend Besoldung des Nachrichters, auf die Peter Ochs in seiner Geschichte der Stadt und Landschaft Basel III, 170 Bezug nimmt, in extenso zu übermitteln. Sie ist aufgezeichnet im Kleinen Weissen Buche fol. 127v (Ratsbücher A 5), undatiert, von einer Hand aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Einzig die letzte Zeile, die mit etwas blasserer Tinte geschrieben ist, kann als Nachtrag, aber nur ganz wenig Zeit später, angesprochen werden.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Der Assistent des Staatsarchivars
Dr. Paul ###

Zum 24. Juni: Wänn s vor Johanni wenig wätteret, so vil mee wätteret nachher. Schwynt vor Johanni de Rhy, git s en sure Wy. Vor Johanni grossi Wasser, no Johanni chlyni Brot. Kräutlein wirken nur, wenn man sie am Johannstag pflückt. Baden ist gefährlich. Und auf keinen Fall auf Kirschbäume steigen!

Ausschnitt aus dem Idiotikon-Artikel «Johannes», der oben im Text abgekürzt referiert wird.

So sieht das aus, wenn wir am Dienstagmorgen Familiennamen erklären: Wir sind direkt mit dem Radiostudio verbunden (anders als am Donnerstagabend, für den die Aufnahmen im Voraus im Radiostudio gemacht werden). Hier erläutert unsere Kollegin Gabriela Bart den Namen Amstad!

Gabriela Bart mit Headset und Manuskript.

Christoph Landolt war am Wettbewerb von «Schweizer Jugend forscht» Experte. Sein Mentee Lukas Fischer hat mit «Zwischen Schwiiz und Schtetl. Analyse des jiddischen Dialekts der Jüdischen Gemeinde Agudas Achim Zürich» Goldmedaille und Sonderpreis der Schweiz. Sprachwissensch. Gesellschaft gewonnen!

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Barbara Stammler hat 1990 –1994 und 2015–2026 am Schweizerischen Idiotikon gearbeitet – als studentische Hilfskraft, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Bibliothekarin und Sekretärin. Wir danken ihr ganz herzlich für ihr langjähriges Mitwirken zugunsten unseres Wörterbuchunternehmens!

Die grosse Runde, die Barbara verabschiedet hat.Barbara mit Foto aus dem Archiv des Sprachatlasses der deutschen Schweiz.Belegte Brötli von Jung und Sekt von Muratori (Landolt Weine).Osterkuchen.

Zum Glück werden wir aus Berlin daran erinnert, dass heute der 200. Geburtstag des Gründers unseres Wörterbuchunternehmens ist! 😄

Dahlem Center for Linguistics@dclberlin.bsky.social · 4mo ago

#OTD 200 years ago, Friedrich Staub (1826–1896) was born 🎉 He is best known as a dialectologist and lexicographer, and the founder of the Swiss German Dictionary (@ch-idiotikon.bsky.social). A sound law in the Alemannic dialects of German, known as Staub’s Law, bears his name. #LinguisticBirthdays

Der Idiotikonartikel «Gemeinderat» wurde 1908 geschrieben und zeugt von wenig Wertschätzung für dieses Gremiums im Volk. So sagt ein Bauer über seine Kuh, die nicht zum Brunnen will: «Si muess i Gmeindroot, so leert si suuffe.» Und das Kinderspiel «Gmäindröötle» hat es auch in sich, siehe Foto ...

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Neulich fragte uns jemand, ob es ein «Idiotikon für Musik aus der Schweiz» gebe. Ein «Musiklexikon der Schweiz» ist tatsächlich in Arbeit – zwar nicht bei uns, aber wir vom Idiotikon könnten aus unserem Archiv einen «Appenzeller Kühreihen nach der eigentlich ächten National-Melodie» beisteuern!

TitelblattNotenblatt 1Notenblatt 2Notenblatt 3 – und dann gäbs noch eine vierte Seite.

Am 2. Februar ist Liechtmess. Von nun an werden die Tage schnell länger: «Vom kürzesten Tag bis zur Lichtmess ist der Tag im Ganzen nur einen Hahnenschritt länger geworden, von Lichtmess an nimmt die Tageslänge dagegen jeden Tag um einen Hahnenschritt zu.»

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Unsere Redaktionsmitglieder sind auch als Experte und Coach bei «Schweizer Jugend forscht» tätig. Derzeit betreut Christoph Landolt eine Arbeit zum Thema «Zwischen Schwiiz und Schtetl» – eine Analyse des chassidischen Jiddisch in Zürich. Auch in internationaler Perspektive ein innovatives Thema!

Aus der Begrüssung der jungen Wissenschafter an der ETHZ.Aus der Begrüssung der jungen Wissenschafter an der ETHZ.

Gibt es einen Winterthurer Dialekt, der sich vom Zürcher Dialekt abhebt? Gioia Jöhri von der Winterthurer Onlinezeitung WNTI besuchte die Idiotikonredaktion, und es wurden eine Reihe von Wörtern besprochen, die von Leserinnen und Lesern eingesandt worden waren: wnti.ch/a/wer-nid-se...

«Wer nid seit isch gschiid»

Letzte Woche habe ich euch nach Winterthurer Wörtern gefragt. Es kam eine Menge zurück: «Winde», «Zinnä», «Gfätti», «Binätsch», «Pünt», «Buggele» oder «Elggermaa». Mit Christoph Landolt, einem Mundart...

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Das sind die Drei Idiotikon-Könige des 6. Januar 2026! Einer dank einem Sprüngli-, einer dank einem Buchmann- und einer dank einem Bachmann-Kuchen (ja, gleich drei Teammitglieder haben einen mitgebracht ...). Und der Fund des Plastikkönigs ging doch tatsächlich schön der Anciennität nach ... 😃

Martin Graf (links), Christoph Landolt (Mitte) und This Fetzer (rechts) sind Idiotikon-König geworden ...