Julian Zündorf

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Ich blogge über Lesenswertes. www.lectorinfabula.de

Sie war Annie Hall, Kay Corleone, Theresa Dunn und vieles mehr. Am meisten beeindruckt hat sie mich aber in der Rolle der marxistischen und feministischen Journalistin Louise Bryant in Warren Beattys Revolutionsepos 'Reds'. Rest in Peace, Diane Keaton!

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Neu auf dem Blog: Ein Roman, der nach 30 Jahren immer noch wunderbar ist. Antonio Tabucchis 'Erklärt Pereira' über einen ängstlichen Journalisten, der nach und nach zum antifaschistischen Widerstandskämpfer gegen das Salazar-Regime wird. www.lectorinfabula.de/2025/07/20/t...

Ein Gewissen erwacht

Antonio Tabucchis Roman Erklärt Pereira über einen ängstlichen, einzelgängerischen Kulturredakteur, der angesichts der Salazar-Diktatur in Portugal unversehens zum Widerständler wird, ist ein

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Es macht einfach Spaß, komplexe, schwierige Texte zu lesen. Gerade solche aus anderen Epochen, weil der Verstehensprozess eine Brücke über den zeitlichen und kulturellen Abgrund schlägt. Man beschreitet sie nie, ohne anschließend verändert und bereichert wieder zurückzukommen.

So schön Goethes 'Werther' auch ist – seltsam, dass 'Anton Reiser' von Karl Philipp Moritz nie diese Karriere gemacht hat. Im Grunde der viel modernere, auch kunstvollere Roman, der auf die ganze bürgerliche Erzählliteratur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts vorausweist.

Man sagt, dass die Toten in der Erinnerung fortleben. Aber damit trösten sich nur die Hinterbliebenen. Mit jedem Menschen, der stirbt, geht ein Universum unwiederbringlich verloren; ein einzigartiger Kosmos aus Vorstellungen, Ideen, Erfahrungen, Wünschen und Träumen.