neverchuckless

@neverchuckless.bsky.social

Wenn man alles mit der Benny Hill Musik unterlegt, gehts eigentlich.

Nach sechs Monaten erfolgloser Versuche habe ich endlich über Doctolib einen Termin beim Hautarzt ergattert. Sogar noch in diesem Jahr! Heute kann mich gar nichts mehr aufhalten. Ab morgen könnt ihr T-Shirts mit meinem Konterfei und der Aufschrift "Die Unbesiegbare" kaufen.

Wenn Männer nach Jahren im 7,50€ Barbershop mal wieder zu einem "normalen" Friseur gehen und feststellen, dass es doch irgendwie besser aussieht. Ja, den Kopp bei allen auf den gleichen Kontostand zu rasieren, ist halt kein gelerntes Handwerk. Sonst gäbe es nämlich 10€ Barbershops für Frauen.

Ich überlege, "Journalistin" in meine E-Mail-Signatur zu schreiben. Nicht wegen großer Enthüllungen, sondern weil mein Alltag inzwischen daraus besteht, Meldungen erst einmal gegenzuchecken, ob sie überhaupt der Realität entsprechen.

Ich erkläre dem Weberknecht in meiner Küche gerade, dass seine Daseinsberechtigung unmittelbar an die Zahl der Fruchtfliegen gekoppelt ist. Andernfalls muss ich ihm wegen Eigenbedarfs kündigen. Er wirkt erstaunlich gelassen für jemanden ohne Mietvertrag.

Wie ich gerade an einer Frau vorbeigegangen bin, die ihre Freundin beim Pickeln vor fremden Blicken abschirmen wollte, und ich nur wortlos mit dem Zeigefinger auf die Kameras des Parkplatzes der Bundesbehörde gezeigt habe. Der Blick: unbezahlbar!

Interessant, wie Männer seit Tagen bis ins kleinste biologische Detail erklären, was eine Schwangerschaft mit dem Körper einer Frau macht und warum das alles halb so wild sei. Dieselben Männer finden dann abends bei Kerzenschein nicht mal Muttis Perle. Vom G-Punkt will ich gar nicht erst anfangen.

Spahn aus der ersten Reihe der Politik zu nehmen, löst das Problem nicht. Netzwerke verschwinden nicht mit dem Amt, sie arbeiten leiser und schwerer sichtbar. Die gefährlichste Macht ist Einfluss ohne sichtbare Verantwortung. Genau diese Verantwortung hat Spahn schon im Rampenlicht nicht übernommen.

Das eigentliche Privileg ist nicht der Kinderwunsch. Das Privileg ist, sich ein deutsches Verbot im Ausland leisten zu können. Ich bin so wütend, dass ich bei allem, was Spahn betrifft, kein sozial akzeptables Vokabular mehr finde.

Einige meiner Social Media Accounts stammen aus einer Zeit, in der das Internet beim Einwählen noch seltsame Geräusche gemacht hat. Damit sind meine Accounts älter als manche Politiker*innen, die aktuell über Internetverbote entscheiden.

Ausgerechnet Leute, die aussehen, als hätten sie 1994 die Altkleiderkammer einer Jugendherberge geplündert, erklären älteren Frauen, was sie zu tragen haben. Ich würde euch jetzt nicht unbedingt als Instanz für Fashion-Kritik bezeichnen.

Ich bin mir sicher, dass selbst wenn wir alle unser komplettes Gehalt ans Finanzamt überweisen und anschließend unter maroden Brücken schlafen würden, irgendwann trotzdem die Meldung käme, dass ein Haushaltsdefizit besteht und die Steuern erhöht werden müssen.

Das Demokratieverständnis des EU-Parlaments: Weil das Ergebnis zur Chatkontrolle nicht den Erwartungen entsprach, wurde einfach so lange abgestimmt, bis es passte. Notfalls wartet man eben, bis die Urlaubsquote die Mehrheitsverhältnisse optimiert hat.