Dass man in der Schweiz vier Sprachen spricht, ist bekannt - eine davon ist Rätoromanisch. Es umfasst fünf Idiome, die ihre je eigenen Schreibweisen haben. Welche davon soll man für die überregionale schriftliche Kommunikation wählen? Braucht man dafür eine „Scriptura franca“?
Gestern war der Tag der deutschen Einheit. Oder der Deutschen Einheit? Normalerweise schreibt man Adjektive, wenn sie nicht am Satzanfang stehen, klein. Doch es gibt Ausnahmen. Wenn es sich um einen offiziellen Feiertag handelt, darf (muss?) das Adjektiv großgeschrieben werden.
Dass Werbung oft kontextbezogen ist, sehen wir hier: Schokoladenwerbung passend zur Umgebung, zum Bahnhof. Auch Kampagnen mit immer anderen Wortspielen für dasselbe Produkt sieht man oft. Irgendwann ist das aber nicht mehr originell. Ritter Sport macht das schon seit Jahren so.
Im Deutschen gibt es bekanntlich vier Kasus - und bekanntlich sind nicht alle gleich populär. So ist nicht nur der Genitiv auf dem Rückzug (wegen des > wegen dem), auch der Akkusativ verschwindet gelegentlich. Das gilt zumindest für die Akkusativ-Endung. Hier fehlt z. B. das -en.
Wer erinnert sich noch an das Jugendwort des Jahres 2025? Wie wir hier sehen, ist dieses seltsame „das crazy“ schon zum Motiv für eine Postkarte geworden. Und wie mag das diesjährige Jugendwort wohl lauten? Wer hat Vorschläge? Am 10. Oktober werden wir es erfahren.
„Fast im gesamten deutschsprachigen Raum wird mehrheitlich Pizzen verwendet". So steht es in der VG mediawiki.ids-mannheim.de/VarGra/index... Auch auf die Varianten Pizzas und Pizze wird hingewiesen. Wie die Karte zeigt, ist dieser Datenerhebung zufolge Pizze aber nur in der Schweiz gebräuchlich.
Das Verb zügeln ist in grammatischer Hinsicht vielseitig verwendbar. Man zügelt sich (reflexiv), man zügelt das Pferd (transitiv), man zügelt (intransitiv). Die intransitive Variante kommt vor allem in der Schweiz vor. Und das gerade jetzt: Der 1. 10. ist für viele ein Zügeltag.
Wie schön, wenn man in einem Hotel auf diese Weise willkommen geheißen wird! Solche Plakate kennt man, sie fallen aber trotzdem noch positiv auf. Doch hier hat sich ein Fehler eingeschlichen, ein Wort ist falsch geschrieben (WILLKOMMENN). Vielleicht sind es aber auch mehrere?
Junger Wein, Riser, Krätzer, Suser, Sauser, Federweißer - es gibt viele Ausdrücke für den teilweise gegorenen Traubenmost, der jetzt wieder überall getrunken wird. Nicht nur die Vielfalt an Bezeichnungen, auch die Grammatik ist interessant. Mehr dazu hier: pub.ids-mannheim.de/laufend/spra...
Wer Werbung in Dialekt verfasst, möchte sich einen lokalen Anstrich geben. Das ist auch hier der Fall. Natürlich muss man darauf achten, dass man trotzdem verständlich bleibt. Doch bedeutet hier snacken? Eine Kleinigkeit essen? Oder ist es die plattdeutsche Variante zu ‚reden‘?
Wie schön wäre es, wenn mehr Liebesbriefe verschickt würden! Doch bekanntlich gibt es viele andere Wege für Liebesbotschaften. Mehr dazu unter www.uni-koblenz.de/de/philologi... Und ist es nicht so, dass heutzutage die wichtigsten Nachrichten über das Internet kommen?
Uni-Hopping: Ob jemand weiß, um welche Universität es sich hier handelt? Schwierig, schwierig.
An- und Verkauf, be- und entladen, Mund- und Nasenschutz. Der Ergänzungsstrich ist ja so praktisch: Man tippt weniger, spart Platz und vermeidet unschöne Wortwiederholungen. Es gibt nur einen Nachteil: Dieser kleine Strich wird oft vergessen. So auch hier.
Und hier der Link auf das Quiz. Die richtige Antwort lautet : vier Helvetismen. @tagesanzeiger.bsky.social Stehen Sie sprachlich an der Spitze? Hier können Sie es beweisen! www.tagesanzeiger.ch/sprachquiz-w...
