André Kühnlenz

@keinewunder.de

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Den Koalitionären war 2025 schlicht nicht bewusst, wie drastisch sich die Nachfragekrise verschärfen würde... Die Union verschliesst davor bis heute die Augen – obwohl der Kapitalstock das zweite Jahr in Folge schrumpft, was die Nachfrage nach Arbeitskräften spürbar drosselt...

Linienchart "Erwerbstätige in Deutschland (Arbeitsort)" zeigt saisonbereinigte Jahresraten 2018–2026; Beschäftigungswachstum fällt seit 2022/23, Momentum-Linien (März, Juni 2026 und aktuell) drehen seit 2025 ins Negative und liegen unter der markierten Rezessionsschwelle; graue Bereiche markieren

Womöglich würde die Regierung den Aufstieg der AfD entschlossener verhindern, wäre ihr bewusst, wie rasant die Arbeitslosigkeit in der eigenen Wählerschaft steigt und Ihr Nichtstun die Nachfragekrise weiter anheizt...

Liniendiagramm "Arbeitslose in Deutschland" (1. Quartal 2023=100) zeigt seit 2023 steigende Arbeitslosenzahlen für Inländer und Gesamt, fallende für Ausländer; aktuelle Werte: Gesamt 2,993 Mio, Inländer 1,941 Mio, Ausländer 1,052 Mio; Änderungen: +27.717, +62.713, −34.996.

Im Dezember warnten Stefan Kooths und Kollegen, das nachlassende Arbeitskräftehorten signalisiere «verschärfte strukturelle Probleme»... Dabei deutete sich am Arbeitsmarkt eine Erholung an... Erstaunlich, dass er von Januar bis Juni nun doch keine Entschärfung ausmachte... 🤓😉

Liniendiagramm, das 2017–2026 den gewichteten Anteil deutscher Firmen zeigt, die sinkende Produktion, aber stabile oder steigende Beschäftigung erwarten; starker Spike 2020 (~24%), erneuter Anstieg 2022–23 (~20%), Rückgang bis 2025, leichter Anstieg 2026.

Im Dezember warnten Stefan Kooths und Kollegen, das nachlassende Arbeitskräftehorten signalisiere «verschärfte strukturelle Probleme»... Dabei deutete sich am Arbeitsmarkt eine Erholung an... Erstaunlich, dass er von Januar bis Juni nun doch keine Entschärfung ausmachte... 🤓😉

Liniendiagramm, das 2017–2026 den gewichteten Anteil deutscher Firmen zeigt, die sinkende Produktion, aber stabile oder steigende Beschäftigung erwarten; starker Spike 2020 (~24%), erneuter Anstieg 2022–23 (~20%), Rückgang bis 2025, leichter Anstieg 2026.

Womöglich würde die Regierung den Aufstieg der AfD entschlossener verhindern, wäre ihr bewusst, wie rasant die Arbeitslosigkeit in der eigenen Wählerschaft steigt und Ihr Nichtstun die Nachfragekrise weiter anheizt...

Liniendiagramm "Arbeitslose in Deutschland" (1. Quartal 2023=100) zeigt seit 2023 steigende Arbeitslosenzahlen für Inländer und Gesamt, fallende für Ausländer; aktuelle Werte: Gesamt 2,993 Mio, Inländer 1,941 Mio, Ausländer 1,052 Mio; Änderungen: +27.717, +62.713, −34.996.

Den Koalitionären war 2025 schlicht nicht bewusst, wie drastisch sich die Nachfragekrise verschärfen würde... Die Union verschliesst davor bis heute die Augen – obwohl der Kapitalstock das zweite Jahr in Folge schrumpft, was die Nachfrage nach Arbeitskräften spürbar drosselt...

Linienchart "Erwerbstätige in Deutschland (Arbeitsort)" zeigt saisonbereinigte Jahresraten 2018–2026; Beschäftigungswachstum fällt seit 2022/23, Momentum-Linien (März, Juni 2026 und aktuell) drehen seit 2025 ins Negative und liegen unter der markierten Rezessionsschwelle; graue Bereiche markieren

Der Ifo-Echtzeitschätzer für das BIP spielt mal wieder verrückt (oder auch nicht?)... Am Donnerstag kommen neue BIP-Zahlen für das 2. Quartal.... Bloomberg-Konsens: 0,1% Bundesbank: "etwas zugelegt"

Konjunkturmomentum in Deutschland: Liniendiagramm (1.Q.25–3.Q.26) zeigt stark ansteigendes BIP (rote Kurve, rechte Skala) bis +0,94% (Ifo Echtzeit 27.07.2026), realen Industrieumsatz sinkend (orange, Frühschätzung Juni −3,8%) und Maut-Tages/Monatsindex (hell/dunkelblau).

Die Geschäftserwartungen in der Industrie erholen sich stark. Grund zu grosser Hoffnung gibt das nicht. Jede Eskalation im Nahen Osten kann die Stimmung erneut kippen lassen. Die Erholung macht bisher nur den Einbruch seit März gerade so wett. Der Rückschlag begann früher...

