B.E.T. Hartje

@hartjebarbel.bsky.social

war Hausärztin, bin Kommunalpolitikerin für die Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt in München, Witwe und in diesen Zeiten froh, nicht mehr jung zu sein.

Frage: ich wurde darauf hingewiesen, dass Mitglieder der jüdischen Gemeinde es ablehnen, als Mitbürger bezeichnet zu werden. Selbstverständlich werde ich das respektieren, verstehe aber den Hintergrund nicht. Mitschüler, Mitarbeiter, Mitbewohner...wieso Bürger anstelle Mitbürger?

Wie schön, ein Hinweis auf die Stolpersteine in meiner Straße, die ja in München nur auf privatem Grund verlegt werden dürfen und deshalb oft schlechter sichtbar sind als in anderen Städten.

Bild

Mich erinnert die Geschichte um den Wal an manches, was ich bei poymorbiden, alten Patienten erleben musste. Alle technischen Untersuchungen wurden noch gemacht, egal wie hoffnungslos die Situation war, um dann die Lust zu verlieren. Schnell entlassen, den Rest macht der HA.

Natürlich gibt es mögliche Einsparungen: aber dazu müssten Strukturfeformen her, und viele heilige Kühe müssten geschlachtet werden.

Marc Hanefeld@marc-hanefeld.de · 4mo ago

Das meinte ich gestern. @sommerbrodt.bsky.social hat es in Hessen auf den Punkt gebracht. 1️⃣ So wird niemand motiviert, in die medizinische Versorgung zu kommen. 2️⃣ So werden Viele dazu gebracht, ihre Tätigkeit dort zu beenden oder zu modifizieren. Ich auch. Folge: schlechtere Versorgung.

Die Stabilisierung der GKV-Finanzen ist notwendig.
Die Frage ist: Wie?
Die Delegierten des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Hessen haben sich klar positioniert: Der aktuelle Gesetzentwurf setzt vor allem auf kurzfristige Sparmaßnahmen – und greift dabei ausgerechnet in die hausärztliche Versorgung ein. Dabei ist genau diese Ebene zentral für ein funktionierendes System:

Hausarztpraxen sind erste Anlaufstelle
▶ sie koordinieren die Versorgung
▶ sie vermeiden unnötige Untersuchungen und Kosten

Wird diese „erste Versorgungslinie“ geschwächt, hat das Folgen:
▶ längere Wege für Patient*innen
▶ mehr unkoordinierte Facharztkontakte
▶ steigende Kosten an anderer Stelle

Kritisch sehen wir insbesondere:
▶ Eingriffe wie die Fixkostendegression, die mehr Versorgung schlechter vergüten
▶ die Begrenzung der HZV, die ein bewährtes Versorgungsmodell ausbremst
▶ fehlende strukturelle Lösungen wie ein verbindliches Primärarztsystem
▶ steigende Zuzahlungen, die vor allem chronisch Kranke belasten

Unser Fazit:
Eine nachhaltige Stabilisierung der GKV gelingt nur mit strukturellen Reformen und mit einer starken hausärztlichen Versorgung – nicht gegen sie.

Es gibt gute Gründe, die Politik von Erdoğan entsetzlich zu finden. Aber null Gründe, deshalb einen Döner-Grill irgendwo anzugreifen. Es gibt gute Gründe, die Politik von Netanyahu entsetzlich zu finden. Aber null Gründe, eine israelische Bar in München anzugreifen. Solidarität mit dem #eclipse