Weltgeschehen. Besonders nagend, dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich diesen ganzen Irrsinn in mein Leben einbauen soll.
William Schmidt
@splitterer.bsky.social
lecturer in linguistics | passionate about languages | Baltimore MD | all photos by me (except for reposts)
Sommer, Balkon, Weinglas ... Wie wär’s mit einer kleinen Geschichte? 👉🏼 Zu spät. Über den ersten Schnee und die erste Liebe, über die vergebliche Suche nach K. und das schimmernde Weiß zweier Birken
Zu spät
Über den ersten Schnee und die erste Liebe, über die vergebliche Suche nach K. und das Rattern der leeren Straßenbahn und das schimmernde Weiß zweier Birken
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In meiner Erinnerung sitze ich am Strand (hochoben segeln wie immer Möwen - ja, es möwt) und tue (weiß schon, "tun" schreibt man nicht, sieht nicht so gut aus) und tue, was man nicht tun sollte: nichts.
Das Denken. Gibt so Tage, da müsste mir irgendwer versprechen, dass das für etwas gut ist.
Er mit kritischem Blick. Sie mit wissendem Blick. Und sonst? Dunkle, ernste, fragende, glasige, hilflose, lange, leere, rasche, schnelle, verzweifelte Blicke. Meine unablässige Lust am Anblick von Blicken - in Augenblicken.
Gegen Mittag verließ ich das Haus, ließ den ganzen profanen Krempel im Haus Krempel sein und ging (mangels Meer) in den Wald. Um mich, mit einer unübersichtlichen Anzahl von Schritten, begleitet vom Wind und Zwitschern, mal wieder dem Leben zu widmen. (Abgesang auf das Herumhocken)
Von Buch zu Buch. Gucken, was überdauert. (Geführte Buchregalwanderung)
Weiterschreiben ist nun auch wieder so ein Fieber, das nie runtergehen will.
Glück ist das Ding mit dem "bis auf einen kleinen Haken". Ach so.
Im Park, auf einem Grünstück im Schatten sitzend, gab ich mir die Erlaubnis, ein seelenvergnügter Träumer zu sein. Für eine ganze Stunde und mit nichts als Grün um mich herum. Ach ja: und mit blauem Himmel oben drüber. Das auch: mit blauem Himmel.
Das Schöne an Dates ist, dass ich Fremdheit als Zauber erfahren darf - zumal am Anfang.
Ich weiß, KI schreibt euch so eine Geschichte in Null Komma nix herunter. Aber wenn euch „Der Umzug“ gefallen hat und ihr noch viele Geschichten von mir lesen wollt – unterstützt mit einer Mitgliedschaft meine Arbeit an „Wolken und Kastanien“: 👉🏼 steady.page/de/renatus-d... Herzlichen Dank! ☁️ 🌰
Sommer 26 (nicht 69, das wäre ja ein Song). Also: den guten Willen Sommer zu sein, kann man ihm nicht absprechen, dem Sommer. Nur irgendwie scheint sein Temperament mit ihm durchgegangen. Oder vielleicht treibt ihn auch nur reine Neugier an: Was halten sie aus, diese kleinen Planetenkrabbler ...
Mein mutwillig verschlepptes Nachdraußengehen. (Scherz über das Wetter)
Er wurde geboren, lebte eine Weile und starb. (Rekonstruktion eines rätselhaften Lebens)
Vor einem zu erwartenden Regen übe ich Niedergeschlagenheit - weil das sprachlich einfach am besten passt.
So war es nicht, aber so hätte es sein können. (Die Macht der Fantasie)
Ein bisschen Verzauberung wäre jetzt nicht schlecht. Zweite Schublade von links - falls du die Anleitung suchst.
In meinem Plan die Welt zu retten ist auch enthalten, dass ich erst mal dich, mich selbst, zwei Igel und danach einen Fidschileguan (Brachylophus fasciatus) retten muss. Dann sehen wir weiter.
Darf ich jetzt zum Wesentlichen kommen? Prosecco. Durchaus, damit könnte man sich durch die Zeit leben.
Und irgendwie sitzt man mit seinem Leben ja immer auch ein Leben lang im Vorraum des Verschwindens.
Ist auch so ein Satz, der ebenso gute wie schlechte Gefühle wecken kann: "Nie wieder".
Was viele nicht wissen: Man muss gar nicht aufmachen, wenn die Erinnerungen anklopfen.
Diese völlig launegetriebenen Streitphasen meiner Nachbarn. Wie grausam egoistisch von denen, eine Streitpause einzulegen. Wo ich doch gerade dabei bin, lang und länger werdende Listen neuer Schimpfwörter mitzuschreiben.
Es wird angenommen, dass ich mich am wohlsten fühle, wenn ich liebeswerbende Enteriche beobachte. Das stimmt nur teilweise. Ich mag auch rätschende Eichelhäher und umherbrummende Fliegen. Ich denke, das Leben hat Groẞes mit mir vor.
Zum Abschied küssten wir einander auf die Wange. Ohne erkennbare Notwendigkeit. (Dates)
Auf der Suche nach der besseren Zeit hab ich mir eine übereinfache Vorstellung von der Welt zurechtgezimmert: hier gut, dort böse. Ich stehe natürlich hier. Stimmt schon, Weltschmerz treibt mich manchmal, peinliche Dinge zu tun.
Wunderbar kopflos durch die Bedeutungslosigkeit wandern. Ab und zu erlaube ich mir diese kleine Rebellion.