Daniel Mullis

@daenumullis.bsky.social

Demokratie, extreme Rechte, soziale Ungleichheit sowie Flucht & Migration | Dr. phil. | beruflich bei @proasyl.de - hier privat | er/he | 2024 Buch zur „Regression der Mitte“ | Foto: Peter Jülich

Allen, die denken, dass 40 Prozent für die extreme Rechte in Sachsen-Anhalt schlimm sind, aber im Westen nicht möglich, rate ich dringend, den Verlauf der Entwicklung seit 2014 genau anzuschauen. Deutlich wird: Auf der Einstellungsebene hat sich im Zuge der präsenten AfD einiges verschoben. 1/x

Klar springt die Aussage, die bpb mache in Zukunft mehr Linksextremismus und Islamismus einen an. Aber in den ursprünglichen Statements war sehr viel von Konzentration auf die Kernaufgaben die Rede. Die dann nicht definiert wurden. Ich würde mich mal aus dem Fenster lehnen:

Zur gegenwärtigen Relevanz von Linksextremismus ist der Sachsen-Anhalt-Monitor 25 aufschlussreich: 33 % der Menschen wünschen sich „Revolution“ gegen den Staat, der abgeschafft gehöre. Geteilt werden die Einstellungen vor allem Rechtsaußen, während sie links weniger ausgeprägt sind als in der Mitte.

2025
Die Lebensbedingungen werden durch Reformen nicht besser - wir brauchen eine Revolution. 33 Prozent Zustimmung

Der Staat ist ein Instrument der Unterdrückung, das abgeschafft werden muss. 22 Prozent Zustimmung
Zustimmung zur Aussagen ist vor allem Rechtsaußen sehr hoch.

Bei der Ausrichtung der @bpb.de gegen Links frage ich mich ernsthaft, wer als Expert*in eingestellt wird, welche Bücher verlegt werden sollen, wer Bildungsangebote bestreitet? Im seriösen wissenschaftlichen Bereich gibt es da kaum wen und kaum Literatur, weil es aktuell schlicht kein Thema ist.

Die Temperaturen, die wir in meiner Kindheit als Hitzewelle am See gefeiert haben, waren übrigens dieselben, bei denen man heute um zwei Uhr Nachts verzweifelt die Fenster öffnet, weil es draußen jetzt endlich so weit erträglich ist, dass man die Wohnung durchkühlen kann.

Für den Umbau politischer Bildung braucht es keine AfD-Regierung: Laut RND soll die bpb sich künftig verstärkt um Linksextremismus kümmern. Zuständig ist das Innenministerium von Alexander Dobrindt, der 2018 in der Welt die "konservative Revolution der Bürger" ausrief. 1/2

Fokus auf Linksextremismus: Bundeszentrale für politische Bildung plant Kurswechsel

Der bisherige Präsident der Einrichtung, Sönke Rix, schied in der vorigen Woche auf eigenen Wunsch nach nur fünf Monaten aus. Die BpB will sich nun stärker auf ihren „Kernauftrag“ konzentrieren. Die B...

rnd.de

Die Klimakrise samt Folgen nehmen massiv zu und die Berichterstattung dazu im Öffentlich-Rechtlichen? Bricht regelrecht ein. Alles daran ist bitter, weil sich die Wahrnehmung verschiebt, Lösungen nicht diskutiert werden und noch schlimmer: Im Hintergrund Klimaschutz abgebaut wird.

Ein Social-Media-Beitrag zeigt die Außenfassade eines modernen Rundfunkgebäudes. Rechts sind gut sichtbar das blaue WDR-Logo und das orange ZDF-Logo auf einer hellen Steinfassade angebracht. Links befindet sich ein Gebäudeteil mit großen Glasflächen, türkisfarbenen Fensterrahmen und Metalllamellen. Im Vordergrund ragt die Krone eines grünen Baums ins Bild. Oben links ist das rote taz-Logo zu sehen.

Über das Bild legen sich mehrere Textfelder. In großen weißen Buchstaben auf pinkem Hintergrund steht: „Die Öffentlich-Rechtlichen berichten 2026 weniger als halb so viel übers Klima wie noch vor drei Jahren.“ Darunter steht in einem schwarzen Textfeld: „Während der Juni-Hitzewelle hat die Berichterstattung sogar einen Tiefpunkt erreicht, so Klima° vor acht.“

Der Beitrag vermittelt die Aussage, dass die öffentlich-rechtlichen Sender 2026 deutlich seltener über das Thema Klima berichten als noch vor drei Jahren und dass die Berichterstattung während der Hitzewelle im Juni einen besonders niedrigen Stand erreicht habe.

"Scheint die Abschottungspolitik in der Sache also mittlerweile europäischer Konsens, bleibt im Fall Ceutas dennoch überraschend, mit welcher emotionalen Kälte die EU-Staaten auf die Geschehnisse reagierten – immerhin sind laut offiziellen Angaben bis dato 72 Tote identifiziert."

