Paul Bräutigam

@paulbraeutigam.bsky.social

WiMi Literaturwissenschaft/Literaturdidaktik @UniKassel

Das kann man alles gut begründet so sehen, aber so funktioniert Theater bei Rau nicht. Es geht nicht darum, irgendetwas zu entlarven oder zu dekonstruieren: “Es hat sich auskritisiert, es hat sich ausdekonstruiert” (Rau/Bossart 2013, S. 9). Das war von Anfang an sein Ansatz. Raus Theater will in die

Natascha Strobl@nataschastrobl.bsky.social · 2mo ago

Wenn man Thiel schon einlädt und „entzaubern“ will, dann wird das inhaltlich so nicht passieren. Allein, dass ihm ein angesehener Theologe gegenüber sitzt ist doch schon der Gewinn. Er lechzt nach der Anerkennung genau solcher Männer. Ich würde ihm eine Frau gegenüber setzen, um seine Misogynie…

Interessant ist ja, dass wir von links und rechts zwei völlig unterschiedliche Erklärungen für den Aufstieg der AfD haben, die zwei diametral entgegengesetzte Handlungsempfehlungen nach sich ziehen und beide Seiten halten einfach völlig blind an ihrer Erklärung fest.

Wegen euch Bluesky-Losern macht Felix Hartmann eine Twitter-Pause oder hört womöglich ganz auf, nur weil ihr nicht lesen könnt. Man muss sich regelrecht fremdschämen.

und am ende muss man auch einfach sagen, dass jemand die von sich behauptet, dass das schreiben für sie eigentlich gar keine große bedeutung hat, und ein autor der 160 tausend euro vorschuss bekommt, beide auf jeweils verschiedenen art den literaturbetrieb nicht repräsentieren

What is it about the radical right Alternative for Germany and the eastern states? Glad you asked, b/c I have a bootlegged manuscript for you.

The electoral breakthrough of the AfD and the east-west divide in German politics - kai arzheimer

The radical right became a relevant party family in most west European polities in the 1990s and early 2000s, but Germany was a negative outlier up until very recently. Right-wing mobilisation success remained confinded to the local and regional level, as previous far-right parties never managed to escape from the shadow of “Grandpa’s Fascism”. This only changed with the rise, electoral breakthrough, and transformation of “Alternative for Germany” (AfD), which quickly became the dominant far-right actor. Germany’s “new” eastern states were crucial for the AfD’s ascendancy. In the east, the AfD began to experiment with nativist messages as early as 2014. Their electoral breakthroughs in the state elections of this year helped sustain the party through the wilderness year of 2015 and provided personel, ressources, and a template for the AfD’s transformation. Since its inception, support for the AfD in the east has been at least twice as high as in the west. This can be fully explained by substantively higher levels of nativist attitudes in the eastern population. As all alleged causes of this nativism are structural, the eastern states seem set to remain a stronghold for the far right in the medium- to long-term.

kai-arzheimer.com

Viel interessanter: Die Grünen haben heute im sächsischen Landtag die Drucksache 8/5613 mit den Stimmen der AfD und des BSW gegen die Stimmen der regierenden Koalition (55:52) zur Annahme gebracht.

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Dietrich Herrmann@herrmann.bsky.social · 3mo ago

Grüne 🌻 schlagen strategischen #Sachsen -Einstieg beim #Volkswagen -Konzern vor. #Standortpolitik #Wirtschaftskraft #Arbeitsplatzsicherung @gruene-fraktion-sachsen.de @wolframguenther.bsky.social

Die Linke wird nicht mehr lernen, dass ihre vorhersehbare Empörung von der Neuen Rechten bei solchen “Happenings” einkalkuliert. Anstatt Bernd in seiner braunen Bubble zu belassen, zieht man das todeslangweilige Interview in den diskursiven Mainstream und trägt zur Verbreitung bei. Applaus.

Saskia Esken@eskensaskia.bsky.social · 3mo ago

Weil ich kritisiere, dass ben:ungeskripted Björn Höcke eine Plattform bietet, fliegt mir gerade ein bisschen das Netz um die Ohren. Kommentatoren werfen mir „Intoleranz“ vor, weil ich die menschenverachtenden Haltungen von Björn Höcke nicht toleriere. Damit ist auch Zukunft nicht zu rechnen.

Es ist natürlich direkt “der ÖR”, nicht eine kritikwürdige Sendung. Und unter rechtsextrem geht es sowieso nicht. Der Grund für 28 % AfD ist zudem auch gleich gefunden. Es ist genau dieser Hang zur hemmungslosen Übertreibung, der eine nüchterne Analyse der Situation verunmöglicht.

