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Kirchengemeinde Becherbach: Findbuch und Fotosammlung gehen gemeinsam online https://blog.archiv.ekir.de/2026/08/05/kirchengemeinde-becherbach-findbuch-und-fotosammlung-gehen-gemeinsam-online/

Kirchengemeinde Becherbach: Findbuch und Fotosammlung gehen gemeinsam online

Evangelische Kirche Becherbach anlässlich des 850-jährigen Kirchweih-Jubiläums 1951; Signatur: AEKR 8SL046 (Bildarchiv), 201_0151 Die Evangelische Archivstelle Boppard hat im Frühjahr dieses Jahres das Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde Becherbach übernommen. Dort wurde der Bestand geordnet, verzeichnet und durch ein Findbuch erschlossen, das jetzt online verfügbar ist. Der Bestand deckt einen Zeitraum von 1707 bis 1976 mit einzelnen Nachträgen bis 2000 ab. Der zeitliche Schwerpunkt der Überlieferung liegt im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Einen wesentlichen Anteil bilden Unterlagen aus dem Finanz- und Rechnungswesen, vor allem Rechnungen und Rechnungsbelege der Kirchen-, Pfarr-, Bau-, Almosen- und Schulfondskassen. Vergleichsweise gut dokumentiert ist auch das Bauwesen. Überliefert sind Unterlagen zur Kirche in Becherbach, etwa zum Neubau, zum Simultaneum sowie zu Bau-, Renovierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen. Darüber hinaus sind Akten zur Kirche in Limbach, zur Kapelle in Krebsweiler sowie zum alten und neuen Pfarrhaus in Becherbach vorhanden. Festakt der Kirchweih-Jubiläums vor dem Schulhaus, 1951; Signatur: AEKR 8SL046 (Bildarchiv), 7_0066029 Weitere Schwerpunkte bilden Unterlagen zu Schulverwaltung, Ortsschulinspektion, Lehrerbesoldung, Schulstatistik und Schulversäumnissen seit 1789 sowie die 1773 einsetzenden Pfarrstellenakten. Bei den Amtsbüchern sind unter anderem Protokollbücher des Presbyteriums und des Schulvorstandes, Lagerbücher, Abkündigungs- und Kollektenbücher, Heberollen, ein Sammelamtsbuch sowie eine Kriegschronik erhalten. Becherbacher Konfirmanden mit Pfarrer Johannes Müller, 1931; Signatur: AEKR 8SL046 (Bildarchiv), 028_0033 Parallel zu der Verzeichnung in Boppard wurden im Landeskirchlichen Archiv Düsseldorf Fotografien aus Becherbach digitalisiert und im Mediencenter des Archivs online gestellt. Die Fotosammlung dokumentiert unter anderem eine Glockenweihe, Konfirmationen, das 850-jährige Jubiläum der Kirche sowie weitere Ereignisse aus dem Gemeindeleben.

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Stadtarchiv Mettmann erinnert an Konrad Heresbach https://www.augias.net/2026/08/04/stadtarchiv-mettmann-erinnert-an-konrad-heresbach/

Stadtarchiv Mettmann erinnert an Konrad Heresbach

**Verschiedene Formate rücken fast vergessenen Humanisten in den Fokus**. Am 2. August jährte sich der Geburtstag von Konrad Heresbach zum 530. Mal. Damit nicht genug: Sein Todestag, der 14. Oktober 1576, jährt sich zum 450. Mal. Grund genug fürs Stadtarchiv Mettmann, den bedeutenden Sohn der Stadt ein bisschen in den Vordergrund zu rücken. _Abb.: So soll er ausgesehen haben: Konrad Heresbach (Foto: Kreisstadt Mettmann)._ Der heute eher unbekannte Humanist Heresbach war zu seiner Zeit eine wichtige Person für die Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg. Als Prinzenerzieher und Rat des späteren Herzogs Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg prägte er das Leben in einer Zeit voller Veränderungen maßgeblich mit. Seine Schriften zu den verschiedensten Themen sind auch heute noch anschlussfähig. Trotz seines einzigartigen Lebenslaufs ist er in Vergessenheit geraten – auch wenn ein Gymnasium nach ihm benannt wurde. _Abb.: Das Ausmalbuch über Konrad-Heresbach. (Foto: Kreisstadt Mettmann)._ Das Stadtarchiv Mettmann hat dies zum Anlass genommen, in diesem Konrad-Heresbach-Jahr mit verschiedenen Formaten an ihn zu erinnern. Zusammen mit dem Grafiker Thomas Wienecke aus der Hausdruckerei der Stadt hat Jacqueline Muhlack, wissenschaftliche Volontärin im Stadtarchiv, ein Ausmalheft gestaltet. Es wurde bereits an drei Grundschulen verteilt. Mit den Bildern zum Ausmalen sollen auch die Jüngsten etwas über Heresbach lernen. Das Heft wird es demnächst an verschiedenen Orten in der Stadt geben. Außerdem begleitete das Team des Stadtarchivs einen Kurs am Konrad-Heresbach-Gymnasiums (KHG) während einer Projektwoche über Heresbach. In Kooperation mit Gut Heresbach hat das Stadtarchiv eine kleine Roll-up-Ausstellung erarbeitet. In den kommenden Monaten wird sie an verschiedenen Orten der Stadt zu sehen sein und den Schulen zur Verfügung gestellt. Außerdem sind kleinere Social Media-Beiträge zu seiner Person geplant, die in der nächsten Zeit unregelmäßig auf den Kanälen der Stadt veröffentlicht werden. **Konrad Heresbach** Konrad Heresbach wurde am 2. August 1496 auf Gut Heresbach geboren; er starb am 14. Oktober 1576 in Rees. Der Sohn eines begüterten Landwirts studierte die Artes Liberales _,_ Theologie und Jurisprudenz an deutschen, französischen und italienischen Universitäten. Seit 1520 war er mit Erasmus von Rotterdam, dem bedeutendsten Vertreter des europäischen Humanismus, befreundet, der ihm zunächst eine Professur für Griechisch in Freiburg vermittelte, 1523 dann die Stelle des Erziehers des Erbprinzen Wilhelm von Kleve. Noch vom Vater Wilhelms, Herzog Johann III., wurde Heresbach 1535 zum Geheimen Rat ernannt. Diplomatische Missionen führten ihn an zahlreiche Höfe Europas. Daneben war er auf verschiedenen Reichstagen, zahlreichen Synoden und Religionsverhandlungen vertreten. Durch seine Bücher über die Landwirtschaft wird er auch als Vater der modernen Agrarwissenschaften bezeichnet. Weitere Informationen zu seiner Biografie gibt es auf der Website der Stadt Mettmann. _Kontakt:_ Stadtverwaltung Mettmann Stadtarchiv Stadtarchivar Marinko Betker M. A. Neanderstr. 85 40822 Mettmann Tel: 02104 / 980-159 Fax: 02104 / 980-720 E-Mail: archiv@mettmann.de Quelle: Kreisstadt Mettmann, Pressemeldung, 28. Juli 2026.

