Kultur Management Network

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Erwartungsangst. Ein treffender Begriff von Beate Küpper für vorauseilenden Gehorsam - von Kulturorganisationen, -schaffenden und -förderern. Gleichzeitig ist Solidarität mit Opfern zu selten und Umgang mit potenziellen Bedrohungen wird nicht in Budgets & Förderprogramme eingerechnet. #kupoge

Problem ist nicht nur, dass öffentl Investitionen in Kultur gekürzt werden, sondern dass Rechte gleichzeitig in Kultur investieren. War gestern bereits Thema bei #kupoge. Heute erklärt Lluis Bonet, dass bspw Ungarn das Kulturbudget in letzen Jahren stark erhöht hat - für ideologische Anpassung.

Im Panel "Museen in Kontakt" betont Mechthild Eickhoff, dass Museen, die Kooperationen & Partizipation umsetzen wollen, weniger Hilfe leisten als brauchen & bei Partner*innen erfragen müssen. Entsprechend wichtig ist, wie sich Learnings & Beziehungen über Projekte hinaus verstetigen lassen. #dmb26

Diskussion zu Outreach, Diversität & kleinen Museen zeigt: Mitarbeitende mitzunehmen, ist in kleinen Teams oft leichter; Kooperationen mit anderen Kulturinstitutionen, Vereinen usw. sind alltäglich. Gleichzeitig sind Gefahr der Schließung & Relevanzdiskussionen für kleine alltäglich. #dmb26

Tag 1 endete mit der Einsicht aus der Praxis, dass Veränderung weh tun darf – und muss. Tag 2 startet mit der Einsicht, dass Vielfalt in der Gesellschaft längst Alltag ist, also nicht gefördert werden muss – und dass es in den Museen genau andersherum ist. #dmb26

In Panel 4 zu Inreach macht Yasmin Vogel klar: Change ist immer. Die Schwierigkeit ist, zwischen Veränderung & Stabilität zu navigieren, Entscheidungen zu fundieren und transparent zu machen. Im Kern geht es um Werte und Menschlichkeit - und darum, Bürokratie für sich nutzen zu können. #dmb26

Panel 3 zeigt, dass Förderprogramm in die Breite wirken, wenn Ergebnisse und Learnings zusammengetragen werden. Bspw. wird Diversität dank 360-Grad-Programm über geförderte Institutionen hinaus breit im Kulturbereich diskutiert, sagt Uwe Maximilian Korn von der Kulturstiftung des Bundes. #dmb26

Panel 2 "Vielfältige Perspektiven sammeln" zeigt, dass es viele Ansätze für Erweiterung und Neubewertung von Museumsammlungen anhand von Vielfaltskriterien & für Koops mit Communities gibt – meist aber im Zusammenhang mit Projekten & Sonderausstellungen, seltener langfristig und systematisch. #dmb26

Maaike van Rijn vom Landesmuseum Württemberg betont, dass man Diversitätsbewusstsein lernen kann, dass Sensibilität für Probleme bestimmter Gruppen eine Frage der Übung der Wiederholung ist und dass Diversitätsprojekte im Bereich Sammlung/Programm immer auch eine Inreach-Wirkung haben. #dmb26

Probleme von Kultureinrichtungen: Mit einer diverseren Gesellschaft diversifizieren sich auch die Interessen. Traditionelle Kultureinrichtungen verlieren Publika, weil Mangel an Diversität zu Mangel an Angeboten für unterschiedliche Gruppen führt. Einrichtungen müssen Diversität wollen. #dmb26

Jenin Elena Abbas berichtet von Maßnahmen am Landesmuseum Oldenburg, die sie als 360 Grad Diversitätsagentin begleitet hat, darunter interne Sensibilisierungsworkshops, Programm-Koops mit Communities, neue Hausregeln. Betont Relevanz von Langfristigkeit über Förderprogramme hinaus. #dmb26

Steven Vertovec vom MPI zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften stellt das Konzept der Superdiversity vor. Demnach nimmt die Komplexität gesellschaftl. Diversität immer mehr zu – und das müssen Museen abbilden. #dmb26

Heute beginnt Jahrestagung des Dt. Museumsbunds in Münster zu "Vielfalt als Chance". In ihrer Begrüßung spricht Wiebke Ahrndt viele Punkte an: Vielfalt ist nicht selbstverständlich in Gesellschaft, Politik & Museen – sollte es aber. Dafür braucht es tragfähige Strukturen in allen Bereichen. #dmb26