Sus Scrofa

@susscrofa.bsky.social

Bin KEINE Auskunftsstelle für alle Fragen hinsichtlich Pandemie oder Medizin. Wer solche Fragen an mich stellt, wird blockiert.

One of my favorite books is "Mistakes Were Made, but not by me." Some colleagues defend the uncomfortable insight that they are not familiar with a relatively common disease by badmouthing the few experts in this field. This is all at the expense of the patients.

One of my favorite books is "Mistakes Were Made, but not by me." I think this is also the reason why many doctors and medical professionals close their eyes to Myalgic Encephalomyelitis (ME) and Post-COVID-19-Syndrom.

ME has been recognized as a neurological disease by the WHO since 1969 and has a corresponding neurological ICD code. 

Some colleagues defend the uncomfortable insight that they are not familiar with a relatively common disease, have not diagnosed it, and have grossly underestimated it, by badmouthing the few experts in this field. 

This is all at the expense of the patients.

KI ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie verändert unsere Arbeitswelt bereits heute. 🧠 KI ist weder Heilsbringer noch Job-Killer. Sie ist ein Werkzeug. Ob daraus Fortschritt entsteht, hängt davon ab, wie wir Bildung, Weiterbildung, Ethik und Unternehmenskultur gestalten.

KI ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie verändert unsere Arbeitswelt bereits heute. 🧠

Im Podcast In aller Ruhe beschreibt Andrea Nahles KI treffend als „Brandbeschleuniger für Transformation“. Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob KI kommt, sondern wie wir den Wandel gestalten.

Ein wichtiger Gedanke: KI ersetzt meist nicht ganze Berufe, sondern einzelne Tätigkeiten. Dadurch verändern sich Berufsbilder – oft schneller, als uns bewusst ist. Das zeigt auch der Futuromat des IAB, der nicht Berufe, sondern deren Aufgaben analysiert.

Besonders interessant: Berufe können sich weiterentwickeln. Steuerfachangestellte etwa haben heute deutlich mehr beratende und verantwortungsvolle Aufgaben als noch vor wenigen Jahren. Dadurch sinkt ihr Automatisierungspotenzial. Die Lehre daraus: Anpassungsfähigkeit wird wichtiger als Routine.

Gleichzeitig geraten gerade Wissensberufe unter Druck. Recherche, erste Analysen, Textentwürfe oder Teile der Diagnostik lassen sich zunehmend durch KI unterstützen. Das verändert Karrierewege und stellt die Frage neu, welchen Wert Erfahrung künftig haben wird.

Für mich liegt die wichtigste Erkenntnis jedoch woanders: Der Wert menschlicher Arbeit verschiebt sich. Weniger hin zur reinen Produktion von Ergebnissen – mehr hin zu Verantwortung, Urteilsvermögen, Kommunikation und Zusammenarbeit.

KI ist weder Heilsbringer noch Job-Killer. Sie ist ein Werkzeug. Ob daraus Fortschritt entsteht, hängt davon ab, wie wir Bildung, Weiterbildung, Ethik und Unternehmenskultur gestalten.

Die Zukunft der Arbeit wird nicht von der leistungsfähigsten KI entschieden, sondern davon, wie gut Menschen lernen, mit ihr zusammenzuarbeiten.

Auch heute begegnen Patientinnen und Patienten mit ME oder Long Covid noch Ärztinnen und Ärzten, die diese Erkrankungen oder deren Schwere infrage stellen. Teilweise wird sogar bezweifelt, dass es sich überhaupt um klar definierte Krankheitsbilder handelt.

Auch heute begegnen Patientinnen und Patienten mit Myalgischer Enzephalomyelitis (ME/CFS) oder Long Covid noch Ärztinnen und Ärzten, die diese Erkrankungen oder deren Schwere infrage stellen. Teilweise wird sogar bezweifelt, dass es sich überhaupt um klar definierte Krankheitsbilder handelt.

Ein Blick auf den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zeichnet jedoch ein anderes Bild.

ME wird seit 1969 in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten der WHO geführt und ist in der ICD-11 unter den Erkrankungen des Nervensystems klassifiziert. Für die Diagnosestellung existieren evidenzbasierte klinische Leitlinien, darunter die NICE-Leitlinie NG206. Die internationale Forschung beschreibt konsistent biologische Veränderungen unter anderem im immunologischen, neurologischen und metabolischen Bereich. Gleichzeitig werden die noch bestehenden Wissenslücken transparent benannt – genau so funktioniert wissenschaftlicher Fortschritt.

