Bodo Morshäuser

@bmorshaeuser.bsky.social

Wort Satz Text bodomorshaeuser.de

Ein Mensch, der eine Sache fallen lässt, pflegt, wenn er sie wieder aufhebt, damit zu spielen, um zu zeigen, dass mit Geschicklichkeit eine zufällige Ungeschicklichkeit verbunden sein kann. Das ist wohl im Sittlichen nicht anders. Hebbel, Tagebücher

Als es noch starke Gewerkschaften und keine 40 Grad gab, standen ab einer Mittagstemperatur von 25° an jeder BVG-Endhaltestelle sogenannte Verkehrsmeister und schenkten den Bus- und U-Bahnfahrern kalten Tee ein.

Ich wurde durch die Waschanlage geschoben, bin mittendrin ausgestiegen, um etwas zu besorgen, und als ich wiederkam, standen alle Bürsten still und ich fuhr mit dem schneebedeckten Auto aus der Anlage heraus und wieder zum Eingang, um mich zu beschweren, aber auf dem Weg dorthin verfuhr ich mich.

Wunderschönes, poetisches Buch, das meine realen und metaphorischen Playlisten bevölkert, auch wegen der tollen popkulturellen Referenzen.

Thomas Mosch 🦉@rakkox.bsky.social · 2y ago

Auf der langen Fahrt nach Lyon „Die Berliner Simulation“ (1983) von @bmorshaeuser.bsky.social wiedergelesen. – Eine nostalgische Lektüre, denn so war der Westen Berlins damals, im Herbst 1981 – so schroff, so sehnsüchtig, so nervös, so ziellos und vor allem so liebevoll.

Cover der 2. Auflage der Erzählung „Die Berliner Simulation“ von Bodo Mörshäuser (Suhrkamp, 1983), illustriert mit einem Umriss der geteilten Stadt.

Meine Beobachtung ist, dass je weniger Kulturprodukte wie Bücher, Filme, Musik aus einer Region konsumiert wird, umso weniger werden die Menschen aus der Region als solche wahrgenommen. Wer seine Empathie nicht verkümmern lassen will, konsumiert divers.