Sarah von den Sarggeschichten

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Macht Erklärfilme zu Sterben,Tod u Trauer, damit Menschen Mut finden, Abschiede selbstbestimmt zu gestalten. Die Filme sind auf YouTube u unser Buch gibts im Laden😊 Bestatterin mit @thanatos.bsky.social sarggeschichten.de trauern-und-hoffen.de

„Können Kinder auch sterben?“ fragt der Junge seine Mutter. „Nein.“ sagt sie erschrocken. „Du stirbst erst wenn Du ganz alt bist.“ Er war verwirrt. Im Kindergarten hatte ein Kind vom Tod des Geschwisterchens erzählt, der Beerdigung und dass alle geweint hatten. Das traute er sich nicht zu erzählen.

„Grief, I’ve learned, is really just love. It’s all the love you want to give, but cannot. All that unspent love gathers up in the corners of your eyes, the lump in your throat, and in that hollow part of your chest. Grief is just love with no place to go.“ Jamie Anderson

Als ihre Tochter stirbt bietet Lottes Mutter an, die Babysachen zum Flohmarkt zu bringen. Zehn Jahre später bekommt Lottes beste Freundin ein Baby. Im Keller der inzwischen verstorben Mutter findet sie die Babysachen. Jetzt trägt Annas Sohn die Jacke von Lottes Tochter und Beide freuen sich daran.

Es ist Muttertag Für Mütter, die ihre Kinder verloren haben, Frauen, die gern Mütter geworden wären, Kinder, die unter ihren Müttern leiden, Mütter und Kinder, die Konflikte haben, Kinder, die keine Mutter mehr haben (Liste unvollständig) ist heute kein leichter Tag! Gedanken auch für sie 💚

Ich werde öfter von Leuten gefragt was mein schlimmstes Erlebnis als Bestatterin gewesen ist. Sie erwarten dann grausige Todesfälle oder dramatische Trauerreaktionen. Tatsächlich sind für mich andere Dinge schlimm. Beispielsweise die alte Dame, deren Mann gestorben war. Sie hat ihn lange gepflegt.

Grabstein mit Figur, einer Frau, die in die Ferne blickt. Oben nimmt ein Engel die verstorbene Person in Empfang

Der ältere, kranke Herr suizidiert sich assistiert, friedlich im Kreise seiner Lieben. Er ist wohlhabend, lebt in einem feinen Viertel. Die Polizei ist freundlich bei der Beschlagnahmung. Die Familie wird hinterher sagen, es war gut so. Menschen die arm sind, können sich so einen Tod nicht leisten.

Trotz Sonne ist es eisig am Grab und die Trauernden frieren. „Sie hat uns Sonne geschickt, aber ein paar Grad wärmer wäre schön gewesen.“ sagt eine Frau. „Sie möchte dass wir näher zusammen rücken und uns gegenseitig wärmen.“ sagt eine Andere. Da nicken plötzlich alle und lächeln. Ja, so war sie.

„Na,was machen Sie beruflich?“ fragt die Frau beim Arzt. Als ich antworte schaut sie mich erschrocken an und sagt: „Also bei uns starb noch keiner. Alle Großeltern leben noch. Das Thema hat mich bis jetzt verschont. Ich hoffe, dass es auch dabei bleibt.“ Ich überlege was ich jetzt darauf sage…

„Wenn ich mal tot bin wird es Dir leid tun, dass Du jetzt nicht zu Besuch gekommen bist.“ sagt der Vater als die Tochter mit Freunden wegfährt. Solche Sprüche von Eltern zu Kindern sind nicht nur ein manipulatives Spiel mit Schuldgefühlen, sie können auch beklemmende Furcht vor dem Tod auslösen.

„Die Tierärztin kam auf die Koppel u ich konnte mein Pferd im Arm halten, als es eingeschläfert wurde.“erzählt die junge Frau. „Ich hab ihn noch einen Tag bei mir gehabt, konnte bei ihm sitzen u hab ihn gestreichelt. Dann kam der Tierbestatter u konnte ihn abholen. Ich bin dankbar für diese Zeit.“

Familie und Freunde sitzen seit Tagen am Sterbebett des jungen Mannes im Hospiz. Die Küchenhilfe beobachtet sie und bringt Teller mit liebevoll gemachten Schnittchen. Erst schauen sie irritiert, dann essen sie dankbar. Wer einen Menschen beim Sterben begleitet vergisst schnell eigene Bedürfnisse.

