Nach traumatischen Ereignissen, wie es auch sexualisierte Gewalt ist, ist rasche und professionelle Hilfe notwendig um etwa chronische Erkrankungen zu verhindern. Schon jetzt finden viele meiner Mandant*innen keine Therapeut*innen, warten Monate/Jahre. Die beschlossenen Kürzungen machen krank.
Wer nach Afghanistan abschiebt, arbeitet mit Islamisten aktiv und politisch gewollt zusammen. Er legitimiert sie. Frauenrechte, queere Rechte - Menschenrechte sind universal, sonst sind sie wertlos.
An alle, die damit flexen, daß wir in D viel zu viele Krankenhausbetten pro Kopf hätten und z.B. Länder wie Norwegen das ganze viel besser machten mit deutlich weniger Betten: Ja, die haben allerdings auch nicht ihren ambulanten Sektor kaputt gespart sondern gestärkt.
In Deutschland lieben wir Schwangere und ihre Babys so sehr, wir bauen erstmal massiv psychotherapeutische Kapazitäten ab, sodass postpartale Depressionen – die häufig sind und die Eltern-Kind-Bindung beeinträchtigen – noch mal schlechter versorgt werden können als ohnehin schon.
Doppelmoral ist übrigens auch, wenn in Diskussionen über Leihmutterschaft herausgestellt wird, wie groß die gesundheitlichen und psychischen Risiken von Schwangerschaften sind, aber diese enorme Leistung in persönlichen Beziehungen von Schwangeren nebenbei erwartet und mit null Euro bewertet wird.
Und nie vergessen: Viele derjenigen, die den faschistischen Umbau gerade vorantreiben, verbreiten offen ihren Frauenhass. Einige sind wegen sexualisierter Gewalt angezeigt, einige verurteilt worden. Denkt das endlich zusammen.
Jens Spahn: Beschwert sich über die Unerbittlichkeit der öffentlichen Meinung. Frauke Brosius-Gersdorf: 😂😂😂
Von außen betrachtet ist das alles schon sehr bemerkenswert: Da findet in Deutschland einer der größten Angriffe auf den Sozialstaat statt, den diese Republik je erlebt hat - und das Land debattiert über Kunstfreiheit und Leihmutterschaft.
Gestern tolle, überfüllte Veranstaltung in Münster bei #Femizide Stoppen. Nur vereinzelt Männer, wie immer. Ich will nichts mehr hören von männlicher Einsamkeit und Überforderung. Ich will etwas von männlichem Interesse und Engagement gegen geschlechtsbezogene Gewalt hören und sehen.
Die Entscheidung über Elternschaft ist sehr privat. Es sei denn natürlich man ist eine Frau und entscheidet sich dagegen.
Die Debatte um Leihmutterschaft hat überhaupt nichts mit LGBTQI+-Gleichstellung zu tun. Die Kritik auch nichts an der Existenz von Regenbogenfamilien. Ungewollte Kinderlosigkeit ist keine queeres Thema. Es geht hier um Frauenrechte, Misogynie und Demokratieverachtung.
„Die Leihmutter „gehört nun quasi zur Familie und wird Georgs Lebensweg begleiten“ sagt Spahn. Ja? Behält sie das Sorgerecht, hat sie die Möglichkeit mitzubestimmen, regelmäßig Umgang zu haben, wer finanziert das? Selbstverständlich ist das Private politisch.
Pro Jahr sterben in Deutschland ca. 10.000 Menschen durch Suizid, 3x so viele wie im Straßenverkehr. Einige Patienten haben mir glaubhaft versichert, ohne Psychotherapie wären sie nicht mehr am Leben. Deshalb ist es indiskutabel, gerade bei den Psychotherapeuten zu sparen.
„Ein demokratischer Rechtsstaat darf seine Bürgerinnen und Bürger nicht zu Bittstellern machen, wenn sie Informationen über staatliches Handeln verlangen. Wer Vertrauen gewinnen will, sollte Transparenz nicht als Belastung verstehen, sondern als Investition in die Demokratie.“ #IFG 👇
Informationsfreiheitsgesetz: Das Misstrauen der Regierung in ihre Bürger wächst zunehmend
Mit der geplanten Reform des Informationsfreiheitsgesetzes erschwert die Regierung es, staatliches Handeln nachvollziehen zu können. Ein Gastbeitrag von Anne Brorhilker.
ksta.de
Es ist übrigens nicht besonders schlau, medizinische Ratschläge von medizinischen Laien anzunehmen. Weder privat noch politisch. Also für den Fall, dass man gern überleben will, meine ich...
Meine These ist, dass die Linke bei der nächsten Bundestagswahl noch mal erheblich mehr Frauen aus den jüngeren Altersgruppen von der SPD dazu gewinnt – wenn diese nicht noch mehr demobilisiert werden von der Prekarisierung ihrer Lebensumstände. Unterhaltsvorschuss streichen ist das Letzte.
Reminder: Heute vor einem Jahr wurde eine fachlich geeignete Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht mit einer beispiellosen Schmutzkampagne verhindert - maßgeblich aus Teilen der Unionsfraktion um Jens Spahn. Dieser musste dafür bis heute keine politischen Konsequenzen spüren. Wild.