Wissenschaft lebt von kritischem Denken und der kontinuierlichen Überprüfung von Hypothesen. Sie lebt jedoch ebenso davon, neue Evidenz anzuerkennen, wenn sie vorliegt. Gerade bei komplexen Erkrankungen ist es wichtig, dass Diskussionen auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse geführt werden – zum Wohl der Patientinnen und Patienten und einer guten interdisziplinären Zusammenarbeit.

Was mir auffällt: viele haben sichtlich mehr Mitgefühl mit Long-Covid-Betroffenen, die vorher sportlich waren. Wer hingegen übergewichtig war oder Asthma hatte, ist offenbar selber Schuld oder es ist halt Selektion. 🤯 Diese kalte Menschenverachtung schockiert mich immer wieder.

ICE is engaged in a very large escalation nationwide, with the agency claiming to be hitting record arrest numbers amid the return of quotas. This has gotten very little attention from the media because ICE learned lessons from the chaotic disasters of Kristi Noem’s tenure. Keep a watch.

WA Whistles@wawhistles.bsky.social · 4w ago

ICE is surging in the Seattle area. (Map shows activity in the last week) Do you have your whistle with you?

Map of ICE sightings from iceout.org, 7/1-7/8, showing Puget sound area between Fort Lewis and Marysville.

Wir sind jetzt buchstäblich im siebten Jahr der Pandemie und die Schweizer haben immer noch nicht begriffen, dass SARS-CoV-2 durch Aerosole übertragen wird. 🤷🏻‍♀️

Die gleiche Zugbegleiterin, die mich letztes Jahr gezwungen hat, die Maske bei der Kontrolle auszuziehen, hat mich jetzt zwar saublöd angeschaut, aber mir passiv-aggressiv lächelnd ein Desinfektionstüchlein gegeben, um meine Identitätskarte zu desinfizieren, nachdem sie sie in die Hände genommen hat. 

Wir sind jetzt buchstäblich im siebten Jahr der Pandemie und die Schweizer haben immer noch nicht begriffen, dass SARS-CoV-2 durch Aerosole übertragen wird. 🤷🏻‍♀️

Wenn Korrelation mit Kausalität verwechselt wird: der Denkfehler hinter Brain Retraining bei ME 🧠 Warum berichten manche über Erfolge mit Brain Retraining? Häufig geht der Besserung konsequentes Pacing voraus. Hinzu kommen Effekte wie Zuwendung, Selbstwirksamkeit, Placeboeffekte

Wenn Korrelation mit Kausalität verwechselt wird: der Denkfehler hinter Brain Retraining bei ME 🧠

Die Evidenzlage ist klar: Für kognitive Verhaltenstherapie als ursächliche Behandlung von ME/CFS oderPost-COVID mit Post-exertional Malaise (PEM) sowie für Brain Retraining existiert keine belastbare wissenschaftliche Evidenz. Die NICE-Leitlinie 2021 bewertete 19 Studien zur kognitiven Verhaltenstherapie – keine erreichte auch nur eine mittlere methodische Qualität.

Auch meine klinische Erfahrung deckt sich damit. Rund 90 % der von mir gemäss dem D-A-CH-Konsensusstatement behandelten Patientinnen und Patienten verbessern sich in unterschiedlichem Ausmass. Verschlechterungen sehe ich praktisch ausschliesslich nach Überlastung mit PEM oder nach Reinfektionen. Ich habe auch schwere Fehlverläufe erlebt, darunter eine junge Mutter mit Post-COVID, die durch kognitive Verhaltenstherapie wiederholt PEM erlitt und seither auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Warum berichten dennoch manche über Erfolge mit Brain Retraining? Häufig geht der Besserung konsequentes Pacing voraus. Erst dadurch wird überhaupt wieder eine höhere Belastbarkeit möglich. Wird anschliessend mit Brain Retraining begonnen, kann es leicht zu einer falschen Kausalattribution kommen: Die Verbesserung wird dem Brain Retraining zugeschrieben, obwohl Pacing die Voraussetzung dafür war, dass die Steigerung der Belastung überhaupt möglich wurde. Hinzu kommen unspezifische Effekte wie therapeutische Zuwendung, gesteigerte Selbstwirksamkeit, Placeboeffekte oder kognitive Dissonanz (z. B. Rechtfertigung von grossem zeitlichem und finanziellem Aufwand).

Dass es derzeit keine zugelassene kausale Therapie gibt, bedeutet nicht, dass jede Methode unkritisch eingesetzt werden sollte. Verfahren, die PEM nicht berücksichtigen, können Schaden verursachen. Zusätzliche ethische Fragen entstehen, wenn finanzielle Interessen wie Coaching oder Affiliate-Marketing eine Rolle spielen.

