»Vor fünf aufgestanden - um acht scheint es mir, dass ich schon einen ganzen Tag geistig gelebt, somit das Recht erworben habe, bis zum Abend dumm zu sein.« Paul Valéry
Das ist sehr, sehr beeindruckend: @luisaneubauer.bsky.social über ihren Nazi-Urgroßvater, über seine Schwiegertochter, ihre Großmutter, und was das mit heute zu tun hat.
Spätsommermorgen. Blauer Himmel, Schleierwolken, in den Senken Nebel, als hätte die Nacht etwas von ihrem Atem zurückgelassen. Kühle Luft, warmes Licht. Mitten in all dem: der Gestank von Gülle. Die Welt sah aus, als hätte sie eben erst begonnen, und roch, als hätte sie bereits alles hinter sich.
Das neue Berggewand ist da. Es ist wie früher mit den neuen Heften zum Schuljahresanfang: Für einen kurzen, herrlichen Moment verwechselt man Neuanschaffung mit Charakterbildung und hält sich für die deutlich bessere Ausgabe seiner selbst. #DolomitenTrekking #DieAnderenDürfenGernWoandersTrekken
Ich weiß, ich schaue hier nur noch sporadisch vorbei. Unregelmäßig, ohne Konzept und mit längeren Phasen völliger Untätigkeit. Ich erwäge eine politische Karriere.
Warum heißt es eigentlich Sonnenaufgang, obwohl seit Jahrhunderten bekannt ist, dass hier jemand ganz anderes die Bewegung macht?
Manche Menschen nehmen in den Erinnerungen anderer einen viel größeren Platz ein, als sie selbst ahnen.
Vielleicht ist „später“ kein Zeitpunkt, sondern der größte Lagerraum der Welt.
Einer jener heißen Tage, an denen der Schatten eines Baumes die Frische schenkte, die er seit jeher versprach: eine fast vergessene Art von Glück.
Inventar des Sommers. Abgeerntete Felder. Schafgarbe. Staub auf Feldwegen. Flirrende Luft. Mehr Sommer kommt nicht.
Es heißt, Erinnerungen seien Bilder. Ich glaube das nicht. Die Sommer meines Lebens riechen nach Heckenrosen, warmem Sand, Salz, Kiefern, Sonnencreme und nach einer Luftmatratze, die den ganzen Tag in der Sonne gelegen hat. Alles andere hat die Zeit mitgenommen.
New Work, Level 100: Arbeitsplatz mit eigenem Wassergraben. Die Kollegen sind ruhig, die Aussicht produktivitätshemmend. @mietgeist.bsky.social
Es war einer jener Tage, an denen der Morgen den Geruch der Müllabfuhr über die Stadt trug und der Abend den der Gülle über die Felder. Man vergisst oft, dass jede Landschaft ihren eigenen Atem hat.
Ich bin der Welt lange mit Wertschätzung begegnet. Inzwischen halte ich Abstand (aus Respekt vor dem Häufchen Restoptimismus, das mir geblieben ist).
„Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“ Bertolt Brecht
I hadn't seen this before. This is pretty remarkable. Earth and Moon in one NASA photo. ht @astrokatie.com
Es gibt jene Morgen, an denen die Welt sich zu verlaufen scheint. Die Straße liegt vor einem, pflichtbewusst, aber unentschlossen, als habe selbst sie für einen Moment ihr Ziel vergessen. Die Bäume flüstern nur noch in Farbe: gedämpftes Gold, ergebenes Purpur, das würdige Braun stiller Hingabe.
The mountain isn’t a place. It’s a posture. Incorruptible, unhurried, no need. It stands as truth should stand: not loud, not kind, but present. In its shadow, the human draws inward, becomes small, fragile, real. In this shrinking lies quiet grace, a reminder that meaning isn’t made, but happens.
Nächtliche Rastplätze oder auch: Einsamkeit tropft von den Laternen, der Asphalt riecht nach Verlorenheit.