Wir leben ja in den glücklichen Zeiten, da das Archiv des Merkurs digital zugänglich ist. Wir müssen uns deswegen nicht mehr auf akademische Gerüchte und das Geraune in einer Arte-Doku verlassen. Wir können selbst nachlesen: beispielsweise den letzten Satz von Habermas Rezension von Kritik und Krise
Lily Hu aus Yale hinterfragt in der @blnreview.bsky.social einen Trend der analytischen Philosophie: „What is the politics of eagerly embracing AI to do philosophy, of all things?“ blnreview.de/en/ausgaben/...
Lily Hu · Un-Doing Philosophy
Analytic philosophers in the United States are increasingly embracing AI, both by taking advisory positions at tech companies and by using large language models for their own research and writing. Som...
blnreview.de
Im neuen Merkur bezichtigt @thbedorf.bsky.social Hartmut Rosa des schlimmsten Vergehens, das es für einen Heideggerianer geben kann: des Platonismus, der ein (onto- oder begriffslogischer) Dualismus ist.
Foucault, 1975 – Wahrscheinlich ist es das, was in all den Habermas Nachrufen gefehlt hat und was er aber selbst in seinen "Profilen" noch so charmant zeigte: Die Aneignung in fremden Vokabular. Er hätte ein Recht darauf, produktiv missverstanden zu werden. Umso enttäuschender all das Epigonentum.
Im neuen Heft: Kaube verhegelt heuristische Dichotomien zur Dialektik der Ideengeschichte Zweifelhaft, ob die Form der @ideengeschichte.bsky.social solch einem Anspruch im Inhalt überhaupt gerecht werden könnte. Die dreißig Seiten Metakritik zum Zeitschriftsprogramm sind aber alle sehr lesenswert!
Adler Mannheim vs. Eisbären Berlin 1:4 | ENDE | Tore: Ty Ronning (20. & 44.) & Liam Kirk (22.) & Eric Mik (58./EN) #MANvsEBB #GeilsteZeit #PO26 #1Team1Dream
Die Einführung in den Postfundamentalismus von @saragebh.bsky.social und @sergejseitz.bsky.social ist eine, wie Richard Rorty sie liebte, „ambitious, swooshy Geistesgeschichte“ – nur im Zeitraffer. Die Rekonstruktion von 32 Autor:innen auf 130 Seiten. Ich habe ein bisschen was darüber geschrieben.
Sara Gebh und Sergej Seitz haben eine Einführung zum Postfundamentalismus geschrieben – das ist nicht trivial und verdient Kritik. I. Dass nach Heidegger anders über Politik zu denken ist als vor ihm und man hinter diesen Stand auch nicht mehr... https://www.theorieblog.de/?p=30688
Gegen die Entgrenzung des Krieges lässt sich nur schwer das Eigenrecht privaten Glücks behaupten. Mounir erzählt auch von den kleinen Kulturtechniken dieses (sich) Behauptens, dessen Kontrafaktizität gegen die Ohnmacht einer ganzen Region gerichtet ist. Das Lügen macht dann frei, für einen Moment.
Meine Eindrücke aus Beirut im März im @redaktionmerkur.bsky.social – über das neue Wesen des Krieges und die feine Grenze zwischen privater Emotionalität und öffentlicher Anteilnahme. www.merkur-zeitschrift.de/artikel/beir... (Gratislink)
"Es geht Wittgenstein wie Heidegger und Adorno um die heilende Klärung des in der profanen Präsenz Verdeckten und Verpuppten, also um die Analyse eines Hintergrundes, der als solcher unaussprechlich ist." (3/3)
Mitreißend, wie Martin im Staccatostil den Philosophiekanon durch- und den historischen Variationen seines Themas virtuos nachgeht. Die Genese der konzeptionellen Trias der Kritiken Kants ist kaum nacherzählt, schon setzt er an zu einer Kritik am Wertbegriff und an Habermasens politischer Theorie.
Lectures and Keynotes: Fellow John Levi Martin, "The True, the Good, and the Beautiful: Structures of Social and Constitutional Thought" vimeo.com/1159613396?f...
Nach 40 weiteren „Berliner Tagen“ liefert @victorloxen.bsky.social zu Koskenniemis Schmitt-Lecture eine Besprechung, welche den Vortrag so dicht wie charmant reproduziert. Beide übersehen jedoch die performative Pointe jener eben polemischen Warnung Habermasens vor Schmitt („Don’t go there!“):
Worin besteht denn eigentlich diese merkwürdige Sogkraft, welche Affären von Intellektuellen auf uns ausüben? Wenn sie mehr sein sollte als nur gebildeter Gossip, dann muss sie in der eigentümlichen Dynamik liegen, welche sich zwischen den zwei sich im Medium des Denkens Liebenden entwickelt:
Julian Schütt fügt im zweiten Teil seiner Frisch-Biographie der Geschichte des merkwürdigen Faszinosums Bachmann-Frisch eine noch vor dem Kennenlernen im Frühjahr 1958 einsetzende, weitere Anekdote hinzu—Natürlich spielt der @redaktionmerkur.bsky.social eine Rolle, welchem B auch Gedichte lieferte
Julian Schütt fügt im zweiten Teil seiner Frisch-Biographie der Geschichte des merkwürdigen Faszinosums Bachmann-Frisch eine noch vor dem Kennenlernen im Frühjahr 1958 einsetzende, weitere Anekdote hinzu—Natürlich spielt der @redaktionmerkur.bsky.social eine Rolle, welchem B auch Gedichte lieferte
Mit einem Feinsinn für die in Beirut aufeinandertreffenden Erwartungen und Erinnerungen fühlt Mounir zwischen Daumen und Zeigefinger eingespannt den vielen Strängen der Hoffnungen nach, die in dieser Hauptstadt der Levante zum mit Blut und Tränen benetzten Geflecht schicksalshaft zusammenlaufen;
Was, wenn sich die moderne Geschichte des Nahen Ostens immer wieder in Beirut verdichtet? In meinem neuen Essay im Merkur über Beirut als Brennspiegel libanesischer, palästinensischer und israelischer Erinnerungskultur - und indirekt auch der deutschen. merkur-zeitschrift.de/artikel/beir...