Claas Gefroi

@claasgefroi.bsky.social

Redakteur, Journalist, Buchautor. Schreibt hier über Politik, Gesellschaft, Kultur.

Alles, was man über deutsche Landwirte (ich weiß, nicht alle sind so) wissen muss: weit und breit kein Treckerkorso für mehr Klimaschutz, obwohl die Dürre ökonomisch weit folgenreicher sein wird als die von der Ampel seinerzeit geplante Streichung der Agrardiesel-Subventionen.

Dürre in Bayern nimmt katastrophale Ausmaße an: Folgen für Ernte und Viehfutter

Bauern beklagen Ernteausfälle, selbst Viehfutter wird inzwischen knapp. Eine Wende könnte nur Dauerregen bringen, doch der ist nicht in Sicht.

sueddeutsche.de

Mir tun ja die WELT-Leser*innen leid. Eigentlich alles an interessanter zeitgenössischer Kultur wird als woke oder links gebrandmarkt und muss deshalb gemieden und kritisiert werden. Wie trist muss ein Leben sein, dessen kultureller Horizont bis Uwe Tellkamp, Neo Rauch und Dieter Nuhr reicht.

Schlagzeile Welt:
Mehr Scham als Ruhm - der woken Übersetzerin ist Nolans "Odyssee" zu woke

Nicht ein Ceuta-Flüchtling hat es nach Europa geschafft und die Flüchtlingszahlen sind (auch durch das brutale EU-Grenzregime) generell enorm gesunken. Die Angst-Kampagne der Springer-Presse erfüllt nur einen Zweck: Selbst noch Menschenrechte zur Disposition stellen und der AfD das Feld bereiten.

Schlagzeile WELT:
Nur das Ende des individuellen Rechts auf Asyl kann Europa retten

Von Marc Felix Serrao, Global Reporter

Nicht zu fassen. Wowereits Satz von 2001 "ich bin schwul - und das ist auch gut so" war sein öffentliches Coming out - das erste eines schwulen dt. Spitzenpolitikers. Sich da dranzuhängen, sich als Konservativer zu einer unterdrückten Minderheit zu stilisieren, der sich mutig "outet", ist ekelhaft.

Flyer der CDU mit Foto Stefan Evers und den Worten: Ich bin konservativ. und das ist auch gut so.Großplakat an der CDU-Parteizentrale mit Foto Stefan Evers und den Worten: Ich bin konservativ. und das ist auch gut so.

Was die Rechten fordern, ist letztlich eine neue große, menschenverachtende DDR: abschotten, einigeln, aussperren. Nur die Begründung ist anders: Was damals der "antifaschistische Schutzwall" war, ist heute der antimigrantische. Es fehlen nur noch die Soldaten mit MP und die Selbstschussanlagen.

Tweet von Julia Ruhs:
Es geht nicht mehr anders. Europa muss zur Festung werden. Starke Außengrenzen, mit noch mehr Zäunen, Stacheldraht und Abschreckung. Ansonsten bauen wir uns die Mauern nur mitten in unseren Alltag. Und verlieren so Stück für Stück das, was Europa ausmacht. bild.de/politik/inland…

Auch wenn es zunehmend sinnlos erscheint, dem faktenbefreiten rechten Populismus zahlreicher europäischer Regierungen noch Argumente entgegenzusetzen: Ganz genau so ist es. Es gibt keine Belege dafür, dass die spanische Migrationspolitik irgendwas mit den Ereignissen in Ceuta zu tun hat.

Nach Ceuta - Marquardt (Grüne): Keine Belege für Anreize durch spanische Migrationspolitik

Nach dem Andrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Marokko hat der Grünen-Europaabgeordnete Marquardt Kritik an der spanischen Migrationspolitik zurückgewiesen. Marquardt sagte im Deuts...

deutschlandfunk.de

Wie Diffamierung funktioniert: Eine WELT-Kritik der Juristen, die sich für ein AfD-Verbotsverfahren einsetzen, trägt den Titel "Vor diesen Juristen muss man sich fürchten" - offensichtliche Anspielung auf das Buch "Furchtbare Juristen", das die Verbrechen der deutschen Justiz i.d. NS-Zeit behandelt.

Titel und Unterzeile des Artikels von Fatina Keilani aus der heutigen WELT:
AfD-Verbot
Vor diesen 1000 Juristen muss man sich fürchten

Von Fatina KeilaniRedakteurin im Ressort Meinungsfreiheit

Richter, Staatsanwälte und Anwälte drängen auf ein AfD-Verbot. Dazu bilden sie sich noch ein, sie täten damit etwas für die Demokratie.

Auch wenn es zunehmend sinnlos erscheint, dem faktenbefreiten rechten Populismus zahlreicher europäischer Regierungen noch Argumente entgegenzusetzen: Ganz genau so ist es. Es gibt keine Belege dafür, dass die spanische Migrationspolitik irgendwas mit den Ereignissen in Ceuta zu tun hat.

Nach Ceuta - Marquardt (Grüne): Keine Belege für Anreize durch spanische Migrationspolitik

Nach dem Andrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Marokko hat der Grünen-Europaabgeordnete Marquardt Kritik an der spanischen Migrationspolitik zurückgewiesen. Marquardt sagte im Deuts...

deutschlandfunk.de

Bemerkenswert, was für ein durchradikalisiertes Propagandablatt die Welt mittlerweile ist: Da wird gegen die (mittlerweile gerichtlich bestätigten) Allgemeinverfügungen zum Wassersparen mobil gemacht mit absurden Schreckensszenarien und Nius mal eben zur seriösen Nachrichtenquelle gemacht.

Unumstritten ist die Maßnahme nicht. Versuchen Sie einmal, einem Kind zu erklären, dass es mitten im Hochsommer auf sein heiß geliebtes Planschbecken verzichten muss. Außerdem weigert sich die Stadt laut dem Portal „Nius“ Tagesvergleichswerte zum Trinkwasserverbrauch aus früheren Sommern herauszugeben, was Zweifel daran weckt, dass die Versorgungslage wirklich so angespannt ist, wie behauptet. Über allem steht aber die Frage im Raum, ob der vorhandene Rechtsrahmen überhaupt ausreicht, um solche Wassernutzverbote, die bis tief in das Alltagsleben der Bürger eingreifen, zu verhängen. Und falls ja, wie viel weiter dürfen die Behörden noch gehen?

Folgt aus der „Gewässeraufsicht" die „Duschaufsicht"?