Jens Best@jensbest.bsky.social · 3d ago

Hier wichtige 15min von Ezra Klein @ezraklein.bsky.social und ein geschenkter Zeit-Artikel von Nils Markwardt @fjmurau.bsky.social . Bitte beides nutzen und über die Woche darüber nachdenken. www.youtube.com/watch?v=livI... www.zeit.de/feuilleton/2...

Systematisch baut die AfD Druck auf Lehrer*innen aus – alles unter dem Deckmantel der geforderten Neutralität von Schulen. Doch Haltung gegen menschenfeindliche Positionen zu zeigen, ist nicht nur das Recht jeder Lehrkraft, sondern ihre Pflicht! www.zeit.de/gesellschaft...

AfD in Sachsen-Anhalt: Was sagt man, wenn die Schüler »Remigration« fordern?

Die AfD versucht, Lehrkräfte mit Meldeportalen und persönlichen Angriffen zu verunsichern. In Sachsen-Anhalt halten ein Sozialkundeprofessor und ein Lehrer dagegen.

zeit.de

In der erneuten Stadtbildaussage ist die Trennlinie zur Forderung der extremen Rechten nach „Remigration“ nur noch eine begriffliche. Gemeint ist im Großen und Ganzen das Gleiche: Deutschland soll wieder weißer werden. So weit sind wir also gekommen – das ist absolut beschämend.

Dass diese Partei von vielen Deutschen nicht mehr als Nazipartei wahrgenommen wird, ist eine Glanzleistung der politischen Grenzverschiebung durch die Partei selbst, ihres Vorfelds und öffentlicher Stimmen, die ihre Normalisierung vorantreiben. Diese Aufnahmen holen die Realität zurück.

Z. Hausfather: „Bin mir nicht sicher, ob Menschen bewusst ist, wie extrem globale Temperaturentwicklung zweite Hälfte 2026/2027 sein wird, bedingt durch El-Niño-Ereignis, das alle bisherigen Rekorde bricht." 2027 mit Median etwa 1,75 °C und einer Bandbreite bis fast (!) 2,0 °C. 🔥🫠

Liniendiagramm mit dem Titel „Five straight years warmer than anything observed before 2023“, das die globale mittlere Oberflächentemperatur relativ zum vorindustriellen Niveau (1850–1900, in °C) für den Zeitraum 1850 bis 2027 zeigt. Eine graue Linie (Jahresmedian des Ensembles) mit grau schattiertem 95-%-Unsicherheitsbereich schwankt zunächst um 0 °C und steigt ab etwa 1975 zunehmend steiler an, bis auf rund 1,15 °C um 2023. Rote Punkte markieren die beobachteten Werte 2023–2025, mit einem Höchststand 2024 bei +1,53 °C, gekennzeichnet durch eine gestrichelte rote horizontale Linie „Current record: 2024 (+1,53 °C)“. Eine rote Prognoselinie mit offenen Kreisen zeigt Verbundprognosen für 2026 (Median rund 1,45 °C) und 2027 (Median etwa 1,75 °C, mit einer Bandbreite von 5–95 % bis fast 2,0 °C). Datenquelle: GMST-Ensemble (10.000 Mitglieder, Stand August 2026), Grafik von The Climate Brink.
Janoschki@janoschki.bsky.social · 3w ago

El Niño wird die Erde dauerhaft in ein heißeres Klima verschieben. Selbst ein moderater El Niño könnte +1,7 °C bringen. Danach keine Rückkehr mehr auf 1,5 °C. Auswirkungen werden 2027 zu spüren sein. Für Europa bedeutet das u.a. potenziell (nicht zwingend): heißere Sommer, längere Hitzewellen. 🧵

Wenn ihr was gut findet, und Partei euch sagt, das machen wir nur, weil Druck auf uns so hoch ist, was macht ihr dann? Genau: mit jenen Sympathisieren, die Druck aufbauen. Und genau deshalb ist das „Angesichts der Stärke der AfD müssen wir mehr Abschieben“ von Söder vor allem Wahlkampf für die AfD.

„Das weiß ich doch jetzt noch nicht, das werden wir dann sehen“. Bärbel Bas auf die Frage, wie die SPD auf eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt reagieren würde. Wenn das die Chefin eines Ortsvereins sagen würde: Ok. Aber es kommt von der SPD-Vorsitzenden. Es war einmal eine Sozialdemokratie.

Also wenn Bärbel Bas im Sommerinterview auf die Frage, was die SPD macht, wenn die AfD ne Mehrheit im Landtag einfährt, mit „Das weiß ich doch jetzt noch nicht“ antwortet, mag das ehrlich sein, aber puh, puh, puh.

The intense heatwave at the end of June alone, is estimated to have killed 20,000 people. Climate crisis-driven heat is “sucking soils dry” as extreme drought spreads across Europe and other parts of the world. #MakePollutersPay

‘Extremely scary findings’ show climate crisis is supercharging Europe’s wildfire weather

Latest study says global heating has made hot, dry and windy conditions in Spain at least 20 times more likely

theguardian.com