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Interessante Grabsteine auf einem alten Friedhof bei Damietta gefunden https://blog.selket.de/aus-der-archaeologie/interessante-grabsteine-auf-einem-alten-friedhof-bei-damietta-gefunden

Interessante Grabsteine auf einem alten Friedhof bei Damietta gefunden

An der antiken Begräbnisstätte Tell el-Deir in der Nähe der Stadt Damietta fand die dort grabende ägyptische Mission Tonsärge, Begräbnisamulette und Ritualgefäße. Das Besondere an diesem Fund sind aber etwa 20 Grabsteine aus Kalkstein, in die menschliche Formen gemeißelt wurden. Nekropole von Tell el-Deir. Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten Damietta ist eine Hafenstadt am Mittelmeer. Sie liegt im östlichen Nildelta, etwa 200 km nördlich von Kairo. Die Antikenbehörde, das Supreme Council of Antiquities, gräbt dort seit Jahren in der Nekropole Tell el-Deir, die bis zum Ende der römischen Zeit genutzt wurde und in der Antike eine der größten Begräbnisstätten des Nildeltas war. Die ungewöhnlichen Grabsteine oder Grabstelen stellen auf der Vorderseite menschliche Figuren dar. Die anderen Seiten sind dekoriert mit religiösen Symbolen und Bildern, darunter der Vogel Greif, ein mythisches Mischwesen aus Löwe und Adler. Der Greif, lateienisch Grypus, ist aus alten griechischen und römischen Texten bekannt. Mit den Stärken des Königs der Landtiere und des Königs der Lüfte handelte es sich um ein besonders mächtiges Wesen. Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten Weiter finden sich Darstellungen des griechischen Gottes Agathodaimon, der oft als Schlange dargestellt wurde, sowie der ebenfalls schlangengestaltigen Göttin Isis Thermouthis. Diese Ikonografie zeigt eine einzigartige Verquickung altägyptischer, griechischer und römischer Elemente der Mythologie. Daneben wurden eine Reihe von rituellen Tonwaren gefunden, wie Räucherschalen und verzierte Öllampen, sowie tonnenförmige, anthropoide Tonsärge und eine große Anzahl an Begräbnisamuletten. Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten Hesham El-Leithy, Generalsekretär des Supreme Council of Antiquities, betonte, dass es sich hier nicht nur um einen Friedhof handelte, sondern um einen vollausgestatteten Begräbniskomplex, der religiöse, soziale und kulturelle Aspekte hatte. Tell el-Deir sei damit eine der wichtigsten archäologischen Stätten des östlichen Nildeltas, die nicht nur dabei helfe, die Bestattungskulturen der unterschiedlichen Epochen zu verstehen, sondern die auch zu einem besseren Verständnis der Siedlungsgeschichte Damiettas in der Antike beitrage, sagte El-Leithy. Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten Foto: Tourismus- u. Antikenministerium Ägypten

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Die Bibliothek des Katholischen Gymnasiums Glogau und ihre Spuren im Archiv des Gesamtkatalogs der Wiegendrucke https://histgymbib.hypotheses.org/33268

Die Bibliothek des Katholischen Gymnasiums Glogau 
und ihre Spuren im Archiv des Gesamtkatalogs der Wiegendrucke

