Medizinischer Dienst Bund

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Der Kanal des Medizinischen Dienstes Bund informiert Fachleute, Medien und Institutionen im Gesundheitswesen über die Arbeit des Medizinischen Dienstes, Richtlinien, Patientensicherheit, den IGeL-Monitor sowie Aktuelles über Medizin und Pflege.

Zum Welttag der Patientensicherheit Der Medizinische Dienst Bund fordert seit Jahren ein verpflichtendes, pseudonymisiertes und sanktionsfreies Meldesystem für Never Events, also schwerwiegende, eindeutig vermeidbare Schadensereignisse. Mehr dazu in unserem Carousel.

Dr. Bernadette Klapper übernimmt ab dem 01.09.2026 die neu geschaffene Funktion als Leitende Pflegefachfrau beim Medizinischen Dienst Bund. Als solche wird die renommierte Pflegeexpertin die Pflegepolitik auf Bundesebene aktiv mitgestalten. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg!

Portraitfoto von Frau Dr. Bernadette Klapper, Leitende Pflegefachfrau bei Medizinischen Dienst Bund, mit dem Zitat: „Gerne möchte ich meine Erfahrungen und mein pflegewissenschaftliches Wissen einbringen, um die fachliche Arbeit der Medizinischen Dienste weiterzuentwickeln, ihre Expertise sichtbar zu machen und Impulse für eine gute und qualitätsgesicherte pflegerische Versorgung zu setzen.“

In der aktuellen Jahresstatistik des Medizinischen Dienstes beziehen sich zwei Drittel aller erhobenen Behandlungsfehlervorwürfe auf Leistungen in der stationären Versorgung, zumeist in Krankenhäusern (7.633 Fälle). Ein Drittel (4.073 Fälle) entfällt auf den ambulanten Bereich.

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2025 stellten Gutachtende des Medizinischen Dienstes in 150 Fällen Never Events fest – besonders schwere, vermeidbare Schadensereignisse. Sie zeigen Risiken im Versorgungsprozess. Nötig sind ein verpflichtendes, pseudonymisiertes, sanktionsfreies Meldesystem und eine gesetzliche Offenheitspflicht.

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11.735 fachärztliche Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern hat der Medizinische Dienst 2025 bundesweit erstellt. Sie helfen Patientinnen und Patienten einzuschätzen, ob ein Schaden durch einen Behandlungsfehler verursacht wurde und ggf. Schadensersatzforderungen geltend gemacht werden können.

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Wissenschaftliche Schätzungen zufolge kommt es in Deutschland jährlich zu rund 350.000 bis 700.000 vermeidbaren Schadensereignissen im Krankenhaus. Sie verursachen unnötiges menschliches Leid und hohe Folgekosten in einer Größenordnung von rund 16,7 Milliarden Euro.

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Stefan Utermark, Wirtschaftsinformatiker und ehemaliger CTO bei einem führenden Dienstleister im Abrechnungsmanagement für gesetzliche Krankenkassen, übernimmt ab 1.7.2026 die Leitung des neuen Geschäftsbereichs „Strategie & Digitalisierung" beim MD Bund. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg.

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2025: 59,4% Heilmittel- & 43,6% Hilfsmittel-Empfehlungen bei Erstbegutachtungen Der MD Bund sieht in der Erstbegutachtung großes Potenzial für Prävention und den Erhalt der Selbstständigkeit. Hier setzt die Impulsberatung an. Videobegutachtung kann helfen – doch oft fehlt verlässliches Internet.

Heilmittel -Donutdiagramm: In 59,4% der Erstbegutachtungen wird eine Heilmittel-Empfehlung ausgesprochen (u. a. Physio-, Ergo-, Stimm/Sprech/Schlucktherapie).Hilfsmittel-Donutdiagramm: In 43,6% der Erstbegutachtungen wird eine Hilfsmittel-Empfehlung ausgesprochen (u. a. Gehhilfen, Bade-/Duschhilfen, Pflegehilfsmittel, Toilettenhilfen, Kranken-/Behindertenfahrzeuge).

Die Begutachtungen bei Kindern & Jugendlichen haben sich fast vervierfacht: von rund 53.000 (2015) auf über 190.000 (2025) und machen rund 6 % aller Gutachten aus. Häufigste pflegebegründende Diagnosen sind ADHS und Entwicklungsstörungen. Die Versorgung erfolgt meist durch An- und Zugehörige.

Balkendiagramm der häufigsten Diagnosen: Hyperkinetische Störungen F90 (24,1%) vorn, danach tiefgreifende Entwicklungsstörungen F84 (14,5%) und kombinierte Entwicklungsstörungen F83 (13,0%).

Die Begutachtungsstatistik des Medizinischen Dienst Bund zeigt: Im vergangenen Jahr wurden bundesweit über 3 Mio. Versicherte begutachtet. Die meisten Antragstellenden erhielten Pflegegrad 1 (29,0 %) oder 2 (34,5 %); 21,3 % hatten noch keinen Pflegegrad. 59,6 % beantragten Pflegegeld.

Donutdiagramm zu Pflegegrade-Empfehlungen bei Erstbegutachtungen 2025: 21,3% nicht pflegebedürftig, 29,0% Pflegegrad 1, 34,5% Pflegegrad 2, 11,6% Pflegegrad 3, 2,6% Pflegegrad 4, 0,9% Pflegegrad 5.Donutdiagramm: 59,6% ambulante Geldleistungen (Pflegegeld), 11,2% ambulante Sachleistungen, 19,3% Kombinationsleistungen, 9,4% vollstationäre Leistungen, 0,2% sonstige Leistungen.

Der starke Anstieg der Pflegebedürftigkeit ist eine große Herausforderung, die mit der Pflegereform gelöst werden muss. Der Medizinische Dienst Bund betont, dass die wirksame Prävention von Pflegebedürftigkeit und die nachhaltige Stabilisierung des Gesamtsystems dabei zentrale Ziele sein sollten.

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Mehr als 6 Mio. Menschen beziehen Leistungen der sozialen Pflegeversicherung. Seit 2015 hat sich die Zahl der Leistungsempfängerinnen und -empfänger mehr als verdoppelt. Ein wesentlicher Treiber ist der Pflegebedürftigkeitsbegriff, der 2017 eingeführt wurde.

Gestapelte Flächenkurve zeigt Anstieg der Leistungsempfänger in der sozialen Pflegeversicherung von 2,67 Mio. (2015) auf 6,01 Mio. (2025), aufgeteilt in ambulant und stationär.