Heute vor 50 Jahren, #andiesemTag 1976, starb Hans Weinberger. Der NS-Widerstandskämpfer und langjährige Vorsitzende der AWO Bayern prägte früh als Reichssekretär die „Kinderfreunde“ Deutschlands:
100 Jahre Kinderfreunde – Spiel, Spaß und Sozialismus
Am 13. November 1923 – vor einhundert Jahren – gründete sich die Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Bis 1933 organisierte die sozialistische Erziehungsorganisation tausende von Arbeiterkindern. Zu ihrem Höhepunkt 1932, kurz vor dem Verbot durch die Nationalsozialisten, zählten die Kinderfreunde 120.000 Kinder, hinzukamen 10.000 Helfer*innen und 70.000 Eltern im angeschlossenen Elternverband. Die Kinderfreunde waren eingebettet in die sozialdemokratische Solidaritätsgemeinschaft; mehrere große sozialdemokratische Organisationen waren an der Gründung beteiligt und hatten einen Sitz im Reichsvorstand. Dazu gehörten unter anderem die Sozialistische Arbeiterjugend, die Arbeiterwohlfahrt und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) selbst mit ihrem Zentralbildungssekreteriat. Durch die Zugehörigkeit zum sozialdemokratischen Milieu gewannen die Kinderfreunde sowohl materielle Unterstützung wie auch neue Mitglieder (Kinder und Helfer*innen). Die Kinderfreundebewegung war jedoch keine reine Parteigliederung, sondern eine selbstständige Organisation mit einer eigenen Programmatik.
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