Thomas Hörren

@thoerren.bsky.social

(he/him) Insektenforscher und Autor | Vorsitzender vom Entomologischen Verein Krefeld | Podcast-Host: Stimmen der Biodiversität | Biodiversität und ihr Verlust

Neuntöter spießen ihre Beute an Stacheldraht und Dornen von Gehölzen auf. Das führt zu solchen Funden. Der Mistkäfer lebte noch und zappelte ohne Bodenkontakt umher. Man kann in geeigneten Lebensräumen verschiedene größere Insekten bis hin zu kleinen Säugetieren als vorbereitetes Vogelfutter finden.

Ein Mistkäfer aufgespießt an einem Stacheldraht

Unter dem Biber leiden nur wenige Arten, die meisten profitieren von seiner Anwesenheit. Die vom Aussterben bedrohte Bachmuschel gehört zu den Arten mit hohen Einbußen nach seiner Rückkehr. Diese Population ist zum Glück noch da, in den wenigen fließenden Bereichen. Das ist ein Problem, weil…

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Ich bin heute live beim WDR ab 16.15 Uhr und es geht um biologische Vielfalt Warum können wir mittlerweile Gottesanbeterinnen, Asiatische Hornissen oder aber die Nosferatu-Spinne bei uns entdecken? Was bedeutet das für die Biodiversität und müssen wir uns sorgen? Schaltet gerne ein!

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Gemeinsam mit dem @leeselab.bsky.social darf ich in 14 Tagen noch mal das zweitägige Seminar anbieten, das im letzten Jahr allen schon viel Freude bereitet hat: klassische und moderne Einblicke in die Biodiversitätsforschung draußen in einem Naturschutzgebiet und im Entomologischen Verein Krefeld ⬇️

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Ich habe ziemlich viele Liter Bodenprobe durchgesehen, bis ich meine erste Glatte Mulmnadel (Platyla polita) gefunden habe. Eine kleine und seltene Landschnecke. In Deutschland ist sie gefährdet.

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Freue mich gerade sehr, denn heute ist die 2. Auflage unseres Bildbandes angekommen. Unser Herzensprojekt ist zum Bestseller geworden und es gibt immer wieder tolle Rückmeldungen aus der Leserschaft. Der Perspektivwechsel hin zur Betrachtung von heimischen Insekten auf Augenhöhe hat funktioniert!

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Die Gepunktete Hornfliege (Trypetoptera punctulata) gehört zu den besonders prächtigen Fliegenarten trockenwarmer Gehölzbestände. Mit ihren etwa 6 mm Körperlänge sucht sie nach Schnecken, die ihr Nachwuchs bei lebendigem Leibe verspeisen darf. Die Art kann noch den ganzen Sommer über entdeckt werden

Makrofoto der genannten Fliege auf einem Blatt

Schwärmende Eintagsfliegen an der Donau in Budapest. Ephoron virgo, bei uns etwas wenig liebevoll „Uferaas“ genannt, ist dort die Danube fly, also Donau-Fliege. Wenn sie schwärmt, prägt sie das nächtliche Stadtbild. Nach wenigen Stunden ist das Spektakel vorbei.

Ich selbst bin bislang 3x von direkten Manipulationsversuchen betroffen gewesen. In einem Fall ging es um ein mögliches Vorkommen des Juchtenkäfers in einem Botanischen Garten in einer Großstadt. Eine uralte Blutbuche mit Hinweisen auf ein Vorkommen wurde wenige Zeit später „prophylaktisch“ gefällt

Thomas Hörren@thoerren.bsky.social · 4w ago

Ein (kleines) Problem, das den Zielen zum Erhalt von biologischer Vielfalt entgegenwirkt, sind „Gefälligkeitsgutachten“ von Planungsbüros. Reibungslose Projekte und das Vermeiden von Konflikten sind manchen Menschen leider wichtiger als Wahrhaftigkeit. In der Branche kennen das Problem alle.

Ein (kleines) Problem, das den Zielen zum Erhalt von biologischer Vielfalt entgegenwirkt, sind „Gefälligkeitsgutachten“ von Planungsbüros. Reibungslose Projekte und das Vermeiden von Konflikten sind manchen Menschen leider wichtiger als Wahrhaftigkeit. In der Branche kennen das Problem alle.

Heute schon wieder mitbekommen, dass eine Kommune viel Geld dafür ausgegeben hat, dass Sande für Wildbienen-Sandarien importiert worden sind. Mit dem Ziel, was für die Artenvielfalt zu tun. Fördert besser das Ausmagern und die Freilegung von lokal bodenständigen Substraten, anstatt diesen Murks.

Der DLF plant zum Jahresende eine Programmreform, u.A. sind „Forschung aktuell“ und „Umwelt und Verbaucher“ betroffen. Themen sollen dann im Gespräch erörtert werden. Es würden gut recherchierte, akkurate und verständlich aufbereitete Hintergrundinfos wegfallen www.openpetition.de/petition/onl...