PAIS-Patientinnen und Patienten verdienen eine evidenzbasierte Diagnostik, qualitätsgesicherte Versorgung und eine Medizin, die sich konsequent an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert.

Fatigue und Belastungsintoleranz gehören zu den häufigsten Symptomen in der Medizin. Sie kommen unter anderem bei endokrinologischen, immunologischen, infektiologischen oder onkologischen Erkrankungen vor und sind daher diagnostisch wenig spezifisch.

Der entscheidende Unterschied bei Long Covid und Myalgischer Enzephalomyelitis (ME/CFS) ist die **Post-Exertional Malaise (PEM)**: eine ausgeprägte Verschlechterung nach körperlicher, kognitiver oder emotionaler Belastung. PEM ist nicht einfach “Erschöpfung”, sondern Ausdruck eines spezifischen pathophysiologischen Prozesses. Jeder Crash kann zu einer langfristigen, sogar irreversiblen Verschlechterung führen. Das D-A-CH-Konsensusstatement und die Kanadischen Konsensuskriterien stellen PEM deshalb ins Zentrum von Diagnostik und Therapie.

Über Jahrzehnte wurden erhebliche Forschungsressourcen in biopsychosoziale Erklärungsmodelle und Interventionen wie die kognitive Verhaltenstherapie investiert. Auch Programme wie Brain Retraining oder die Gupta-Methode beruhen auf ähnlichen Grundannahmen. Nach heutigem Wissensstand ist die Evidenz für eine krankheitsmodifizierende Wirksamkeit dieser Ansätze jedoch ungenügend. Die NICE-Leitlinie bewertet die Evidenz zur kognitiven Verhaltenstherapie als von sehr niedriger bis niedriger Qualität und leitet daraus KEINE Empfehlung zur Behandlung der Grunderkrankung ab.

Wenn das zugrunde liegende Krankheitsmodell nicht zutrifft, führen auch zahlreiche therapeutische Versuche nicht zum Ziel – wie Schlüssel, die an der falschen Tür ausprobiert werden.

qualitätsgesicherte Versorgung und eine Medizin, die sich konsequent an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert.  

Mit Sorge ist zu beobachten, dass in einzelnen Long-Covid- oder Fatigue-Angeboten Interventionen empfohlen werden, die über Affiliate-Marketing vertrieben oder von unzureichend qualifizierten Coaches angeboten werden. Das sollte Anlass sein, Qualitätsstandards konsequent zu stärken.

Deshalb sollte das BAG Mindeststandards für Long-Covid-Sprechstunden sowie für behandelnde Ärztinnen und Ärzte entwickeln. Diese sollten sich an international breit abgestützten Expertenkonsensen – insbesondere dem D-A-CH-Konsensusstatement – orientieren und dem aktuellen biomedizinischen Krankheitsverständnis Rechnung tragen.

PAIS-Patientinnen und Patienten verdienen eine evidenzbasierte Diagnostik, qualitätsgesicherte Versorgung und eine Medizin, die sich konsequent an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert.

Teures Nichtstun bezüglich Long Covid und ME/CFS 💸 Long Covid und ME/CFS kosten die Schweiz jedes Jahr Milliarden. So viel, dass der Harvard Ökonom David Cutler ausgerechnet hat, dass sich praktisch jeder Aufwand für eine frühe Diagnose, die bestmögliche Therapie und eine wirksame Prävention lohnt.

Teures Nichtstun bezüglich Long Covid und ME/CFS 💸💸💸

Long Covid und ME/CFS kosten die Schweiz jedes Jahr Milliarden. So viel, dass der Harvard Ökonom David Cutler ausgerechnet hat, dass sich praktisch jeder Aufwand für eine frühe Diagnose, die bestmögliche Therapie und eine wirksame Prävention lohnt. 

Die Schweiz macht davon - gar nichts.

Nur ein kleiner Bruchteil erhält eine frühe Diagnose und eine wirksame, zweckmässige und wirtschaftliche Therapie gemäss aktuellem internationalem Expertenkonsensus, und zur Aerosolkontrolle wird überhaupt nichts gemacht. 

Klar, solche Massnahmen kosten. Aber es ist wie wenn ihr Dach ein riesiges Loch hat: Es nicht zu reparieren kostet weit mehr! 🫣

The de Candolle family is one of Geneva’s greatest scientific dynasties, comparable to the Bernoullis in mathematics. Across four consecutive generations, they shaped modern botany for more than a century. Remarkably, the family home still stands directly opposite St. Pierre Cathedral.

Picture of an elegant house in the historic city centre of GenevaBild