Auf manchen Veranstaltungen haben wir unseren roten Sarg dabei und bieten Probeliegen an. Dabei fragen Menschen oft ob man denn immer auf dem Rücken im Sarg liegen muss. Die Antwort seht ihr auf dem Bild. Ihr könnt im Sarg liegen wie ihr möchtet. Ich würde nur darauf hinweisen dass

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„Nee, hier stirbt keiner. Hier wird gelernt. Trauer ist da kein Thema.“ sagt der Schulleiter und lehnt einen Projekttag über Trauer ab. An dieser Schule gibt es ca.1200 Schüler*innen. Die haben Eltern, Großeltern, Geschwister, Tanten, Onkels, Freund*innen… Es wäre ein Wunder, wenn keiner stirbt!

„Ihre Mutti ist grade eingeschlafen.“ sagt die Pflegekraft am Telefon. Der Sohn versteht nicht und legt auf. Dann ist er verwirrt ruft zurück und begreift nach zehn Minuten dass seine Mutter gestorben ist. Menschen in Krise brauchen klare Worte! Wenn ihr „gestorben“ meint, sagt bitte „gestorben“.

Sorry ihr Lieben, ich hab vergessen vorher Bescheid zu sagen! 🙏 Ich war heute beim rbb und hab mich mit Ingo Hoppe über schöne Abschiede, die Kesslerzwillinge und warum mir mein Beruf so viel Spaß macht unterhalten. Es war ein kurzweiliges Gespräch. Danke dafür! 😊💚

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Ich war heute in Bonn beim 10. Deutschen Kinderhospizforum. Dort durfte ich einen Workshop halten zum Thema selbstbestimmtes Abschiednehmen. Es war sehr schön und so viele nette Menschen waren dort. 🙏 Und ein lieber Techniker hat mir extra einen grünen Stift organisiert, denn es gab keine. 💚🥰

Ich stehe vor dem Smartboard wo mein Workshop steht. Selbstbestimmte BestattungAuf einem Laptop steht ein grüner Stift Plenum 10. Kinderhospizforum mit musik Eine Stellwand mit ganz vielen Wörtern rund um Kinderhospizarbeit

Bei vielen Bestattenden die ohne Zugehörige versorgen gehört Nagelpflege zum Programm. Da fällt mir die Frau ein, die immer Erde aus ihrem geliebten Garten unter den Nägeln hatte. „Sollen wir die sauber machen oder so lassen?“ fragte ich. „Unbedingt lassen,“ sagen ihre Kinder„so sind ihre Hände.“

In Japan gibt es ein Windtelefon in einer stillgeleg- ten Telefonzelle. Die Idee dazu hatte der japanische Gärtner Itaru Sasaki, der 2010 seinen Cousin verlor, der ihm sehr nahestand. Er vermisste die Ge- spräche, die die beiden verbunden hatten, und kaufte eine alte Telefonzelle,

Telefonzelle in einem Garten

John war zu Sam gezogen um ihn zu pflegen als der Krebs schlimmer wurde. Er sagte:„Ich bin kurz weg. Geh nicht auf die Treppe,Du bist so schwach auf den Beinen!“ Sam war bekannt für seinen Widerspruchsgeist. Als John wenig später heim kam,fand er ihn tot zusammengesunken auf der Treppe. Es passte.

Wenn Friedrich Merz sich auch nur ansatzweise interessieren würde dafür, was gut für meine Töchter ist, nähme er die Klimakrise ernst, würde den Verbrennungsmotor in Rente schicken, Überreiche fair besteuern und nie mehr AfD-Parolen nachbellen.

Ich kotze. „Fragen Sie mal Ihre Töchter“, entgegnet Merz einen Journalisten, der nachfragt, ob eine Entschuldigung angemessen wäre. Zur Erinnerung: Junge Frauen haben die CDU kaum gewählt. Die Merz-Regierung macht keinerlei Gleichstellungspolitik. Aber Frauen für Rassismus instrumentalisieren.

Johannes Hillje@jhillje.bsky.social · 10mo ago

“Ich habe gar nichts zurückzunehmen” - sagt #Merz heute zu seiner “wir haben im Stadtbild noch dieses Problem”-Äußerung in Bezug auf Migration.