Felix Meirich

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Seltenes Apple-Video: Steve Jobs erklärt iBook, AirPort und die Apple-Strategie 1999

Ein bislang unbekanntes internes Apple-Video aus dem Jahr 1999 zeigt Steve Jobs in einer offenen Fragerunde mit Mitarbeiter:innen auf dem Firmencampus. Das Material bietet einen unverstellten Einblick in Apples Strategie kurz nach der Sanierung. Interne Mitarbeiterversammlung nach Macworld New York Das Video dokumentiert ein Mitarbeitertreffen am 27. Juli 1999 auf dem Apple-Campus in Cupertino. Hochgeladen wurde es von Akira Nonaka, der von 1991 bis 2000 als Softwareingenieur bei Apple gearbeitet hat. Die rund 15-minütige Ansprache wirkt informell aufgezeichnet, vermutlich von einer anwesenden Person, und war bisher offenbar nicht öffentlich zugänglich. Jobs spricht darin zwei Jahre nach seiner Rückkehr zu Apple im Jahr 1997. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Unternehmen noch mit finanziellen Problemen und einem zersplitterten Produktportfolio zu kämpfen. Der Auftritt fand direkt nach der Messe Macworld New York 1999 statt, auf der Apple das iBook G3 vorgestellt hatte, das erste Consumer‑Notebook des Unternehmens seit Jahren. Jobs berichtet, dass die Veranstaltung fast 50.000 Besucher:innen angezogen habe und auf großes Medienecho gestoßen sei. Er hebt mehrfach hervor, dass viele Teams im Unternehmen an diesem Erfolg beteiligt gewesen seien. Er fasst die Stimmung so zusammen: Apple habe das iBook eingeführt, die Resonanz sei durchweg positiv gewesen, und es sei die größte Macworld in New York gewesen. Die Belegschaft solle stolz sein, alle seien begeistert – inklusive der Konkurrenz. Vier‑Felder-Strategie und Bedeutung von AirPort Ein Schwerpunkt der Rede ist Apples damalige Produktstrategie, die auf einer klaren Struktur mit vier Segmenten beruhte: Desktop- und Notebook-Modelle jeweils für den Consumer- und den Profimarkt. Mit dem iBook sei diese Matrix komplett gewesen, zusammen mit iMac, Power Mac G3 und PowerBook G3, von denen einige bereits in der zweiten oder dritten Generation vorlagen. Besonders ausführlich spricht Jobs über AirPort, das zu diesem Zeitpunkt neue Funknetzwerk-System von Apple, das gemeinsam mit Lucent entwickelt wurde. Er bezeichnet diese Technik als lange erwarteten Durchbruch, vor allem für den Bildungsbereich. Apple habe in Zusammenarbeit mit Lucent ein sehr kostengünstiges Produkt geschaffen und die gesamte Software so entwickelt, dass die Nutzung für Anwender:innen weitgehend unsichtbar bleibe und einfach funktioniere. Jobs erklärt, dass Menschen seit über einem Jahrzehnt von einer solchen Lösung träumten. Apple habe durch die Kooperation mit Lucent die Kosten senken können und gleichzeitig die Integration mit der eigenen Hardware und Software in die Hand genommen. Er betont, dass Apple Technologien wie Funknetzwerke und FireWire effektiver auf den Markt bringen könne, weil das Unternehmen das gesamte Produkt kontrolliere. Im Gegensatz dazu müssten Konkurrenten wie Dell und Compaq immer mehrere Firmen koordinieren, was Innovation bremse. Apple sei das letzte Unternehmen in der Branche, das „das ganze Ding“ selbst baue, und könne deshalb Hindernisse überwinden und Neuerungen schneller zu den Kund:innen bringen. Jobs formuliert zugespitzt, Apple sei die letzte Firma in dieser Branche, der es noch darum gehe, wirklich gute Computer zu bauen. Fokus auf Produkte statt auf Sanierung Im weiteren Verlauf geht Jobs auf die finanzielle Lage und den internen Umbau von Apple ein, widerspricht aber der Sichtweise, dass die Sanierung das Hauptziel gewesen sei. Er sagt, seine Rückkehr habe nichts damit zu tun gehabt, Apple nur finanziell zu retten. Die eigentliche Motivation sei gewesen, großartige Produkte zu entwickeln und zu sehen, wie Menschen sie nutzen. Er formuliert, er sei zurückgekehrt, um Apple wieder zu einem großartigen Unternehmen zu machen. Jobs beschreibt die vorangegangenen zwei Jahre als Phase des Wiederaufbaus zentraler Fähigkeiten im gesamten Unternehmen, von der Produktion über die Entwicklung bis zum Design. Apple habe inzwischen die beste operative Exzellenz der Branche erreicht, nach seiner Darstellung sogar besser als Dell. In diesen Zeitraum fällt auch der Einstieg von Tim Cook, der ein Jahr zuvor als Senior Vice President für den weltweiten Betrieb zu Apple gekommen war. Das Video zeigt außerdem, dass Jobs direkte Konfrontationen im Unternehmensmarkt vermied, wo Windows-Systeme und große IT-Abteilungen dominierten. Stattdessen bekräftigt er den Fokus auf kreative Profis, den Bildungsbereich und Konsument:innen. Apple werde keinen Frontalangriff auf das Enterprise-Segment starten, sondern zu kreativen Profis zurückkehren, die Führungsrolle im Bildungsmarkt zurückgewinnen und den Consumer-Markt mit Nachdruck angehen. Zum Schluss äußert Jobs großes Vertrauen in die Produktpipeline von Apple. Mehrere kommende Veröffentlichungen bezeichnet er als „das beste Zeug, das ich in meinem Leben gesehen habe“. Diese Aussage passt zeitlich zu den späteren Vorstellungen von Mac OS X und iPod rund zwei Jahre danach. Via: https://www.macrumors.com Bild Youtube