Im Archiv der Staatsbibliothek zu Berlin liegen die Arbeitsunterlagen eines der größten bibliografischen Langzeitprojekte überhaupt: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts erfasst der Gesamtkatalog der Wiegendrucke (GW) alle weltweit bekannten Inkunabelausgaben. Die Arbeitsmaterialien des GW umfassen neben einer eigenen Handbibliothek und zahlreichen Karteikarten auch sämtliche Manuskriptzettel, die dem gedruckten GW als Vorlage dienten sowie ordnerweise Korrespondenzen mit Institutionen, Antiquaren und privaten Sammlern. Dass einige dieser Ordner aus der Frühphase des GW mit einem „Panzerrand“ versehen waren, klingt wie eine Vorahnung der Katastrophen, die das Jahrhundert noch bereithalten würde und die auch den Fortlauf des Großprojekts erheblich beeinträchtigen sollten. So befinden sich unter jenen historischen Arbeitsmaterialien immer wieder Spuren von Bibliotheken, die in Kriegs- und Nachkriegszeiten verloren gegangen sind. Eine dieser Bibliotheken ist die des Katholischen Gymnasiums zu Glogau (Głogów). Das Gymnasium wurde 1626 als Jesuitenschule gegründet und war die älteste Schule der Stadt.1 Anfang des 20. Jahrhunderts verfügte die Einrichtung – wie alle höheren Schulen im deutschsprachigen Raum – über mehrere Lehrmittelkabinette, die mittels eines jährlichen Etats erweitert und durch die jeweiligen Fachlehrer gepflegt wurden. Der Bestand der Lehrerbibliothek belief sich 1915 auf 14040 Bände.2 Ein zweiteiliger Katalog der Lehrerbibliothek3 von 1895 und 1897 listet zwei Drucke des 15. Jahrhunderts auf, deren zugehörige Ausgaben allerdings auf Grundlage des knappen Katalogeintrags nicht identifiziert werden können. ###### Inkunabeln im Reisegepäck Zunächst überrascht es, dass diese schulische Sammlung in den frühesten Unterlagen des GW überhaupt nicht erscheint, lässt doch das Zusammenspiel dieser Faktoren – zunächst die Gründung als Jesuitenschule, der große Umfang der historischen Lehrerbibliothek, die Nennung zweier Inkunabeln im Bibliothekskatalog – eigentlich vermuten, dass die Schule als Bestandshalterin einer Inkunabelsammlung in Betracht kommt. Tatsächlich war es aber der Religionslehrer der Einrichtung, Studienrat Paul Knauer,4 der sich erst im Januar 1942 schriftlich an die Bearbeiter des GW wandte, nachdem er die Lehrerbibliothek seiner Schule vergebens in den bereits erschienenen Bänden des Gesamtkatalogs gesucht hatte: > „In der Lehrerbücherei des Staatlichen Gymnasiums Fridericianum befindet sich eine grössere Anzahl Wiegendrucke. An der Hand des bisher erschienenen Gesamtkatalogs der Wiegendrucke habe ich festgestellt, dass diese hier liegenden Drucke der Kommission für den Gesamtkatalog noch nicht bekannt sind. Ich übersende darum hiermit die zugehörigen Karteikarten, die von einem früheren Bibliothekar ziemlich getreu angefertigt worden sind.“5 Knauer bot sogar an, eine geplante Reise nach Berlin Ende des Monats zu nutzen, um in der Staatsbibliothek vorstellig zu werden und gegebenenfalls die Karteikarten wieder mitzunehmen. Wie viele Karteikarten es waren, also wie viele Inkunabeln in Głogów aufbewahrt wurden, kann nicht mehr festgestellt werden. Aus der Antwort auf Knauers Brief geht hervor, dass die Schulbibliothek „bei der Generalinventarisierung der Inkunabeln Deutschlands, die in den Jahren 1906–1911 stattfand, leider übersehen worden“ sein muss. Knauer wurde außerdem gebeten, bei seinem Besuch in Berlin drei Bände mit Inkunabeln mitzubringen, deren genaue Identifizierung mittels der Karteikarten nicht möglich war. Der Aufwand lohnte sich: In einem der Sammelbände befand sich eine bis heute einzigartige Ausgabe eines Prognosticons auf das Jahr 1486, das in Köln von Heinrich Quentell gedruckt wurde. Der entsprechende GW-Manuskriptzettel, der online eingesehen werden kann,6 vermerkt, dass in Berlin Fotografien von diesem besonderen Fund angefertigt wurden – wenige Jahre bevor sich die Bibliothek des Katholischen Gymnasiums praktisch in Luft auflösen würde. GW-Manuskriptzettel mit Glogau als einzigem nachweisbaren Bestand und Vermerk “Photos vorh.” Die Korrespondenz mit dem Studienrat sowie der Vermerk auf dem Manuskriptzettel vermitteln einen besonderen Einblick in die Arbeit des GW: Der Katalog entstand nicht allein am Schreibtisch, sondern in engem Austausch mit Bibliothekaren, Lehrern und anderen lokalen Kennern historischer Sammlungen. Die auf diese Weise zusammengetragenen Informationen wurden nicht nur auf den Zetteln notiert, sondern auch durch Fotografien, Sichtungsvermerke, Archivierung von Korrespondenzen und Angaben von Quellennachweisen gesichert. ###### Verhaltene Spurenlagen Während der verheerenden Kämpfe um die zur Festung erklärte Stadt wurde Glogau 1945 