Reflektionen

@nachttraum.bsky.social

Schriftsteller, Familie, Musik, Achtsamkeit Romane — „Die Scheinheiligen“, „Der Heiligenschein“, „Eine vollkommen reine Liebe“, „Pluton“, „In hellen Nächten“, „Virginia Enlightenment“, „Wildfremde Sonne“

In der Natur, wo ich frei von menschlichen Verpflichtungen bin, finde ich zu mir. Die inneren Stimmen werden hörbar. Die Gefühle fühlbar. Der Körper lebt. Meine Aufgabe ist klar. Die Frage nach dem Sinn stellt sich nicht. Die Beziehungen sind offen, klar und gegenwärtig.

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(Der erste Satz eines Romans trägt enormes Gewicht, schreibt Stephanie Bai im Atlantic Daily. Was ist einer der besten Eröffnungssätze in der modernen Literatur?) Es ist borniert, wenn in einer Begegnung der erste Satz oder der erste Eintruck bereits entscheidet, wie man sich zum Objekt stellt.

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Meine ich denn, dass mein Befinden (wie ich heute erwacht bin usw.) von öffentlichem Interesse sei? Trotzdem notiere ich es ab und zu und veröffentliche es sogar. Das Tagebuch als Übung im eignen Befinden bei vollem Bewusstsein, was dran irrelevant ist -

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Produktionszyklen verkürzen… der das geschrieben, versteht Literatur nicht… wie wenn drei Maler ein Bild malen, wobei einer macht das Grobe, der andere das Blau… oder auf der Gitarre, einer greift und der andere zupft… der Dritte sagt, was er gespielt oder gemalt haben will… dann: warum nicht KI…

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Die KI wählt aus den Manuskripten das Seichteste, kämmt es auf das Glatteste, modelliert welche Gierigen mit Parzifal-Frisuren und Kinderkleidern zu Hündchen. Die Bücher gleichen sich dem Scrollhirn an, und das Scrollhirn wird von KI auf Hündchen trainiert. Die Buchbranche macht sich grad kaputt.

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Wenn das neue Super-Promi-Bachmann-Frisch-Paar der hochliterarischen Neuzeit Sutter-Wahl hiesse, was gäbe das für einen Briefwechsel? Und was, wenn Caroline dann in St. Moritz in den Armen ihres Martin in Armani ertränke? Wie geil wäre das denn! Stahlblaue Augen.

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Mir bleibt wenig Zeit noch, mich mit Mittelmässigkeit, grundloser Bosheit und Perversität zu befassen. Viele Köpfe in den Sozialen Medien sind auf hungernde Körpern aufgesteckt und leben die erbärmliche Existenz der Brosamen. Ich will mit wirklich menschlichen Menschen im Realen zusammenleben.

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Der Dalai Lama sagt: „I believe that the very purpose of life is to be happy.“ Das Lebensziel darf nicht Glück sein, sonst ist Glück etwas, das sich in Zukunft erfüllen wird, und die Gegenwart wäre dann nie ganz zufriedenstellend, bis in den Tod.

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Welche Frau unter schweren Schlafstörungen, Angstzuständen und körperlichen Schmerzen litt und mit bis zu 100 Tabletten am Tag und 100 Zigaretten und so weiter sich schreibfähig hielt, staunt wohl nach ihrem Tod, dass von Frauen schöne Hommagen gedreht und die Leichtigkeit des Werkes gepriesen wird.

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Jaeggy übergeht in ihrer Wut eins: der Arzt kann Bachmann nur behandeln, wenn er weiss, was sie eingenommen hat. Bachmann ist die ganze Zeit ansprechbar, schweigt über ihren Drogenkonsum. Es war nicht Mord, ihr Lebenswille war schwach. Selbstzerstörung. Sie fürchtete, dass die Welt erfährt.

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