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Nennen ist eines der wenigen Verben, die im Deutschen mit zwei Akkusativobjekten gebildet werden (vgl. Er nennt ihn einen Lügner). Andere solche Verben sind heißen, lehren, schimpfen. Warum aber steht hier kein Objekt? Ob diese ungrammatische Konstruktion ein Zitat ist? Seltsam.
Es gibt so viele interessante regionale Varianten! In der Variationslinguistik wird untersucht, wo sie verwendet werden und welche Bedeutungen damit verbunden sind. Dabei geht es keineswegs nur um Dialektwörter. So wie hier: Die (vier?) Helvetismen gehören zur Standardsprache.
„Im Wald gibt es viele Bären/Beeren.“ Je nach Region, in der man diesen Satz hört, wird man sich vielleicht fragen, was wohl gemeint ist. Denn die Aussprache klingt oft sehr ähnlich. Andere solche Paare im Deutschen sind Ehre/Ähre oder mehr (bzw. Meer)/Mähr.
Was sind echte Menschen? Dazu schreibt die KI: „Ein echter Mensch ist ein biologischer Organismus der Art Homo sapiens mit DNA, Bewusstsein, Empfindungsvermögen, Emotionen und einem physischen Körper.“ Wie gut, dass es diese im Kundenkontakt noch gibt. Doch das muss man nun eigens betonen.
Das Uni-Hopping geht in die nächste Runde: Wo befindet sich diese Uni?
„Niederdeutsch wird in Mecklenburg-Vorpommern seit 2017 regulär als dritte Fremdsprache angeboten und kann somit ein Abiturfach bilden.“ So steht es auf der Website der Uni Greifswald, wo man das Fach studieren kann. Und wer das tut, wird diesen Artikel ohne Mühe lesen können.
Aha ist ein interessantes Wort. Wie übersetzt man es in andere Sprachen? Und was meinen wir, wenn wir Aha sagen? Laut Duden dient es dazu, „auszudrücken, dass man etwas verstanden hat [und verwundert oder erstaunt ist]“. Und das Dudenbeispiel dazu: „Aha, so hängt das zusammen!“ Aha.
Ist das nicht eine originelle Speisekarte?Interessant sind vor allem die Erläuterungen zu den einzelnen Speisen, so zu „Rösti Fries“. Diese sind nach eigenen Angaben „extremst lecker“. Ein solcher Superlativ klingt seltsam, ist aber (zumindest in grammatischer Hinsicht) möglich.
Von der PISA-Studie und damit auch von der Lesekompetenz ist zurzeit viel die Rede. In diesem Artikel geht es um das Pendant dazu, um die Rechtschreibkompetenz. Und es wird eine interessante Frage gestellt: Sollen im Deutschunterricht wieder (mehr) Diktate geschrieben werden?
„sich ausgehen“ wird „gerne als typisch für das Deutsche in Österreich angeführt, auch in der Negation, z.B. Das geht sich nicht aus, Das geht sich nie und nimmer aus“. Da fragt man sich doch, wie man das anderswo formulieren würde. Siehe unter: www.atlas-alltagssprache.de/sich-ausgehen/
Ist das nicht eine interessante Gegenüberstellung von Substantiven, deren Bedeutung sich mit der Wahl des Artikels ändert? Oft ist der Unterschied gewaltig (so bei Kiefer), manchmal aber auch subtil. Ein Beispiel dafür (nicht auf der Liste) ist das Wort Verdienst (der/das).
Das Verb ausweisen kennen wir. Es wird transitiv (jemanden ausweisen) oder reflexiv (sich ausweisen) verwendet. Hier geht es um ein anderes Verb: sich ausmenschen. Ob wir uns künftig bei allem, was wir selbst verantworten und nicht die KI machen lassen, ausmenschen müssen?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Lautfolge darzustellen, die im Deutschen als /ku:/ gesprochen wird. Hier sehen wir drei Varianten: Q (der Buchstabenname), coo (engl.) und ein Kuhkopf (🐮). Ist das nicht Ql / cool / 🐮l ? Da möchte man doch gerne im Q-Hof einkehren. 🐄
Was bedeutet „utepils“? Dabei handelt es sich um ein norwegisches Wort, es ist ein Kompositum aus ute (draußen) und pils (Pils). Das ist das erste Bier, das man im Frühling draußen trinkt, in der Sonne. Auf dieses utepils müssen wir nun leider noch eine Weile warten.
In diesem Artikel wird die Annahme vertreten, dass E-Mails umso kürzer und informeller sind, je höher man in der Hierarchie steht. Als Beispiel werden „Zweibuchstabenmails“ genannt: ok, no. Oder ein Fragezeichen, das man kommentarlos weiterschickt. Ist das nicht effizient?