André Kühnlenz@keinewunder.de · last wk.

Die Industriemanager in Deutschland haben den Energiepreisschock des Nahostkrieges überwunden. Die Ifo-Umfrage zeigt jedoch: Den Rückschlag beim Kapitalaufbau holt Deutschland noch immer nicht auf...

Zwei Ifo-Diagramme: links Geschäftserwartungen (Industrie, Dienstleister, Gesamt) 2017–2026 mit Markierungen für Corona‑, Putin‑ und Nahostkriegs‑Schocks; rechts Gegenüberstellung Ifo‑Geschäftslage und Auftragseingang mit Projektion sinkender Aufträge.

Die Industriemanager in Deutschland haben den Energiepreisschock des Nahostkrieges überwunden. Die Ifo-Umfrage zeigt jedoch: Den Rückschlag beim Kapitalaufbau holt Deutschland noch immer nicht auf...

Zwei Ifo-Diagramme: links Geschäftserwartungen (Industrie, Dienstleister, Gesamt) 2017–2026 mit Markierungen für Corona‑, Putin‑ und Nahostkriegs‑Schocks; rechts Gegenüberstellung Ifo‑Geschäftslage und Auftragseingang mit Projektion sinkender Aufträge.

Die Industriemanager in Deutschland haben den Energiepreisschock des Nahostkrieges überwunden. Die Ifo-Umfrage zeigt jedoch: Den Rückschlag beim Kapitalaufbau holt Deutschland noch immer nicht auf...

Zwei Ifo-Diagramme: links Geschäftserwartungen (Industrie, Dienstleister, Gesamt) 2017–2026 mit Markierungen für Corona‑, Putin‑ und Nahostkriegs‑Schocks; rechts Gegenüberstellung Ifo‑Geschäftslage und Auftragseingang mit Projektion sinkender Aufträge.

Was Jens Südekum hier meint: Der staatliche Rentenfonds verdrängt private Investoren aus Aktien. Diese suchen daraufhin nach lukrativeren Anlagen und Risiken (Wagniskapital...) Die steigende Verschuldung schafft tiefere Kapitalmärkte... Aber warum soll das in Europa passieren...?

Bild

Die deutsche Industrie wird vor allem von der Auslandsnachfrage getragen – dort, wo sie angeblich an Wettbewerbsfähigkeit verloren hat. Sorgen bereitet die Binnenwirtschaft. Sie kann nach dem Rückschlag im Frühjahr auf Impulse hoffen - auch vom Staat... Quelle 👇: Bantleon

Liniengrafik "German manufacturing PMI" (2007–2025) zeigt Exportaufträge (orange) und Produktion/Output (schwarz) mit starken Einbrüchen 2009 und 2020, anschließender Erholung und jüngsten Anstiegen knapp über der 50‑Punkte‑Marke.

Folgender Text: 

Deutsche Industrie im Aufwind
Blickt man noch tiefer in die Details, stechen in der deutschen Industrieumfrage vor allem die kräftigen Anstiege in den Komponenten Produktion und Exportaufträge hervor (vgl. nachfolgende Abbildung). Mit 54,7 (nach 51,6) bzw. 52,3 Punkten (nach 50,4) wurden jeweils 5‑jährige Höchststände markiert. Von einem Krisenmodus kann daher endgültig nicht mehr gesprochen werden. Vielmehr ist die Belebung im verarbeitenden Gewerbe in vollem Gange. Sie wird dabei nicht nur von staatlichen Impulsen, sondern auch vom Ausland getragen.

Die deutsche Industrie wird vor allem von der Auslandsnachfrage getragen – dort, wo sie angeblich an Wettbewerbsfähigkeit verloren hat. Sorgen bereitet die Binnenwirtschaft. Sie kann nach dem Rückschlag im Frühjahr auf Impulse hoffen - auch vom Staat... Quelle 👇: Bantleon

Liniengrafik "German manufacturing PMI" (2007–2025) zeigt Exportaufträge (orange) und Produktion/Output (schwarz) mit starken Einbrüchen 2009 und 2020, anschließender Erholung und jüngsten Anstiegen knapp über der 50‑Punkte‑Marke.

Folgender Text: 

Deutsche Industrie im Aufwind
Blickt man noch tiefer in die Details, stechen in der deutschen Industrieumfrage vor allem die kräftigen Anstiege in den Komponenten Produktion und Exportaufträge hervor (vgl. nachfolgende Abbildung). Mit 54,7 (nach 51,6) bzw. 52,3 Punkten (nach 50,4) wurden jeweils 5‑jährige Höchststände markiert. Von einem Krisenmodus kann daher endgültig nicht mehr gesprochen werden. Vielmehr ist die Belebung im verarbeitenden Gewerbe in vollem Gange. Sie wird dabei nicht nur von staatlichen Impulsen, sondern auch vom Ausland getragen.