Keith

@leonardodacringey.bsky.social

Radikaldemokrat Antifaschist

Der Sinn der unmöglichen Forderung liegt in ihrer perpetuierenden Sinnstiftung. Ihre Unerreichbarkeit bietet eine unendliche Aufgabe ohne jede Lösung. Die Akzeptanz des ewigen Scheiterns dient der Taufe ihrer Jünger und dem Verdammen der Zweifler. Die Utopie muss sterben, damit wir leben können.

Radikalisierte Muslime bekämpfen unsere Gesellschaft nicht, weil sie nicht genug Freiheit haben,sondern weil sie unsere nicht ertragen.Terroristen morden nicht, weil sie nicht geliebt werden, sondern weil sie uns hassen. Islamisten kämpfen nicht für ihre Rechte. Sie sind die Rechten.

Nein, Streetworker werden uns nicht vor religiösem Terror schützen. Es ist Zeit, sich spalten zu lassen. Antifaschistinnen müssen sich spalten von den Terrorapologeten, den Extremismusverstehern, den Antisemiten und all den naiven Verwaltern des Status quo. Niemand muss islamischen Hass akzeptieren.

Jahrzehnte der opportunistischen Inflation des Rassismusbegriffs haben zu einer vollkommenen Entkopplung von Täter, Motiv und Gruppe geführt. Wir waren zu erfolgreich darin, Religionskritik rassistisch zu framen. Aber genau da müssen wir hin: zu einem Selbstverständnis legitimer Islamkritik.

Was wir in den kommenden Tagen nach dem Angriff auf den CSD durch einen radikalen Muslim erleben werden, ist ein routinierter Beleg für eine traurige Realität: Es gibt in Deutschland kein spürbares innerislamisches Verantwortungsgefühl für islamische Gewalt. Bis sich das ändert, ist Angst legitim.

Die zahlreichen Übergriffe auf jüdische Touristen werden von Islamisten und autoritären Linken als Beleg für einen vermeintlich berechtigten Hass auf Israel geführt, der wiederum zur Rechtfertigung der Gewalt dient. Ob Stammbaum oder logischer Beweis, ihre Lieblingsform ist und bleibt der Kreis.

Wenn man die gemeldeten antisemitischen und dezidiert rassistischen Straftaten auf die jeweils betroffenen Bevölkerungsgruppen umlegt, passiert fogendes: Jüdinnen und Juden haben ein ca. 35 Mal höheres Risiko, Opfer gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu werden. Und @dielinkebt.de ganz vorne dabei

Eine Erkenntnis, die uns über verschiedene Themenfelder in den nächsten Jahrzehnten begleiten sollte: Die einfache Tatsache, dass wir zu dumm und zu schwach waren, die Ursachen zu verhindern, befreit uns nicht von der Pflicht, schlau und stark genug zu werden, deren Folgen zu bekämpfen.

Wir erleben in Echtzeit, wie die @dielinkebt.de einer politischen Sunk Cost Fallacy erliegt. Statt sich vom eigenen Antisemitismus zu distanzieren, verdoppeln sie einfach ihren Einsatz, weil sie sich einbilden, es gäbe eine Zukunft ohne jüdischen Widerspruch und mit islamistischem Zuspruch. Deppen.

Vertreter der muslimischen Gemeinde haben die Verantwortung, sich und ihren Glauben klar von islamistischem Terror und Hass zu distanzieren, die Täter zu verurteilen und Strukturen zu bekämpfen, die Terror hervorbringen. Nehmen sie diese Verantwortung nicht wahr, tragen sie eine andere.

Kompensatorische Emanzipation ist im Kern rohe Machtambition. Ein Intersektionalismus ohne Klassenfrage oder ein Postkolonialismus ohne Islamkritik sind kaum mehr als eurozentrischer Revanchismus aus der Perspektive instrumentalisierter Betroffenheit.