fast vollständig zerstört.7 Die Innenstadt lag gänzlich in Trümmern und damit auch das Gebäude des Katholischen Gymnasiums mit seiner angrenzenden Kirche. Mit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung endete die Geschichte der Schule. Der Gebäudekomplex ist mittlerweile restauriert und wird als katholische Kirche genutzt, während das ehemalige Schulgebäude als Gemeindeverwaltung und Pfarrei dient. Der Verbleib der schulischen Sammlungen ist unbekannt, wenn auch die Bibliothek nicht vollkommen verschwunden ist. So lässt sich zumindest eine Handschrift nachweisen, die einst dem Katholischen Gymnasium gehörte und die sich heute in der Universitätsbibliothek Freiburg befindet. Sie muss in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Besitz eines Sammlers juristischer Handschriften gelangt sein.8 Auch in polnischen Einrichtungen finden sich vereinzelt Exemplare der einstigen Schule: vier Bücher mit Bibliotheksstempel BIBLIOTHECA REG. CATH. GYMNAS. GLOGOVIENSIS lassen sich im Archäologisch-Historischen Museum Głogów nachweisen; einige Archivalien werden im Staatsarchiv Zielona Góra aufbewahrt.9 Die Schlossbibliothek Kórnik, in der Nähe von Poznań, ist in Besitz eines Buchs aus den Beständen der ehemaligen Lehrerbibliothek und einige Bücher müssen es bis ins 400 km entfernte Kraków geschafft haben: Die Bibliothek der dortigen Technischen Universität bewahrt fünf Bücher mit entsprechendem Stempel auf. Von den Inkunabeln fehlt bislang jede Spur und dass sie in absehbarer Zeit wieder auftauchen, ist unwahrscheinlich. Nachdem der in den 1890er Jahren verfasste Katalog der Lehrerbibliothek im Teil mitten im Buchstaben I abbricht, sowohl der alte Bibliothekskatalog10 als auch die historischen Karteikarten der Bibliothek und nicht zuletzt die Bibliothek selbst verschollen sind, stellen sich die Unterlagen des Gesamtkatalogs der Wiegendrucke als die wichtigsten Zeugnisse dieser historischen Sammlung heraus. Briefe, Manuskriptzettel und Randnotizen dokumentieren den Moment kurz vor dem Ende der Bibliothek und das Engagement eines Lehrers, der die Bestände seiner Schule durch die wissenschaftliche Erschließung sichern lassen wollte. Da die Sammlung nicht mehr existent ist und auch die Schule nicht mehr weitergeführt wurde, gelangten Hinweise auf die Schule als Bestandshalterin von Inkunabeln weder in den gedruckten noch in den online GW.11 Es sind nurmehr die Arbeitsunterlagen des GW, die überhaupt noch von der Existenz dieser Schulbibliothek erzählen. 1. Vgl.: [Eduard] Gfrörer: „Das höhere Schulwesen Glogaus“, in Erwin Stein (Hg.): Das Buch der Stadt Glogau (Reihe: Monographien deutscher Städte, Bd. 17), Glogau 1926, S. 160–177, hier S. 167. [↩] 2. Vgl.: Jahresbericht über das Königliche Katholische Gymnasium zu Glogau für das Schuljahr 1914/1915, S. 18. [↩] 3. Bernhard Sckeide: Katalog der Lehrerbibliothek des Königl. Katholischen Gymnasiums zu Glogau, Teil I: Glogau 1895; Teil II: Glogau 1897. [↩] 4. Handbuch des Erzbistums Breslau für das Jahr 1942, Breslau 1942, S. 15. [↩] 5. Paul Knauer an die Kommission für den Gesamtkatalog der Wiegendrucke am 12. Januar 1942, im GW-Korrespondenzordner Göttw-Gz, o. Bl. [↩] 6. M34688 [↩] 7. Ein Foto des völlig zerstörten Gymnasiums findet sich hier: https://www.glogauerheimatbund.de/pages/NGA-Artikel/2015/NGA15_04Stadt_Festung_Glogau.html [↩] 8. Vgl. zu dieser Sammlung u. a.: Hans-Jochen Schiewer: „Die Sammlung Leuchte. Eine Berliner Privatbibliothek mittelalterlicher deutschsprachiger Handschriften“, in ders. (Hg.): Die Präsenz des Mittelalters in seinen Handschriften, Tübingen 2002, S. 337–350. [↩] 9. Ich danke Natalia Bartczak (Archäologisch-Historisches Museum Głogów) für die freundliche Auskunft. [↩] 10. Sckeide nennt im Vorwort zu seinem Lehrerbibliothekskatalog einen alten Katalog und verweist an mehreren Stellen in seinem Verzeichnis auf die Rubrik „Alte Drucke“, die dort allerdings nie gedruckt wurde. Es kann davon ausgegangen werden, dass es im alten Katalog eine Kategorie „Alte Drucke“ gegeben haben muss; dieser Katalog scheint jedoch verschwunden zu sein. [↩] 11. 2026 wurde in der Aufnahme zu M36820 der frühere Glogauer Bestand (Glogau Gym), der auch auf dem entsprechenden GW-Manuskriptzettel zu finden ist, im online GW nachgetragen. Dies ist bislang die einzige Aufnahme, die das Katholische Gymnasium Glogau als Bestandshalter angibt. [↩] Elisabeth Rudolph Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Elisabeth Rudolph (3. August 2026). Die Bibliothek des Katholischen Gymnasiums Glogau und ihre Spuren im Archiv des Gesamtkatalogs der Wiegendrucke. _bibliotheca.gym_. Abgerufen am 3. August 2026 von https://histgymbib.hypotheses.org/33268 * * * * * * * *

