Lukas Alexander Ols

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Die Parteien schauen auf Umfragen wie auf Marktanteile: AfD bei 25 Prozent? Dann müssen wir ihr ein paar Wähler abnehmen. Währenddessen kümmern sie sich kaum um die Millionen Menschen, die früher andere Parteien gewählt haben und heute keinen Grund mehr dafür sehen.

Dann läuft es immer gleich: Eine Partei gibt ihr Profil auf. Ihre früheren Wähler bleiben zu Hause. Der AfD-Anteil steigt. Die Partei ruft: „Das Land rückt nach rechts!“ Also rückt sie selbst weiter nach rechts.

Die AfD verliert, wenn ihre Gegner wieder etwas Eigenes vertreten. Etwas, das Menschen im Alltag spüren. Etwas, wofür eine Partei tatsächlich kämpft. Etwas, das den Gang zur Wahlurne lohnt. Wahlkampf kann das erzählen. Er kann es nicht ersetzen.

Danach steigt die AfD in den Umfragen. Und dieselben Parteien sagen: „Seht ihr? Die Leute wollen rechte Politik.“ Dabei sehen sie auch das Ergebnis ihrer eigenen Entscheidungen: Sie haben ihren früheren Wählern den Grund genommen, wählen zu gehen.

Eine andere Politik würde Streit bedeuten: mit Vermietern, Konzernen, großen Vermögen und den rechten Flügeln der eigenen Parteien. Über Bürgergeld und Migration zu reden ist für diese Gruppen wesentlich bequemer.

Damit helfen sie der AfD auf zwei Wegen: Ihre früheren Wähler bleiben zu Hause. Gleichzeitig reden alle über Migration, Missbrauch, Bedrohung und Härte. Die AfD wirkt dann wie die einzige Partei, die wirklich meint, was die anderen nachsprechen.

Die anderen Parteien jagen den Wählern der Konkurrenz hinterher und geben dabei ihre eigenen auf: Die SPD die Beschäftigten. Die Union moderate Bürgerliche. Die Grünen ihre eigenen Werte. Die FDP ihr Aufstiegsversprechen.

Die FDP könnte für Aufstieg stehen: gute Bildung, digitale Behörden, Bürgerrechte, Chancen für Gründer und Möglichkeiten für Menschen ohne großes Erbe. Übrig bleiben meist Steuersenkungen für Leute, die schon fast alle Möglichkeiten haben.

Merz macht Abschiebungen, Bürgergeld und Kulturkampf zum Markenkern. Damit verliert die Union moderate Bürgerliche und sagt zugleich allen: Die AfD hat recht, Migration ist das Hauptproblem. Wer das glaubt, kann gleich das Original wählen.

Die Union könnte Menschen halten, die Ruhe, Verlässlichkeit und einen funktionierenden Staat wollen: Kitas, Pflege, Wohnungsbau, Infrastruktur, Verwaltung und Rechtsstaat. Eine Regierung, die Probleme löst, ohne täglich die nächste Empörung zu produzieren.

Die SPD verschärft stattdessen Sanktionen, tritt gegen Bürgergeldempfänger und übernimmt die Migrationspolitik der Union. Sie kontrolliert Menschen mit wenig Geld und lässt Vermieter, Konzerne und große Vermögen aus dem Konflikt heraus. Warum sollte jemand dafür wieder SPD wählen?

Für die SPD wäre der Weg ziemlich klar: Löhne erhöhen. Tarifverträge stärken. Mieten begrenzen. Renten sichern. Schulen und Krankenhäuser in Ordnung bringen. Und offen sagen, wer davon profitiert, dass all das ausbleibt.

Das hatten wir noch nie. Bei einem Umstieg kam trotz Anmeldung kein Bahnhofspersonal, Zugpersonal telefonierte und dann kam jemand und legte eine kurze Faltrampe in den ICE. Der Winkel sah wie mindestens 45 Grad aus, natürlich überhaupt nicht nutzbar. Zugpersonal holte dann den Bahnhofshublift.

Zauberbärin im Türbereich vom ICE, eine Faltrampe wird hineingelegt.Auf dem Bahnsteig vor der offenen ICE-Tür hält jemand eine senkrecht stehende Faltrampe.

Billigeres Gas soll den Strompreis senken, sagt Reiche. In den 2030ern. Nur: Die neuen Gaskraftwerke sollen künftig rund 85 Prozent des Jahres stillstehen. Ihre Kosten sind fix, der Gaspreis spielt kaum eine Rolle. Das Narrativ lief heute trotzdem ungeprüft durch Dutzende Medien.

Strompreis-Entlastung: Reiche vertagt auf die 2030er

Katherina Reiche vertagt die Strompreis-Entlastung auf die 2030er und setzt auf billiges Gas. Warum die Rechnung nicht aufgeht.

cleanthinking.de

"Öl wird gefördert, verbrannt & die Energie ist erschöpft. Lithium wird abgebaut, zu einer Batterie verarbeitet & die Energiespeicherfähigkeit kann jahrelang wiederverwendet werden." Gui Ximenes Das Verbrennen fossiler Brennstoffe macht keinen Sinn mehr! #oilkills #endfossilfuels

Gui Ximenes@guiximenes.bsky.social · 21h ago

Oil is extracted, burned, and its energy is over. Lithium is mined, becomes a battery, and its energy storage capability can be reused for years. Burning fossil fuels doesn't make any sense anymore.

Wirtschaftsministerin Reiche rechnet erst in einigen Jahren mit sinkenden Strompreisen. Mit anderen Worten: Ihr Nachfolger soll das klären.

Die #Energiewende findet nicht nur auf dem Dach statt. Im ersten Halbjahr 2026 legten erneuerbare Energien in Deutschland bei Strom, Wärme und Verkehr zu. Besonders stark wuchs die Nutzung von #Wärmepumpen sowie erneuerbaren Energien im Verkehrssektor.

Erneuerbare Energien: Wachstum in allen Sektoren

Anteil erneuerbarer Energien bei Strom- und Wärmeerzeugung steigt. Im Verkehrssektor nehmen Biokraftstoffe und Elektroantriebe zu.

gabot.de

Über die Gründe kann man derzeit nur spekulieren. Das WSF ist die weltweit größte Konferenz zivilgesellschaftlicher NGOs. Auf dem WSF soll es vor allem um Fragen einer gerechten Weltordnung, der Migration und der Ernährungssouveränität gehen. Dazu sind Tausende Teilnehmende nach Benin gereist.

Exklusiv: Das Weltsozialforum in Benin darf nicht wie geplant stattfinden. Die Regierung hat den Zugang zur Universität verweigert. Bereits gestern wurde der Protestmarsch verboten, der traditionell den Auftakt zum WSF bildet. Eine Delegation wurde zudem gezwungen, nach Togo zurückzureisen.

Weltsozialforum: Plakat an der Universität von Cotonou/Benin