Ewige Reformbaustelle: Ungleichheiten bei Immobiliendeals
Im Jahr 2021 übernahm Deutschlands größtes Immobilienunternehmen Vonovia den zweitgrößten Konkurrenten Deutsche Wohnen – ohne einen Cent Grunderwerbsteuer zu zahlen. Die dahinterstehende Kaufkonstruktion, die vor allem Großunternehmen nutzen können, sorgt immer wieder für Schlagzeilen: So beim schleppenden Wohnungsbauprojekt im Düsseldorfer Glasmacherviertel, das die LEG von der Adler Group unter Umgehung des kommunalen Vorkaufsrechts erwarb. Beide Beispiele funktionieren über Anteilskäufe, sogenannte Share Deals. Bereits zum dritten Mal in Folge versprechen Bundesregierungen in ihren Koalitionsverträgen, diese Schlupflöcher zu schließen. Seit 2015 hat es immer wieder Initiativen gegeben, auch auf Länderebene, um Share Deals bei Immobilien, inklusive landwirtschaftlicher Flächen, einzuschränken. Die aktuelle Koalition will das kommunale Vorkaufsrecht, das Recht von Städten und Gemeinden, beim Verkauf bestimmter Grundstücke als Käufer einzuspringen, dadurch stärken, dass sie die Umgehung durch Share Deals unterbindet. Doch was sind Share Deals und warum fällt es der Politik so schwer, sie zu begrenzen?
mpifg.de
Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (MPIfG)@mpifg.bsky.social · 8mo ago„Wo Reichtum herkommt“: Die neue „Gesellschaftsforschung“ ist da!
@dariatisch.bsky.social zeigt, wie stark Reichtum sich in Deutschland seit Jahrzehnten in den Händen weniger Familien konzentriert und welche Fragen dies für Chancengleichheit und Machtverhältnisse aufwirft.
s.gwdg.de/JlEIeS
