Kim Todzi

@kim-todzi.de

Historian interested in Colonialism, Postcolonial Memory, Economic History and Global Pharma. https://www.kim-todzi.de/

Germany has paid more for 2 months in fuel tax discount than it has paid over 30 years in “development aid” (not reparations!) to Namibia. It’s damning that the German parliament has still not passed a resolution to recognize the genocide that was, structurally, a rehearsal for the Holocaust

Kim Todzi @kim-todzi.de · yesterday

Es sollte für Unternehmen eine Selbstverständlichkeit sein, ihre kolonialen Verstrickungen aufzuarbeiten. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe an einschlägigen Forschenden & öffentliches Interesse. Was es braucht ist uneingeschränkter Zugang zu Archiven und Finanzierungen. taz.de/Deutsche-Ban...

Es sollte für Unternehmen eine Selbstverständlichkeit sein, ihre kolonialen Verstrickungen aufzuarbeiten. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe an einschlägigen Forschenden & öffentliches Interesse. Was es braucht ist uneingeschränkter Zugang zu Archiven und Finanzierungen. taz.de/Deutsche-Ban...

Deutsche Bank und Kolonialverbrechen: In Strömen von Blut und Geld

Deutschland will keine Reparationen an Hinterbliebene des Völkermords an den Herero und Nama zahlen – die Geschichte aufarbeiten will es auch nicht. Und nun?

taz.de

Die Autoren, die so leidenschaftlich gegen das Schreckgespenst des „Postkolonialismus“ anschreiben, sollten sich die Redebeiträge und das Verhalten der AfD-Fraktion in der gestrigen Debatte genau anschauen. Das ist die Politik, die sich der Aufarbeitung von Kolonialgeschichte entgegenstellt.

Kim Todzi @kim-todzi.de · 4d ago

Hier gibt es die gestrige Bundestagsdebatte zur Anerkennung des Genozids an den OvaHerero und Nama zum Nachschauen: www.bundestag.de/mediathek/vi...

gegen das Vorgehen der israelischen Armee in Gaza o. gegen die aktuelle israelische Regierung, zum Verschwinden zu bringen. Mit der jüngsten massiven Kampagne zur Markierung linker politischer Positionen als grundsätzlich staatsfeindlich & antisemitisch, an der auch SPD & Grüne fleißig mittun,

Jüdische Protestierende als „Linke“ zu diffamieren ist übrigens keine Erfindung der AfD. Sie greift da nur eine durch so ziemlich jede Landesregierung & viele Medien etablierte Praxis auf, die Beteiligung von Jüdinnen & Juden bei politischen Aktionen, die einem nicht passen, zB. Protestaktionen

(Alt-Text wegen Zeichenlimit leicht gekürzt) 
Pressemitteilung des Landtages Sachsen-vom 9. Oktober 2026: 
Demonstranten verhindern Teilnahme von AfD-Landtagsvizepräsident an Gedenkveranstaltung!
Dazu erklärt Landtagspräsident Tobias Rausch:
„Dr. Hans-Thomas Tillschneider, Landtagsvizepräsident der AfD-Fraktion, sollte heute in Vertretung von Landtagspräsident Tobias Rausch am Gedenken an den Amoklauf von Halle vor sieben Jahren teilnehmen. Als sich Dr. Hans-Thomas Tillschneider der Synagoge näherte, versperrte ihm jedoch eine Gruppe linker Studenten den Weg. Die Menge bezeichnete ihn als ‚Rechtsextremist‘, beleidigte ihn als ‚Nazi‘ und behauptete wahrheitswidrig, er hätte sich gegen jüdisches Leben in Deutschland ausgesprochen. Nachdem sowohl die Vertreter der städtischen Ordnungsbehörde als auch die Polizei trotz mehrfacher Bitte nichts unternahmen, um Dr. Hans-Thomas Tillschneider Zutritt zu verschaffen, verließ der Landtagsvize unverrichteter Dinge den Ort. (…) 
Dr. Hans-Thomas Tillschneider erklärt dazu: ‚(…) Dass ich in pöbelhafter Weise daran gehindert und dabei noch als Nazi beschimpft wurde, verdeutlicht, wie wenig Respekt diese Studenten vor der Volksvertretung haben. Zugleich wurde das Andenken an die unschuldigen Opfer des Amoklaufs dadurch gestört. Um die Würde des Amtes zu wahren, entschloss ich mich schließlich, die unwürdige Szenerie zu verlassen.
Der Vorfall hat deutlich gezeigt, wer in diesem Land für gesellschaftlichen Zusammenhalt steht und wer nicht. Im Übrigen lege ich Wert auf die Feststellung, dass ich mich niemals weder explizit noch implizit gegen jüdisches Leben ausgesprochen habe, im Gegenteil. Ich habe stets betont, dass es eine jüdisch-deutsche Kultur gibt, die Teil unserer deutschen Kultur ist. In diesem Sinne lade ich hiermit Max Privorozki, den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Halle, ein, sich mit Tobias Rausch und mir auf ein klärendes Gespräch im Landtag zu treffen.‘“

Wo ist eigentlich Jörg Thadeusz, jetzt wo klar ist, dass die AfD in Sachsen-Anhalt die offiziellen Gedenkveranstaltung leiten wird? Oder gilt seine Warnung nur für Antisemitismus, der von Migras ausgeht? Selten so viel Bigotterie und Gedächtnistheater auf so wenig Raum erlebt. Voller Verachtung.