Jane Müller

@mllerjane.bsky.social

Medienpädagogin. FAU Erlangen-Nürnberg

***Statement*** der GMK - Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. zur #Einberufung der Expert*innenkommission der Bundesregierung zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt

Die GMK begrüßt, dass die Expert*innenkommission in Kürze ihre Arbeit aufnehmen wird. Wir freuen uns, dass die Perspektive der medienpädagogischen Forschung berücksichtigt worden ist, nehmen jedoch gleichzeitig mit Bedauern zur Kenntnis, dass in dem 18-köpfigen Gremium eine Vertretung dezidierter medienpädagogischer Fachpraxis fehlt. Zudem ist auch die medienpädagogische Hochschulforschung nicht dauerhaft eingebunden. Dies verwundert angesichts der originär medienpädagogischen Aufgabenstellung der Kommission erheblich. Darüber hinaus werden auch keine Vertreter:innen von Kinder-, Jugend- oder Schüler:innenorganisationen als permanente Mitglieder benannt, wodurch eine partizipative Gestaltung von Schutzmaßnahmen unter Einbeziehung aller Akteursgruppen in der Kommission nicht dauerhaft ermöglicht wird.n der Pressemitteilung vom 04.09. wird zwar betont, dass Wissen und Perspektiven relevanter Akteure sowie der jungen Generation eingebunden werden. Eine punktuelle Anhörung ersetzt hier jedoch nicht die regelmäßige Präsenz und damit einhergehende Möglichkeiten, interne Debatten mitgestaltenund Zwischen- wie auch finale Ergebnisse der Kommission miterarbeiten zu können, bei denen es neben Schutzaspekten gleichermaßen auch Befähigung und Teilhabe im Sinne einer umfassenden, an den Kinderrechten in der digitalen Welt orientierten Förderung von Medienkompetenz mitzudenken gilt.

Heute durfte ich mit Julia Eichelmann und Mareike Thumel bei der #gebf25 über Sense of Agency Jugendlicher bei der Nutzung sozialer Medien sprechen. Wir haben gezeigt, dass es einen Unterschied macht, ob sie TikTok nutzen oder eine andere Social-Media-App. Gefühlt haben sie dann weniger Kontrolle.