Nach all den "Entschärfungen" beim Gesundheitsystem-Kaputtspargesetz tragen jetzt die Niedergelassenen, bei denen nicht entschärft wurde, die Hauptlast. Besonders gebeutelt: Psychotherapie und Hausärzten. Aber wir sollen ja weniger krank sein und uns zusammenreißen, da macht das nix.
GKV-Sparpaket: Hausärzte rechnen mit massiven Kürzungen durch Gesundheitsreform
Das beschlossene Spargesetz werde zu deutlichen Einschnitten in den Praxen führen, warnt der Hausärzteverband. Vor allem dünn besiedelte Regionen könne es hart treffen.
zeit.de
Aber da wagt sich die Politik nicht ran. Die echten Kostenverursacher werden geschont. Deshalb werden die Ausgaben weiter steigen. Es ist ein Teufelskreis. Während einige abschöpfen, werden andere zur Aufgabe gezwungen. Leidtragende sind wie immer die Patienten!
Das ist keine Reform, das ist Sparen mit der Kettensäge. Die echten Kostentreiber sind unnötige stationäre Behandlungen, zu viele Operationen und Herzkatheter, überflüssige Laborwerte in MVZ mit eigenem Labor, überteuerte Hilfsmittel und utopische Medikamentenpreise. ⬇️
Das GKV Spargesetz schadet den Patienten und belastet besonders die niedergelassenen Ärzte, Psychotherapeuten und Apotheken. Das sind diejenigen im Gesundheitswesen, die vor Ort die medizinische Versorgung der Bevölkerung gewährleisten. ⬇️
Aktuell warten psychisch Erkrankte im Durchschnitt 142 Tage auf einen Therapieplatz. Durch die Gesundheitsreform könnten 25-40% Prozent der ambulanten Psychotherapieplätze für gesetzlich Versicherte wegfallen. Für manche kommt die Hilfe zu spät. Im Jahr 2024 starben 10.372 Menschen durch Suizid.
Animated Breaking Heart
Alt: Animated black breaking heart
static.klipy.com
Die Infomail der Kassenärztlichen Vereinigung gelesen. Bis zu 19% Einbußen, je nach Fachgruppe. Aber ein Primärarztsystem etablieren wollen. Man würde ja lachen wollen, wenn man nicht weinen müsste. #MedizinBrennt
"Ich will den Chef sprechen!" "Das bin ich!" "Nein, ich meine den CHEF!" "Ah ja, ok. Das bin ich!" "Aber ich will den RICHTIGEN Chef sprechen!" "Achso. Also das bin ich!" Meinetwegen können wir dieses Spiel ewig weiter spielen 😎
"Wir wollen künftig mit dem Geld auskommen, das wir haben, und nur noch das bezahlen, was nutzt." Dann wird es im GKV Bereich auch nur noch das geben, das bezahlt wird. Rechnet nicht damit, dass Ärzt*innen das abfangen wollen oder können. www.n-tv.de/politik/Bund...
Bundestag beschließt umstrittene Krankenkassenreform
Der Bundestag beschließt die umstrittene Reform zur Stabilisierung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung. Nun soll im Laufe des Tages auch der Bundesrat abschließend über die Reform bef...
n-tv.de
Eine unterschätzte Eigenschaft und Erfolgsbedingung des Faschismus ist die Tatsache, dass er die Regeln des Aufstiegs umkehrt. Faschismus ist die Stunde der Kriminellen, der Schläger, Henker und Mörder. Terrorkommandos wie ICE sind eine zweite biografische Chance. Und eine Chance auf Rache am Recht.
Wisst Ihr,wie viele Menschen in diesem Land leben,die traumatisiert sind,die Depressionen haben,nicht weiter wissen.Wenn wir über Flucht, Armut, geschlechtsbezogene Gewalt sprechen,dann dürfen wir die massiven psychischen Folgen nicht vergessen.Und brauchen mehr,schnellere und kostenfreie Therapien.
Die Versorgung mit Psychotherapieplätzen für Menschen mit Gewalterfahrungen ist schon katastrophal.Betroffene finden sehr lange oder gar nicht Unterstützung, oft reichen Kontingente nicht aus.Das führt zu Chronifizierungen der Erkrankungen, zu schwerem Leid. Wir brauchen mehr statt weniger Therapie.
Ich durfte in der Zeit ausführlich über sexualisierte Gewalt sprechen. Lest es gern nach: www.zeit.de/politik/deut...
Christina Clemm: »Nicht nur die Scham, sondern die Angst muss die Seite wechseln«
Die Anwältin Christina Clemm hielt »Ja heißt Ja« einst für unnötig. Hier sagt sie, warum sie heute anders denkt und was Gisèle Pelicot für ihre Mandantinnen bewirkt hat.
zeit.de
Wo sich der Kreis von Elterngeld-Kürzungen und Sparen bei Psychotherapien schließt: Überlastung von Eltern in der frühen Phase nach der Geburt steigern das Risiko für postpartale Depressionen (wo es ohnehin bereits Unterversorgung gibt). ‚Resilienter’ werden Familien so nicht.