Johannes Hürter

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Historiker am Institut für Zeitgeschichte in München, Lehre an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Leidenschaft für Geschichte und alle schönen Künste.

Die amerikanische Historikerin Dagmar Herzog bekommt in München den Günther-Anders-Preis verliehen und zeigt auf, wie sich der eugenische Wahn vom „gesunden“, leistungsoptimierten Menschen bis heute mit rassistischer und behindertenfeindlicher Programmatik verbindet. Ein Plädoyer für die Inklusion!

Dagmar Herzog bedankt sich mit einem Vortrag über „Das Fortleben des Faschismus“ für den Günther Anders-Preis, Literaturhaus München, 13.5.2026.

Die neue Blaue-Reiter-Präsentation im Lenbachhaus in München ist unbedingt sehenswert! Am Ende der Ausstellung wird das Publikum mit einer Mindmap verwirrt. Hurra, die Netzwerkanalyse hat es aus der Forschung ins Museum geschafft! 😉

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Der Hahn ist ein Symbol der Identität Estlands. Er zierte die frühesten Bildwörterbücher in estnischer Sprache. Die deutschen Pastoren wollten die Lesefähigkeit für die Bibel schulen, förderten aber ungewollt die Selbstbehauptung gegen Fremdherrschaft. Heute ist Estland frei, möge das so bleiben!

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"Wie ich begriff, dass das, was blau leuchtete am Ende der Cannebière, bereits das Meer war, der Alte Hafen, da spürte ich endlich wieder nach so viel Unsinn und Elend das einzige wirkliche Glück, das jedem Menschen in jeder Sekunde zugänglich ist: das Glück, zu leben." Anna Seghers, Transit.

Cannenière in Marseille: Straße von Bäumen gesäumt, die zum Alten Hafen führt, blauer Himmel, Sonne.

"Das Kanzleramt" – eine Studie von #IfZ & @zzfpotsdam.bsky.social fragt nach Personalpolitik & Öffentlichkeitsarbeit dieser Schlüsselbehörde in der frühen Bundesrepublik. Einblicke in die Studie & eine Bilanz der Behördenforschung bei YT👉 www.youtube.com/watch?v=Uo05... @wallsteinverlag.bsky.social

Das Kanzleramt in der frühen Bundesrepublik (03.07.2025)

YouTube video by Institut für Zeitgeschichte München–Berlin

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Die SZ schreibt heute in ihrem MSC-Liveblog vom „Noch-Bundeskanzler“ Scholz und vom „Noch-Bundesverteidigungsminister“ Pistorius. Es gibt keine „Noch-Bundeskanzler“ oder „Noch-Bundesminister“. Solche unbedachten Formulierungen tragen dazu bei, demokratische Institutionen zu delegitimieren.

Meine Sonntagslektüre über Weimar als „Lehrstück, wie zerbrechlich eine Demokratie ist, und wie rasch die Freiheit verspielt werden kann, wenn die demokratischen Institutionen versagen und die zivilgesellschaftlichen Kräfte zu schwach sind, um den Verächtern der Demokratie Einhalt zu gebieten.“ (11)

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„Grand tableau antifasciste collectif“ von Jean-Jacques Lebel, Enrico Baj, Roberto Crippa, Giovanni Dova, Erró und Antonio Recalcati, 1960, aktuell zu sehen in der Ausstellung „Surrealismus und Antifaschismus“ in München. Das Riesengemälde bezog sich auf den Algerienkrieg, ist aber universell.

Grand Tableau antifasciste collectif
(GTAC), 1960; Musées de Marseille, Musée Cantini / Jean-Jacques Lebel

Die CDU/CSU könnte sich ein Beispiel an der SPD in der Weimarer Republik nehmen. Die SPD stellte damals als bis 1932 stärkste Partei immer wieder den Schutz der Republik und des Rechts über ihre Parteiinteressen. Ihre Brandmauer hielt, die der bürgerlichen Parteien, auch des Zentrums, leider nicht.