Der Volksverpetzer@volksverpetzer.de · 3mo ago

Gerade die Tagesthemen zur Bas-Aussage gesehen. Kein Wunder, dass so viele AfD wählen. ÖR inhaltlich nicht mehr von rechtsextremer Desinformation zu unterscheiden. Zwei Minuten lang unkommentiert rechte & rechtsextreme Meinungsbeiträge und dann faktisch falscher "Faktencheck". Journalismus am Ende.

Dieses “eine Kopie stärkt das Original” ist leider auch so PoWi-Talking Point, der sich verselbstständigt hat. Damit war nie gemeint, dass jede Policy rechts der Mitte die AfD stärkt, sondern die Übernahme konkreter AfD Forderungen/Rhetorik in der Light-Version. Den Case kann man für Prien/Weimer…

Patrick Breitenbach@patrickbreitenbach.de · 3mo ago

Warum das nicht klappt, wird seit Jahren sehr deutlich formuliert, wird aber von allen Akteuren geflissentlich ignoriert: Eine Kopie der AfD stärkt das Original. Sich auf ihr Spiel überhaupt einzulassen stärkt das Original. Kulturkampf, Populismus, nach unten treten und Spaltung stärkt das Original.

Anders als Jason Stanley und Tymothy Snider sehe ich die USA nicht bereits im Faschismus. Ihre falsche Diagnose verstärkt sogar noch die politische Ohnmacht (oder liberale Überlegenheitsgesten). Aber die Frage zu stellen, ist zwingend: wann ist etwas nicht-mehr demokratisch? 4/8

Man fragt so, ob man um seine menschliche Integrität fürchten muss, ob man mit staatlichen Gewaltexzessen rechnen muss, etc. Ich verstehe Reemtsma, dass er den lapidaren und ungenauen, rein moralischen Gebrauch des F-Begriffs als denkfaule und folgenlose Vergemeinschaftungsvokabel kritisiert. 2/8

Das Recht auf bezahlbaren Wohnraum muss hinter dem Recht auf Grillwiese zurücktreten. Es könnte das Paradies auf Erden sein, solange wir neben einem Wohnkosten- auch ein Wohnraumproblem haben, ist das ehrlicherweise kein Argument. Ein schönes Plätzchen zum Grillen ist Luxus. Eine Wohnung nicht.

Katharina Nocun@kattascha.bsky.social · 3mo ago

Da wieder diskutiert wird, das Tempelhofer Feld zu bebauen: Geht einfach mal an nem Sonnentag hin. Es war voll. Die Grillwiese, voll. Der Biergarten, voll. Die Wiese beim Mini-Konzert, voll. Die Rollschuhfläche, voll. Die Community-Gärten, voll. Die einzige sinnvolle Veränderung wäre mehr Schatten.

Das ist mE tatsächlich der Punkt, den man - obwohl ich es anders sehe - in der Debatte gut machen kann. Der jetzige eXit ist „too little too late“. Vor 4 Jahren hätte man X tatsächlich noch durch einen kollektiven Abzug beschädigen können. Jetzt hat Pellmann Recht, aber aus den falschen Gründen.

Bijan Moini@bijanmoini.de · 3mo ago

Diese Erhöhung von X 🙄 Als wäre es die Demokratie selbst. Ihr habt 3,5 Jahre um die Plattform des reichsten Rechtsextremisten der Welt „gekämpft“. Gebracht hat es nix. Stattdessen sehr viel Energie verschwendet, die in den (Wieder-)Aufbau einer links-progressiven Bewegung hätte fließen können.

Auszug Spiegel-Artikel:

Sören Pellmann ist Co-Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag. Auf der Plattform X klingt er an diesem Dienstagmorgen alarmiert. Pellmann schreibt: »Wenn jetzt alle Links-progressiv Denkenden gehen, überlassen wir diese Plattform kampflos den Lautesten, den Hassenden und den Rechtsaußen.« Das dürfe nicht passieren. Pellmann setzt einen Aufruf ab: »Ich appelliere an alle, die für Vielfalt, Respekt und eine offene Gesellschaft stehen: Bleibt. Widersprecht. Macht euch sichtbar.«

Es ist im Übrigen komplett absurd, dass die politische Linke einflussreiche Debattenräume einfach aufgibt, während die Neue Rechte mit Gramsci einen linken Theoretiker kapert, um mit dessen Playbook genau diese Räume zu erobern.