Mir wurde jetzt erst klar, was da im Nachklang zu diesem „Die 80er live“-Konzert im Volksparkstadion passierte. Alphaville (mit denen ich nie besonders viel anfangen konnte) spielten ihr kurzes Set, und dabei positionierte sich Sänger Marian Gold gegen die AfD. (1/3)
Falk Schreiber (he/him)
@falkschreiber.bsky.social
„Sie wollen Tipps von mir, wie man eine Baddie wird.“
Was ich wirklich schön finde: wie die Mehrheit der LGBTIQ*-Community den Umarmungsversuchen der Rechten widerstanden hat. Und wie Letztere darauf in ihrem Beleidigtsein beweisen, dass zwischen sie und den Islamismus kein Blatt passt.
Einerseits ein beglückender, solidarischer CSD in Hamburg, bei dem die Community sich nicht rechts vereinnahmen ließ. Und andererseits eine europäische Politik, die sehenden Auges in die Falle Ceuta gelaufen ist und sich vollkommen dem Fetisch Migrationspanik hingegeben hat.
Weshalb maßen sich eigentlich immer die Fans eines ästhetischen Konservatismus an, zu bestimmen, wie Theater auszusehen habe? Weil Theater mit ihrem Steuergeld finanziert wird? Fun fact: Ich zahle ebenfalls Steuern, aber mir würde nie einfallen, meine Meinung absolut zu setzen.
Ich bin davon überzeugt, dass man auch in Hollern-Twienfleth eine schöne Kindheit haben kann.
Die letzte Ausgabe der „tanz“ vor der Sommerpause ist am Kiosk. Von mir unter anderem mit einer langen Besprechung zu Alexei Ratmanskys „Wunderland“ am Hamburg Ballett.
Und weil gerade eigentlich kluge und folglich agendageleitete Leute versuchen, eine Verwandtschaft zwischen Linker und Islamismus zu konstruieren: übersteigerte Religiosität, Elitendenken, binäre Weltsicht sind klassisch rechte Konzepte. Steht übrigens schon bei Marx. Nichts daran ist links.
Kürzlich fragten mich liebe Menschen, was ich mir denn zum Geburtstag wünschen würde, und ich antwortete, dass nicht nur Jens Spahn zurücktreten solle, sondern auch Reiche, Weimer, Prien, Söder, vor allem aber Merz. Sie meinten, ich müsse realistisch bleiben, damit fand ich mich ab, aber, naja …
Ein neues Stück von Peter Handke! Mit Marina Galic und Jens Harzer! Regie: Jossi Wieler! „Schnee von gestern, Schnee von morgen“, gestern abend bei den Salzburger Festspielen! (Foto: (c) Salzburger Festspiele) www.abendblatt.de/hamburg/kult...
nein. Aber von rechts wird seit Jahren mit diesem Strohmann gearbeitet.
Fällt euch eigentlich irgendeine linke Wortmeldung der vergangenen Jahre ein, die sinngemäß lautete „Och, Islamismus, geht schon in Ordnung, haben wir gar kein Problem mit“?
Alle Solidarität mit Berliner Queers. Und alle Verachtung für islamistische wie für nationalistische Faschos.
Dass in einer Gesellschaft, in der rechte Gewalt regelmäßig ignoriert, kleingeredet, verharmlost wird, linke Gewalt schöngeredet werde, ist eine Argumentation, die ich in ihrer Verdrehtheit Hasnain Kazim durchaus zugetraut habe. Aber nicht, dass der Spiegel so etwas dann auch noch publiziert.
Zur Begrüßung des neuen Verkehrsministers hat mein ICE von Hamburg nach Berlin sich mal locker 45 Minuten Verspätung draufgeschafft.
Eine leicht verwirrt wirkende Frau in der Bahn erklärt allen Leuten, die sie für Touris hält, dass sie zum Flughafen die S3 nehmen müssten, und ich überlege, ob ich klarstellen sollte, dass in Wahrheit die S1 zum Flughafen fährt, oder ob das die Verunsicherung noch verstärkt?