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Chersonesos: Weltkulturerbe auf der roten Liste https://archaeologik.blogspot.com/2026/08/chersonesos-weltkulturerbe-auf-der.html

Chersonesos: Weltkulturerbe auf der roten Liste

Die antike Stadt Chersonesos und ihr Umland im Südwesten der Krim wurde im Juli 2026 offiziell auf die Liste des gefährdeten Welterbes der UNESCO gesetzt. Diese Entscheidung fiel während der 48. Sitzung des Welterbekomitees in Busan, Republik Korea. Gründe für die Eintragung der Stätte in die Liste des gefährdeten Welterbes waren dokumentierte Belege für illegale archäologische Ausgrabungen, die großflächige Bebauung der Stätte und ihrer Pufferzonen, die Zerstörung des archäologischen Kontextes, die Verbringung von Kulturgut außerhalb der Krim sowie weitere Handlungen, die die Erhaltung ihres außergewöhnlichen universellen Wertes bedrohen. Die Zerstörungen durch Putins Propagandapark habe ich hier auf Archaeologik und für die EAA dokumentiert – verbunden mit dem Aufruf, dass die UNESCO handeln und der Stätte den Welterbestatus aberkennen müsse. * Russische Geschichtsfantasy in Chersonesos: UNESCO-Welterbetitel muss aberkannt werden. Archaeologik 4.8.2024. - https://archaeologik.blogspot.com/2024/08/russische-geschichtsfantasy-in.html * R. Schreg, Russian Fake Historyand the Destruction of Heritage Sites by Illegal Excavations TEA 86, 2025, 27-36. - https://www.e-a-a.org/EAA/News___Publications/TEA_86_content/Special_Section.aspx Das Kommitee begründete den Schritt juristisch mit zwei Kriterien der UNESCO-Richtlinien: * Nachgewiesene Gefahr (Ascertained Danger): Der reale, unumkehrbare Verlust der historischen Authentizität durch die modernen Überbauungen. * Potenzielle Gefahr (Potential Danger): Der anhaltende bewaffnete Konflikt, die mangelnde Rechtsstaatlichkeit durch die illegale Annexion sowie der negative Einfluss großflächiger urbaner Regionalprojekte. Hinzu kommt der mangelnde Zugang durch die verantwortliche Ukraine. Da sie seit 2014 keinen physischen Zugriff mehr auf das Territorium hat, kann sie ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen zum Schutz und Management der Stätte nicht nachkommen. Die Aufnahme in die „Rote Liste“ entzieht einer Stätte nicht den Welterbe-Titel. Sie ist jedoch ein internationaler Alarmmechanismus. Damit werden erweiterte UN-Überwachungsprozesse in Gang gesetzt, Gelder aus globalen Notfallfonds freigegeben und rechtliche Grundlagen für spätere internationale Strafprozesse wegen der Zerstörung von Kulturgütern im Krieg gefestigt. Chersonesos ist damit die erste Welterbestätte auf der von Russland besetzten Krim, die diesen Status erhält. ### Politische Reaktionen Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha und das Ministerium für Kultur begrüßten das Urteil als „wichtige internationale Bestätigung der russischen Zerstörungen“. Die Ukraine fordert nun verstärkte weltweite Kontrollen, um den illegalen Handel mit den geraubten antiken Kulturgütern aus der Krim zu stoppen. Westliche Staaten wie Polen, Tschechien und die Schweiz unterstützten den ukrainischen Antrag während der Sitzung aktiv. Der russische UNESCO-Vertreter Rinat Aljautdinow erklärte, Russland erkenne die Entscheidung nicht an. Moskau behauptet, die Maßnahmen vor Ort dienten dem „Erhalt“ und der „Restaurierung“ der Denkmäler. Tatsächlich zeigen die vorliegenden Informationen deutkich, dass Russland für seine nationale Propaganda Geschichte umdeutet und die Zerstörung authentischer Quellen dazu zumindest un Kauf nimmt. ### Weitere Stätten auf der Krim Chersonesos ist die einzige offizielle UNESCO-Welterbestätte auf der Krim. Daher bezieht sich die Rote Liste der UNESCO für die Krim rein auf diese Stätte. Dennoch äußern sich die UNESCO sowie internationale Experten im Zuge der aktuellen Beschlüsse auch zu anderen historisch bedeutenden Kulturdenkmälern der Krim, die unter Denkmalschutz oder far auf der Vorschlagsliste (Tentative List) der Ukraine stehen: Der Khanspalast von Bachtschyssaraj gilt als das wichtigste verbliebene Kulturdenkmal der indigenen Krimtataren. Die ukrainische Delegation (darunter Kulturministerin Tetjana Bereschna) hat bei der UNESCO-Sitzung explizit gefordert, auch den Khanpalast unter internationalen Schutz zu stellen. Russland führt dort seit Jahren sogenannte „Restaurierungen“ durch, bei denen laut Denkmalschützern historische Eichenbalken und authentische Ziegel mutwillig durch