Renate Bergmann

@renatebergmann.bsky.social

geb. Strelemann, vierfach verwitwet, 82 Jahre alt, Berlin-Spandau

Mein Nachthemd ist an den Ärmeln nicht mehr schön und ganz dünn. Da werde ich Kirsten mal einen Hinweis geben, worüber sich die Mutti zu Weihnachten freuen würde, vielleicht kann ich so die übliche Flasche Doppelherz verhindern. Noch dazu alkoholfrei!

Eine wirklich schöne Lesung hatten wir gestern Abend im Kulturschiff am Senftenberger See. Wir haben tüchtig geschwitzt bei über 35 Grad und viel gelacht. Aber ich muss ja mal sagen: Was mit unseren Straßen los ist, das geht auf keine Kuhhaut.

BildBildBild

Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen. Heute reise ich nach Senftenberg. Dort lese ich im "Kulturschiff" vor! Hoffentlich kriegen wir kein Gewitter, es ist eine furchtbare schwüle Hitze. Die lachen doch alle, wenn ich vor Angst unter den Tisch krieche!

Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen. Man sollte ja immer sachte fahren, aber heute achten Se bitte besonders drauf: Es ist Blitzermarathon! Nicht, dass es Ihnen geht wie Kurt. Den haben se auf dem Weg zum Bäcker schon erwischt.

Bild

Kurt fährt uns gleich zum Geburtstag von Knete-Grete. Also, von Grete Stempler. Die hat früher bei der Sparkasse gearbeitet. Ilse und ich sind eingeladen. Na, zwei Stunden werden wir bleiben, vor dem Abendbrot holt Kurt uns wieder ab. Zur Sicherheit habe ich trotzdem eine Tupperbüchse eingesteckt.

Ich glaube, ich bin heute mal faul und nehme einfach was aus dem Tiefgefrierer raus statt groß zu kochen. Eigentlich müsste ich noch Gulasch haben, aber .... lassen wir es erstmal auftauen. Es kann auch sein, dass es Soljanka gibt. Man wird sehen.

Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen. Wir haben herrlichen Landregen. Das Geprassel der Tropfen an den Fensterscheiben ist fast so laut wie das Bollern vom Tauchsieder im Kaffeewasser. Es ist beinahe ein bisschen gemütlich.

Ich habe Hilde Ackermann auf dem Friedhof getroffen und wir waren gemeinsam noch außerhäusig essen. Es gab zart geschmorte skandinavische Fleischbällchen auf seidigem Kartoffel-Purée, vollendet mit glacierten jungen Erbsen, dazu ein Chatney aus feinen Preiselbeeren.

Bild

Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen. Wir haben hier in Berlin immer noch "Klebewetter". Es hat sch nicht abgekühlt und keinen Regen gegeben. Ich werde mich mal mit der Gießkanne auf Friedhofstour begeben.

Gertrud hat mich von Ellie Pätzold gegrüsst. Ich habe so getan, als ob ich wüsste, wer das ist, und mich bedankt. Wenn man da groß nachfragt, steht man sehr schnell als tüddelig da. Aber ganz ehrlich habe beim besten Willen keine Ahnung, wer das sein sollte. Pätzold... nee. Ich kenne keine Pätzold.

Heute gucke ich "Aktendeckel XY" bei Stefan und Ariane. Ich darf aber nicht im Sessel sitzen, sondern muss auf die Couch. Ariane behauptet, ich würde sonst vor Angst wieder so in die Sessellehne krallen, dass die kaputtgeht. Pah!

Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen. Genießen wir den Sommer, wissen Se, der Herbst mit seinen trüben Tagen kommt früh genug. Keine vier Wochen noch, und es gibt wieder Marzipankartoffeln und Lebkuchen!

Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen. Heute ist wieder Ferien-Verpflegung für den kleinen Berber dran. Er hat sich Paprikaschoten gewünscht. Na, das ist mir doch ein Leichtes! Da mache ich aber noch rote Grütze mit Vanillesoße als Nachtisch dazu.

„Wenn der Pfannkuchenteig Blasen schlägt, steht eine Verlobung ins Haus“, hat Oma Strelemann immer gesagt. Erst nach der Hochzeit mit Otto habe ich erfahren, dass sie mit Sprudel nachgeholfen hat. Wer weiß, wie sonst alles gekommen wäre! Eine schöne neue Woche wünscht Renate Bergmann.

Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen. Ich bin mit der Hausordnung dran! Ach, das sind immer die schönsten Sonnabende, wenn ich den Flur bohnern kann! Ich stelle die Ernst-Mosch-Schallplatte ganz laut und lasse die Tür auf, dann schallt es fröhlich durch den Flur und es putzt sich beschwingt.

Ariane wird sich freuen. Ich habe alles ein bisschen praktischer eingeräumt in ihren Küchenschränken. Die Tassen stehen jetzt da, wo vorher die Gewürze waren, die Gewürze habe ich zu den Pfannen geräumt und die Teller hinter die Töpfe. Die wird Augen machen, wenn sie aus dem Urlaub kommt!

Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen. ‪Stefan und Ariane sind in den Urlaub gefahren. Ich habe den Schlüssel. „Aber nur für den Notfall, Tante Renate!“, haben se gesagt. Die Küchenschränke sind ein Notfall, glauben Se mir! ‬

Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen. Ich musste mir gestern den von Ursulas bockelhartem Handtuch geschundenen Nacken mit Wundsalbe einreiben. Wie ich gerade die Hände im Nacken habe, kommt unsere kleine Lisbeth rein und ruft: "Mama, Oma Nate tanzt Macarena!" Nee, was haben wir gelacht!

Ich habe Ursula schon so oft gesagt, sie soll einen Spritzer Essig ins letzte Spülwasser der Handtücher geben, damit sie schön weich werden. Aber bevor die auf eine olle Frau hört, rubbelt sie der Kundschaft im Frisierstuhl lieber die Nacken wund. Wie ein Würgeopfer sehe ich aus!

Der kleine Berber hat wieder tüchtig zugelangt und drei Eier verputzt. Ach, es macht mir solche Freude, wenn es dem Besuch schmeckt! Zum Nachtisch hatte ich noch Schokoladenpudding mit Vanillesoße gemacht. Das schmeckt ja immer.

Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen. Heute habe ich wieder den kleinen Berber als Mittagsgast, den Jemie-Dieter. Es gibt Senfeier. So, wie der letzte Woche bei den Königsberger Klopsen reingehauen hat, plane ich wohl besser eine Handwerkerportion für ihn ein.

Hier schreibt Renate Bergmann, guten Morgen. Jetzt ist das Gedöns um die Fußballspielerei zu Ende. Ich dachte schon, die werden gar nicht mehr fertig. Das ging ja schon seit Juni! Wissen Se, ich fahre lieber mit Ilse und Kurt zur Kreisliga, wenn der Jonas, der Urenkel, spielt. Das ist viel schöner.