Coolnesspunkte mache ich damit keine. Aber hilft ja nichts: Ich bin ein Kind der Achtziger, und Frankie goes to Hollywood sind bis heute Helden für mich. Natürlich gehe ich ins Volksparkstadion zu „Die 80er live“! www.abendblatt.de/hamburg/kult...
Es ist natürlich bezeichnend, dass Spahn nicht über seine unzähligen Skandale gestolpert ist, nicht über seine Maga-Nähe und nicht über seine Rechtsoffenheit. Sondern über eine private Verfehlung, die mittelbar mit seiner Homosexualität zu tun hat. Queerness verzeiht Deutschland nicht.
Ich mag Danger Dan nicht. Dass er die Flora vor den Bus warf, linke Antisemtismuskritik diskreditierte und so den dreckigen Job der CDU machte, nehme ich ihm übel. Aber wisst ihr was: Angesichts des autoritären Umbaus von Staat, Gesellschaft, Kultur und Medien ist einfach wumpe, wen ich mag.
„Zausel-Buchhandlungen“ Was ist das, bitteschön, für ein Ton?
In der Juli-„tanz“ schreibe ich über die Wiener-Aktionismus-Hommage „Pfingstspiel“ von Florentina Holzinger im niederösterreichischen Schloss Prinzendorf. Und über Patricia Carolin Mais „Rockoko“ auf Kampnagel.
Mariam Lau nennt Beschäftigte der Portale „Junge Freiheit“ und „Apollo News“ „Kollegen“. Meine Kollegin ist Frau Lau nicht.
Pitch für einen deutschen Katastrophenfilm, „Stellwerk“. Ein ungewöhnlich heißer Sommertag. Mehrere Handlungsstränge. 1. Im ICE 318 von Frankfurt nach Berlin (78 Minuten Verspätung) sitzt Banker René, im Koffer eine große Menge veruntreutes Bargeld (1/7)
Mich interessiert die deutsche Fußi-Nationalmannschaft eigentlich überhaupt nicht, aber dass die Jungs sich jetzt, mitten im Turnier, doch noch zum Boykott entschieden haben, das nötigt mir dann schon Respekt ab.
Ich wurde hier ungefragt von so nem Typi belehrt, dass Linke alle doof seien, und dann endete er seinen Sermon unvermittelt mit „Es gibt nur zwei Geschlechter!“ Das „Alluha akbar!“ der Kartoffeln.
Am Berliner Hauptbahnhof wird riesengroß für Reichelts Rechtsaußenklitsche geworben, und anscheinend ist der @deutschebahn.com wirklich alles egal. Als hätte es die Diskussion zur BVG nie gegeben.
Ich komme aus einem sehr bürgerlichen Umfeld, Fußi war bei mir zuhause etwas, das zutiefst verachtet wurde. Mittlerweile weiß ich natürlich, dass diese Verachtung Ideologie war, Abgrenzung nach unten, Distinktion, ich stehe da drüber. Aber unglaublich langweilig ist dieser Sport schon, oder?
Das Foto (Marie Staggat) zeigt eindeutig nicht nora chipumire. Hättet ihr aber auch nicht angenommen, oder? www.abendblatt.de/hamburg/kult...
Vorgestern bei Doja Cat, gestern bei Big Thief (Foto: Marcello Hernandez), heute bei der Tanztriennale. Sage niemand, ich sei voreingenommen. www.abendblatt.de/hamburg/kult...
Natürlich ist die Performance von Doja Cat (Foto: Greg Noire) totale Körperobjektivierung. Auf der anderen Seite macht ihr Auftritt in Hamburg eben auch voll Spaß. Schwierig. www.abendblatt.de/hamburg/kult...
Ich bekomme hier in meiner Timeline unzählige Trauerpostings von Leuten, deren Hunde gestorben sind. Ich meine, ja, ist traurig, mein Beileid, aber ich würde das doch gerne abschalten.