moderne Materialien ersetzt wurden. Kritiker werfen Moskau vor, die krimtatarische Identität und Geschichte gezielt auszulöschen (vgl. Archaeologik) 30.12.2017). --- Khanspalast Bakchissaraj (Foto: R. Schreg/RGZM) Auch andere archäologische Stätten der Krim geraten zunehmend ins Visier kommerzieller und militärischer Bauprojekte. Die byzantinische Festung Cembalo bei Balaklava ist durch ein großes Neubauprojekt mit Luxushotels und Yachthafen bedroht. Große Teile des geschützten Areals wurden freigegeben, um Platz für ein Luxushotel-Projekt russischer Oligarchen zu schaffen. Zuvor wurden dort wertvolle Kulturschichten aus dem 14. bis 18. Jahrhundert in einer Notgrabung untersucht. Archaeologik hat schon früher die Situation auf der Krim thematisiert (Label Krim). #### Das generelle Mandat der UNESCO zur Krim Da die UNESCO die Annexion der Krim völkerrechtlich nicht anerkennt, fordert das Welterbekomitee in seinen Resolutionen fortlaufend den Schutz aller beweglichen und unbeweglichen Kulturgüter auf der gesamten Halbinsel. Die Organisation ruft die internationale Gemeinschaft auf, den illegalen Handel und Schmuggel mit Antiquitäten zu stoppen, die bei unautorisierten Grabungen auf der Krim entwendet und nach Russland verbracht werden. [1] ### Links * Russia destroys irreplaceable fresco in ongoing destruction of 16th century Crimean Tatar Khan’s Palace khpg 7.3.2025.- https://khpg.org/en/1608814471 * Chersonesos Taurica wurde in die UNESCO-Liste des gefährdeten Welterbes aufgenommen. Visit Ukraine 24.7.2026. - https://visitukraine.today/de/blog/9051/chersonesos-taurica-has-been-added-to-unescos-list-of-world-heritage-sites-in-danger * UNESCO dds ancient greek city tauricChersonese in Crimea to world heritage in danger list. The Art Newspaper 24.7.2026. - https://www.theartnewspaper.com/2026/07/24/unesco-adds-ancient-greek-city-tauric-chersonese-in-crimea-to-world-heritage-in-danger-list * Tauric Chersonese has been inscribed on the UNESCO List of World Heritage in Danger. Crimea Platform 25.7.2027. - https://crimea-platform.org/en/news/tauric-chersonese-has-been-inscribed-on-the-unesco-list-of-world-heritage-in-danger/ * Ukraine: Ancient Chersonesos Taurica Added to UNESCO's List of World Heritage in Danger. Finestre de'll arte 26.7.2026.- https://www.finestresullarte.info/en/news/ukraine-ancient-chersonesos-taurica-added-to-unesco-s-list-of-world-heritage-in-danger * UNESCO: verabschiedete Erklärung. - https://whc.unesco.org/document/224736 * UNESCO: Antike Stadt auf Krim auf roter Welterbeliste. ORF 25.7.2026. -https://orf.at * UNESCO adds Tauric in temporarily occupied Crimea to “in danger” heritage list.ZMINA 23.7.2026. - https://zmina.info * Altstadt von Paramaribo und Taurisches Chersones bedroht. Pressemitteilung UNESCO 23.7.2026. - https://www.unesco.de * Chersonese in Russian-occupied Crimea added to UNESCO List of World Heritage in Danger. Kharkiv Human Rights Protection Group 24.7.2026. - https://khpg.org/en/1608815931 * UNESCO Lists Ancient Chersonesos in Temporarily Occupied Crimea as a World Heritage Site in Danger. United 24 Media 25.7.2026. - https://united24media.com/war-in-ukraine/unesco-lists-ancient-chersonesos-in-temporarily-occupied-crimea-as-a-world-heritage-site-in-danger-21006 mit Info auch zu Cembalo * ‘Putin’s Wallets' May Destroy a Medieval Fortress in Crimea for Profit. United 24, 29.1.2025. - https://united24media.com/latest-news/putins-wallets-may-destroy-a-medieval-fortress-in-crimea-for-profit-5459 * Russia’s construction on Crimea’s only World Heritage site exposed 500,000 artifacts. UNESCO has just declared complex is in danger . Euromaidan 25.7.2026. - https://euromaidanpress.com/2026/07/23/russias-construction-on-crimeas-only-world-heritage-site-exposed-500000-artifacts-unesco-has-just-declared-complex-is-in-danger/ * Aufnahme einer Stätte in die "Liste des Erbes der Welt". Regierung der Republik Österreich https://www.oesterreich.gv.at - Erklärung des Aufnahmeverfahrens der UNESCO ### Interne Links * Blogposts auf Archaeologik zu Putins Krieg gegen die Ukraine * Blogposts auf Archaeologik zur Krim [8] [9] https://x.com [10] [11] https://kyivindependent.com [5] https://mezha.net [6] https://theins.press [7] https://rchr.org.ua [8] https://pragmatika.media [9] https://visitukraine.today [10] https://uk.mfa.gov.ua [11] https://united24media.com [12] https://khpg.org [13] https://de.wikipedia.org [14] https://x.com

