Der Romancier im Amt für das Unvorhersehbare Die Cyberagentur stellt einen Science-Fiction-Autor ein. Damit entdeckt der Staat eine Literaturgattung als Forschungsgerät – samt einer Fähigkeit, die Prognosemodelle kaum beherrschen: Sie kann technische Möglichkeiten in gesellschaftliche Konflikte…
Der Romancier im Amt für das Unvorhersehbare
Die Cyberagentur stellt einen Science-Fiction-Autor ein. Damit entdeckt der Staat eine Literaturgattung als Forschungsgerät – samt einer Fähigkeit, die Prognosemodelle kaum beherrschen: Sie kann technische Möglichkeiten in gesellschaftliche Konflikte verwandeln. Eine Bundesbehörde, die einen Romancier einstellt, begeht zunächst einen Formularfehler im metaphysischen Sinn. Behörden verwalten Sachverhalte. Romane erzeugen Sachverhalte, die noch keine sind. Der Beamte verlangt Aktenzeichen, Zuständigkeit und Rechtsgrundlage. Der Schriftsteller liefert ihm eine Stadt des Jahres 2041, in der die Verkehrsampeln untereinander eine Verfassung beschlossen haben und der Nachrichtendienst vergeblich versucht, einen Algorithmus vorzuladen, der sich auf den Cayman Islands als Stiftung registrieren ließ.
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