#KeinVerblassen

@keinverblassen.bsky.social

Gemeinsames Aufpolieren der Erinnerung. Gegen das Vergessen, Revisionismus & Apologetik auf der Straße und im Netz. #Stolpersteine #publichistory

Die Tänzerin Charlotte Rettig war nach dem Berufsverbot 1935 gezwungen mit der Kolonialpropaganda "Deutsche Afrika Schau" ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Da ihr auch die Zwangssterilisierung drohte, floh sie nach Kopenhagen, wo sie überlebte, heiratete und ein Kind bekam. #BlackHistory

Stolperstein von Charlotte Rettig Portrait von Charlotte Rettig mit ihrem Künstlerinname Jerry Jackson.

Benedikt Gambé wurde nach dem 1.WK durch einen Kolonialoffizier von Kamerun nach Deutschland gebracht. In der Weimarer Republik spielte er Schlagzeug in einer Band. Nachdem er Berufsverbot erhielt, war er gezwungen auf der sog. "Afrika Schau" zu arbeiten. 1940 wurde er zwangseingeliefert & ermordet.

Stolperstein von Benedikt Gambé Portrait von Benedikt Gambé

Käte Rogalli wurde wegen ihrer Transgeschlechtlichkeit schon seit den 20er Jahren verfolgt. Mit ihrer Frau hatte sie zwei Kinder. Im NS nahmen Repression & Gewalt stark zu, was psychisch Spuren hinterließ. Mehrfach wurde sie wohl von der eigenen Familie denunziert, bevor sie sich das Leben nahm.

Bild

„Papa durfte nur zu bestimmten Zeiten einkaufen. Er bekam auch keinen Zucker, da wurde ihm eine Tüte Malzbonbons zugesteckt. Dann kam er raus und verschenkte sie an spielende Kinder. ‚Papa, biste verrückt? Ihre Väter bringen dich um!‘ Er antwortete ,Was können die armen Kinder für ihre Väter?"

Bild

Fritz Ausländer Freund Karl Liebknechts, Verfechter demokratischer Reformschulen & kommunistischer Gegener des stalinistischen Kurses der KPD Er nahm sich nach der KZ-Haft das Leben, als er realisierte wie selbst seine Frau der NS-Frauenschaft, der Sohn der HJ und die Tochter dem BDM nachliefen.

BildBild

Als wir vor einigen Jahren zu Eva Mamlok twitterten, waren kaum Informationen über sie verfügbar. Nun dank intensiver Arbeit eines Recherchekollektivs, existieren neben umfangreichen Kenntnissen, eine Ausstellung, eine Sonderbriefmarke und ein Berliner Platz sowie eine Bibliothek in ihrem Namen.

Bild

Oft auf Flohmärkten oder in Antiquariaten zu finden. Alte Kleiderbügel. Viele von ihnen erzählen die Geschichten des prägenden Einflusses jüdischer Texil- und Modefabrikant*innen, aber auch über Boykott, Enteignung und Mord. (1/2)

Kleiderbügel des Konfektionsgeschäfts Rosenzweig & Levy.

Bohoreta engagierte sich während turbulenter Zeiten in #Bosnien aktiv für den Erhalt der sephardischen Kultur und ihrer Sprache #Ladino sowie für das Empowerment und die Bildung von Frauen. Sie gilt als erste Feministin des Balkans. Den Mord ihrer Söhne durch die Ustasha verkraftet sie nicht.

BildBildBild

Der sephardische Grafiker und Maler Daniel Ozmo war Kommunist und Teil eines linken Künstlerkollektivs. Er wurde auf der Flucht verhaftet und im KZ- #Jasenovac zum Kapo der Lager eigenen Künstlerwerkstatt "Keramik Gruppe", welche Propaganda produzierte. 1942 wurde er erschossen

Stolperstein von Daniel OzmoDaniel Ozmo in seinem Atelier.

Berta Bergman war die erste Frau Bosniens die ein Gymnasium absolvierte. Anschließend studierte sie Medizin und schloss sich unter dem #Ustascha Regime den Partisanen an. Sie besorgte medizinisches Material, gab Erste Hilfe Kurse, behandelte Patienten und versteckte jüdische Flüchtlinge. #Antifa

Stolperstein von Berta Bergman Schwarz-Weiß Portrait von Berta Bergman

Flora Barthel führte mit ihrem nicht-jüdischen Ehemann ein Fotoatelier in #Stralsund. Auch nach seinem Tod blieb sie noch relativ lange vor der NS Verfolgung verschont, was für Unverständnis und Hass in ihrer Stadt sorgte. 1944 wurde sie deportiert. Sie überlebte und kehrte nach Stralsund zurück.

Stolperstein von Flora BarthelPortrait mit Schirm von Flora Barthel