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Die Dinge bewegen sich von selbst … http://anguluscustodis.blogspot.com/2026/08/die-dinge-bewegen-sich-von-selbst.html

Die Dinge bewegen sich von selbst ...

Im Kloster gibt es ein geflügeltes Wort, das ich als Überschrift zitierte: "Die Dinge bewegen sich von selbst." Das muss nicht irritieren. Es ist einfach so. Und wie man damit umgehen möchte, ob man sich darüber erregt zeigt oder es einfach zur Kenntnis nimmt - das liegt an jedem selbst, an seiner momentanen Stimmung und Mentalität. Aber - vorweg gesagt: Emotionalität nützt da gar nichts. Es fängt zum Beispiel mit Werkzeugen an. Was nützlich ist und herumliegt, bekommt irgendwie Füße. Nicht jeder schafft es, Dinge, die er benutzt, weil er etwas gerade anlassbedingt benötigt, auch wieder dorthin zu bringen, wo er es entnommen hat. Und auf der anderen Seite fällt das Nichtvorhandensein von Dingen zumeist erst dann auf, wenn man ihrer wieder bedarf. Das Zeitfenster dazwischen kann das Vergessen fördern. Die meisten Klosterbewohner haben heute ohnehin mehrere Zuständigkeitsbereiche, sodass es nicht leicht ist, alles regelhaft im Blick zu behalten. Darin liegt zumeist keine böse Absicht. Es ist schlichtweg ein Benutzen, wessen man gerade bedarf, ohne sich um das Nachher ausreichend zu kümmern. Das Essen... In jedem Kloster gibt es "Refektormäuse". Das sind nicht etwa Nagetiere, sondern schwarz-weiß bekleidete ZweibeinerInnen. Und natürlich geht es in europäischen Breiten nicht um Brot, dass eigentlich immer da ist. Besonderes, z.B. Kuchen, Kekse, Schokolade oder ein Dessert, verschwindet, wenn keiner es sieht. In der Gemeinschaft wahrt jeder die Haltung. Geht aber im übertragenen Sinn das Licht aus, trifft man sich mitunter im Dunkeln ganz zufällig im Refektor wieder. Es ist ja zumeist nicht nur einer oder eine, der oder die gerne nascht oder knabbert. Kleidung und Wäsche hat im Kloster eine eingenähte Nummer. Doch die lässt sich durchaus auch wieder ändern. Das passiert zumeist nach dem Ableben von Mitbrüdern oder Mitschwestern. Manches wechselt jedoch auch zu Lebzeiten schon den Besitzer oder die Besitzerin. Wahrscheinlich ist die folgende Begebenheit, die mir in einem Schweizer Kloster erzählt wurde, nicht nur einmal und nicht nur dort passiert: Eine Schwester hatte eine schöne selbstgestrickte Jacke, die eines Tages spurlos verschwand und nicht wieder gesehen wurde. Nach längerer Zeit verstarb eine Mitschwester von ihr und wurde aufgebahrt. Man hatte sie mit einer Jacke aus ihrem Kleiderbestand bekleidet: jener Jacke, die vor Zeiten verschwunden war; und nun nahm der ganze Konvent die Tat zur Kenntnis. Aber auch das gibt es: Die Entsorgung unbenötigter oder nicht mehr benötigter Sachen. Wohin damit? Nicht alles geht ja über den Hausmüll, gerade dann, wenn die Trennung nur halbherzig ist, es noch funktioniert und man eigentlich bloß eine zweite Klosterzelle als Abstellkammer bräuchte. Irgendwo stellt man es dann einfach ungesehen ab. Manchmal wandert das Abgestellte dann zeitnah zu einem anderen Glied der Gemeinschaft, der es nützlich findet. Lässt man etwas zufällig oder situativ für einen Moment aus den Augen, könnte es somit auch schon anderswo gebraucht werden und fort sein. Nicht stets und ständig, aber hin und wieder schon. Und da das Loswerden durch ein Irgendwo-abstellen ein recht übliches Phänomen ist, müllt so manche Ecke über die Zeit zu, bis die verantwortlichen höheren Instanzen eingreifen oder den "Müll" schlichtweg beseitigen lassen. Die Erfahrung solcher Begebenheiten bringt aber noch ein anderes Phänomen hervor: Je nach persönlicher Ordnung gehen einem hin und wieder auch Dinge ab, die niemand genommen hat, die einfach am falschen Ort schlummern. Da kann es nun passieren, dass jemand unverschuldet verdächtigt wird. Gerade ältere Schwestern, vielleicht auch Mönche, sind anfällig dafür. Eine Verlusterfahrung von anno dazumal wird generalisiert, und als Übeltäter wird jemand gefunden, mit dem oder mit der man auch sonst im Zusammenleben stets seine Schwierigkeiten hatte. Daraus ergeben sich dann die skurrilsten Geschichten. Nun, die Dinge bewegen sich eben von selbst. Und daran muss man sich auch gewöhnen, wenn man in einem Kloster leben will.

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Trump lässt die Maler kommen! https://archaeologik.blogspot.com/2026/08/trump-lasst-die-maler-kommen.html

Trump lässt die Maler kommen!

POTUS Don. Trump hat in seiner Genialität eine neue Idee, wie man Denkmäler aufhübscht. Er will das steinsichtige Eisenhower Executive Office Building weiß-silbern streichen. Das ganze soll im Kontext seines Arch de Trump ein neues Farbkonzept für Washington etablieren. Der Eingriff am Gebäude unterliegt eigentlich der Genehmigung der Denkmalschutzbehörden. Trump will das mit präsidentieller Macht umgehen und seine Malertruppe entsenden. Die Anwaltsfirma Cultural Heritage Partners will eine einstweilige Verfügung erwirken, da hier kein Präzendezfall entstehen darf, wonach der Präsident ohne jede Expertise an Denkmälern rumpfuschen darf. Letztlich geht es also um weit mehr als den Denkmalschutz. Es ist ein erneuter Versuch von POTUS Don Trump, Seine Machtbefugnisse auszudehnen. Es würde hier ein Präzedenzfall geschaffen, wonach der Präsident nach Belieben Gesetze umgehen könnte. Fast gewinnt man den Eindruck, dass die Denkmalpflege ihm hier als Experimentierfeld dient, bei dem zu erwarten ist, dass es nur geringe Aufmerksamkeit und Resonanz findet Und seine Präzedenzfälle kaum Beachtung finden. Die bisherigen Erfahrungen mit Trumps Malern waren ja nicht besonders gut. Vielleicht wird die Farbe diesmal ja rosa und blättert auch nach zwei Tagen ab... * The Trump admin wants to test paint patches on an iconic DC building this week. Preservationists are trying to stop it.. CNN 29.7.2026. - https://edition.cnn.com/2026/07/29/politics/trump-eisenhower-executive-office-building-paint-test und auch auf https://www.local3news.com/regional-national/the-trump-admin-wants-to-test-paint-patches-on-an-iconic-dc-building-this-week/article_fb6574d2-dcc8-5b92-b018-83af29795fb0.html * Preservationists Move to Stop Trump from Testing New Paint on Iconic 1800s Landmark He Called ‘Ugly’ (Exclusive). People 29.7.2026. - https://people.com/preservationists-move-to-stop-trump-from-testing-new-paint-on-iconic-1800s-landmark-he-called-ugly-exclusive-12030583 ### Interne Links zu Donald Trumps Geschichtspolitik * --- Donald Trump und die geschlachteten Hunde und Katzen: KI-generiertes Symbolbild (Craiyon) Donald Trump auf Archaeologik

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TV-Vorschau 1. – 7. August 2026 http://historikerkraus.de/blog/2026/07/31/tv-vorschau-1-7-august-2026/