Die Programm-Reform des Deutschlandfunk (DLF) stoppen! - Online-Petition

Sehr geehrter Herr Raue, kürzlich haben Sie bekanntgegeben, dass das Programmschema des Deutschlandfunks zum 30.11.2026 grundlegend reformiert werden soll. Die bisher bekannt gewordenen Eckpunkte der ...

openpetition.de

Die niedrigen Wasserstände legen auch fossile Knochen von der biologischen Vielfalt vergangener Zeiten offen; nicht selten der letzten Jahrtausende bis Jahrmillionen. Hier ein Fesselbein (ein Fußknochen) eines vermutlich eiszeitliches Pferdes (Equus sp.).

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In diesem Jahr geht auch unsere Insektenforschung auf Kreta in die nächste Runde. Feuer und der Verlust der traditionellen Ziegenbeweidung, in der viele junge Menschen keine Perspektive sehen, verändert die Landschaft vielerorts. Die Biodiversität ist mäßig gut untersucht.

Ich verdanke Google als Forschender in der Vergangenheit so viel. Es war wirklich toll, in Recherchestrudeln zu versinken und neben den Fachartikeln auch auf den Hinterletzten Websites Informationen zu genau dem zu finden, was mich interessiert. Es gab sogar eine Anzahl der Suchtreffer zum Thema 🥲

Künstliche Dummheit macht es Meldeplattformen zu Biodiversität zunehmend schwierig. Diese Gottesanbeterin wurde auf iNaturalist hochgeladen - sie existiert jedoch nicht. Es gibt bereits mehrere Fälle von „digitalen Wolpertingern“. Noch sind es Einzelfälle, künftig wird Datenmüll ein echtes Problem.

KI-generiertes Bild einer Gottesanbeterin

Die Dürre ist auch in Emmerich am Rhein gut sichtbar. Besonders tiefliegende Bereiche, die gerade frei werden, beherbergen Schichten von invasiven Körbchenmuscheln von mehreren Dezimetern Stärke. Sie bilden in gewissen Teilen des Rheins das Substrat.

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Die Trockenheit und Hitze begünstigen mitteleuropäische Feuer. Viel wichtiger ist jedoch auch die Frage danach, wann wir damit beginnen, die Brandursachen vernünftig aufzuarbeiten und zu verfolgen. Brandstiftungen und Unachtsamkeiten müssen Konsequenzen nach sich ziehen. Die Kommunikation dazu fehlt

Spektrum der Wissenschaft@spektrum.de · last mo.

Die Rekord-Feuersaison 2026 in Frankreich und Spanien ist nur der Anfang: Wegen des Klimawandels dürften großflächige sommerliche Feuer künftig in Teilen Europas zur Norm werden. #repost

Ein großes Problem bei uns: das Bundesnaturschutzgesetz ist ein politischer Kompromiss aus dem vergangenen Jahrhundert. Neue Vorhaben werden dort eingeordnet, Anpassungen sind rar. Der Erhalt von geschützten Arten oder Gebieten hat keine oberste Priorität sondern ist konkret untergeordnet.

RiffReporter@riffreporter.bsky.social · last mo.

Eine neue Studie zeigt: Selbst ambitionierte Naturschutzpläne stoppen den Rückgang von Vögeln und Schmetterlingen in Europa nicht. Ohne tiefgreifende Veränderungen in Landwirtschaft, Ernährung und Ressourcennutzung wird sich der Trend nicht umkehren. @thomaskrumenacker.bsky.socialberichtet:

Auch beim Bundesumweltministerium (BMUKN) aktuell Funkstille bezogen auf die derzeitige Situation von Dürre und Hitze. Am 15.07. die Meldung zur Onlineschaltung vom Niedrigwasserinformationssystem (NIWIS), am 29.06. „Moore, Auen und Feuchtwiesen als Alleskönner bei Hitze und Trockenheit".

Unsere Forschung zur Insektendiversität ist in diesem Jahr in drei Punkten von der Hitze betroffen: 1. 14-tägige Intervalle von Malaisefallen müssen z.T. auf 7 Tage heruntergesetzt werden 2. Aktivität vieler Arten war sehr kurz 3. Leistungsfähigkeit der Personen auf die Zeit um ~1/5 - 1/4 geringer

Zwei Doppelschalen der bundesweit vom Aussterben bedrohten Bachmuschel (Unio crassus). Hätte ich sie so am Ufer gefunden, hätte ich vermutet, dass sie ganz frisch tot sind. Ihr Periostacum ist noch gut erhalten. Sie stammen aber aus Sedimenten, die aufgrund des niedrigen Wassers zugänglich waren. /

Zwei Doubletten der Muschelart Unio crassus

Spinucella tetragona (Sowerby, 1825) ist eine ausgestorbene Stachelschnecke des südlichen Nordseebeckens. Ihre fossilen Gehäuse können heute an einigen Stellen im Süden der Niederlande und Belgien gefunden werden. Die hier stammt vom Schelde-Ufer und wurde vom Fluss aus fossilen Sanden ausgespült.

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