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MacBook Neo: Günstiges Apple-Notebook mit A18-Pro-Chip und 8 GB RAM

  Apple ergänzt die Mac-Familie um das MacBook Neo – ein neues, günstigeres Notebook unterhalb des MacBook Air. Es soll vor allem preisbewusste Käufer:innen und den Bildungsbereich ansprechen. Neues Einstiegs-MacBook ab 699 Euro Das MacBook Neo ist ein komplett neues Mac-Notebook-Modell und startet bei 699 Euro. Damit ist es das bisher günstigste neue MacBook, das Apple regulär anbietet. Mit Bildungsrabatt liegt der Preis bei 599 Euro und zielt damit direkt auf Schüler:innen, Studierende und Bildungseinrichtungen. Das Gerät reiht sich unterhalb von MacBook Air und MacBook Pro ein, bleibt aber ein vollwertiger Mac mit macOS. Im Basismodell bietet Apple eine 256-GB-SSD an, das teurere Modell für 799  Euro kommt mit 512 GB Speicher und integriertem Touch ID. Beide Varianten lassen sich ab sofort vorbestellen, die Auslieferung an erste Kund:innen beginnt am 11. März. Apple positioniert das Neo klar als Alternative zu günstigen Windows-Notebooks und Chromebooks und adressiert Nutzer:innen, die bisher keinen Mac in Betracht gezogen haben. A18-Pro-Chip, 8 GB RAM und Apple Intelligence Im Inneren arbeitet der A18-Pro-Chip, der auch im iPhone 16 Pro steckt. Damit setzt Apple erstmals in größerem Stil einen A‑Serien-Prozessor in einem Mac-Notebook ein. Der Chip soll für Alltagsaufgaben wie Schreiben, Surfen, Schul- und Studienarbeit sowie leichte Foto- und Videobearbeitung ausreichend Leistung bieten. Auch Apple Intelligence wird vollständig unterstützt, obwohl beide Modelle nur mit 8 GB Arbeitsspeicher ausgestattet sind. Im Gegensatz zu allen anderen aktuellen Macs gibt es beim MacBook Neo keine Option, den RAM zu erhöhen. Seit der Aktualisierung des MacBook Air im Oktober 2024 starten alle anderen Macs bei 16 GB Arbeitsspeicher. Apple nimmt die Beschränkung auf 8 GB beim Neo bewusst in Kauf, um den niedrigen Einstiegspreis zu ermöglichen – auch vor dem Hintergrund aktueller Speicherknappheit und steigender RAM-Preise. Langfristig könnte der begrenzte Arbeitsspeicher bei zukünftigen, anspruchsvolleren KI-Funktionen zum Engpass werden. Display, Anschlüsse, Farben und Ausstattung Das MacBook Neo besitzt ein 13-Zoll-Liquid-Retina-Display mit sRGB-Farbraum, einer Auflösung von 2408 × 1506 Pixeln und bis zu 500 Nits Helligkeit. Eine Entspiegelung soll Reflexionen reduzieren. Über den USB‑3‑Port lässt sich ein externes 4K‑Display mit 60 Bildern pro Sekunde ansteuern, insgesamt stehen zwei USB‑C-Anschlüsse zur Verfügung, die beide auch zum Laden genutzt werden können. MagSafe oder Thunderbolt fehlen. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und orientiert sich optisch an den übrigen MacBooks mit abgerundeten Ecken. Das Gewicht liegt bei 1,23 Kilogramm und entspricht damit dem 13‑Zoll‑MacBook Air. Im Lieferumfang sind ein 20‑Watt‑Netzteil und ein USB‑C‑Kabel enthalten. Die Tastatur wird von einem Multitouch-Trackpad ergänzt, auf eine Force-Touch-Funktion verzichtet Apple beim Neo. Bei den Farben bricht Apple mit der bisherigen Zurückhaltung bei Mac-Notebooks: Neben Silber gibt es Blush (ein deutlich erkennbares Rosa), Indigo (ein aufgehelltes Mitternachtsblau) und Citrus (ein kräftiges Gelb-Gold). Die 1080p‑Webcam mit Dual-Mikrofon unterstützt Sprachisolation und den Modus „Breites Spektrum“. Der Akku mit 36,5 Wattstunden soll laut Apple bis zu 11 Stunden drahtloses Surfen und bis zu 16 Stunden Videostreaming ermöglichen. Touch ID ist nur im Modell mit 512 GB Speicher integriert, die Basisversion verzichtet darauf. Apple betont, dass das MacBook Neo trotz einiger Kompromisse ein vollwertiger Mac sei, der insbesondere für Einsteiger:innen und den Bildungsbereich einen neuen, deutlich günstigeren Zugang zur Mac-Plattform bietet. Via: www.macrumors.com · sixcolors.com · www.idownloadblog.com

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