TV-Vorschau 1. – 7. August 2026

Viel Spaß bei der Auswahl der Geschichtssendungen der kommenden Woche. ## Samstag, 1. August * _„Seit 30 Jahren ist der Domherr und Astronom Nikolaus Kopernikus sicher, die Erde dreht sich um die Sonne. Doch das wäre eine Revolution im ausgehenden Mittelalter! Und den Universalgelehrten plagen Zweifel, denn seine mathematischen Berechnungen stimmen nicht mit den astronomischen Beobachtungen überein. Und vor allem: seine Erkenntnisse widersprechen der biblischen Schöpfungsgeschichte. Kopernikus ringt mit sich und seinem Glauben. Da tritt die Danziger Kaufmannstochter Anna Schilling in sein Leben und wird es weitreichend verändern.“_ Die Geschichte des großen Wissenschaftlers erzählt **ARD-alpha** in der zweiteiligen Doku „Geheimsache Kopernikus“. „Teil 1“ startet um 20.15 Uhr, „Teil 2“ um 21 Uhr. ## Sonntag, 2. August * _„Westlich von Rügen inmitten der Ostsee liegt eine kleine Insel, auf der das Leben noch immer etwas anders tickt: Hiddensee. Entdecken darf man sie nur zu Fuß, langsam und behutsam. Über Jahrhunderte wurde sie von Fischern und deren Familien bewohnt. Ab 1800 kommen dann Fremde auf die Insel, die nach jener Abgeschiedenheit suchen, die für die Einheimischen auch heute noch das Leben bestimmt. Hiddensee wird zum Sehnsuchtsort. Wer dem Alltag entfliehen will, kommt auf die Insel. Das kleine Eiland ist nicht nur ein Refugium für Künstler, sondern auch eine Nische für Andersdenkende und Aussteiger. Schriftsteller wie Gerhard Hauptmann, der Filmstar Asta Nielsen, später Albert Einstein, Gustav Gründgens, Joachim Ringelnatz – sie machen die Insel berühmt.“_ Der **MDR** stellt vor: „Hiddensee – Fluchtpunkt und Sehnsuchtsort“ (22 Uhr). ## Montag, 3. August * **Phoenix** beschäftigt sich um 22.15 Uhr mit „Hannah Arendt – Denken ist gefährlich“. — Um 23.45 Uhr folgt „Emilie Schindler – Die vergessen Heldin“. * „Das Bayerische Jahrtausend“ erreicht das „19. Jahrhundert: Fürth“ (**BR** , 22.45 Uhr). ## Dienstag, 4. August * Um 20.15 Uhr beginnt auf **Arte** der „Countdown in ein neues Zeitalter: Hiroshima“. _„Die Atombombe, die 1945 auf Hiroshima fiel, tötete mehr als 100.000 Menschen und symbolisierte das Ende des Zweiten Weltkriegs, aber auch den Beginn des Atomzeitalters. Der Dokumentarfilm schildert die Ereignisse vor, während und nach der Detonation und erzählt anhand von Berichten der letzten Überlebenden die Geschichte dieses Wendepunktes mitten im 20. Jahrhundert.“_ — Um 21.50 Uhr folgt der „Spionagefall Robert Oppenheimer“. _„Als die USA in den Jahren von 1943–45 in Los Alamos die Atombombe entwickelten, standen J. Robert Oppenheimer, Leiter des Projektes, und seine Mitarbeiter unter enger Beobachtung durch das FBI sowie durch Spione der Sowjetunion. Anlässlich des 80. Jahrestages der Bombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki rekonstruiert die Dokumentation den ‚Spionagefall Oppenheimer‘.“_ ## Mittwoch, 5. August * _„Der Tag des Mauerbaus bestimmt auf lange Zeit das Leben vieler Kinder und Jugendlicher. Mehr noch als die Erwachsenen sind sie dem Geschehen total ausgeliefert, sind ohnmächtig in Bezug auf Politik und familiäre Entscheidungen. 28 Jahre lang sind Mauer und Stacheldraht eine vorgefundene Realität in ihrem Leben. Manche lehnen sich gegen ihren vorgezeichneten Lebensweg auf, andere finden sich mit der Teilung ab, die Familien auseinandergerissen, Menschen entwurzelt und Liebende getrennt hat._„Wir Kinder der Mauer“ _von Kristin Siebert und Christian von Brockhausen erzählt die Geschichte dieser Heranwachsenden zwischen 1961 und 1989.“_ **RBB** , 20.15 Uhr. * „Meyer-Burckhardts Zeitreisen – Mit 100 Jahre alten Reiseführern auf Spurensuche im Norden“ gehen um 21.45 Uhr im **NDR** weiter. ## Donnerstag, 6. August * Der **N-TV** -Geschichtsabend beginnt mit der zweiteiligen Doku „Hiroshima – Am Rande der Apokalypse“ (20.15 Uhr und 21.05 Uhr). — „Geheimverstecke der Diktatoren“ folgen um 22.05 Uhr. — Anschließend läuft die sechsteilige Reihe „Josef Mengele – Der Todesarzt von Auschwitz“ um 23.30 Uhr, 0.20 Uhr, 1.10 Uhr, 1.55 Uhr, 2.40 Uhr und 3.25 Uhr. ## Freitag, 7. August * Der erste Teil des biografischen Dramas „Ottilie von Faber-Castell – Eine mutige Frau“ (BRD 2019, Regie: Claudia Garde) läuft um 20.15 Uhr auf **3sat**. _„Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts: Der fränkische Bleistiftfabrikant Lothar von Faber bestimmt seine 16-jährige Enkelin Ottilie zur Firmenerbin. Um in der Männerwelt zu bestehen, lernt Ottilie alles über das Bleistiftgeschäft – von der Herstellung bis zur Vermarktung.“_ Fortsetzung folgt in einer Woche.

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