Paul Steinmaßl

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Economist @momentum-institut.at/ Klima, Umwelt, Energie, Verteilung, Gesundheit, Fiskalpolitik

Seit des US-Iran Krieges treiben Kraftstoffe schlagartig die Inflation. Die OMV freuts: Bereits im ersten Halbjahr überholt sie die Jahresgewinne der Vorjahre. Daher braucht es einen Margen-Deckel bei Sprit und Heizöl. Langfristig aber muss Österreich seine Abhängigkeit von Öl und Gas verringern. 1/

Balkendiagramm zeigt die OMV-Gewinne von 2018 bis 2026 in Milliarden Euro. Der Gewinn im ersten Halbjahr 2026 beträgt bereits 2,26 Milliarden Euro und übersteigt damit die gesamten Jahresgewinne der Jahre 2023, 2024 und 2025.

Temporeduktionen haben große Wirkung. Wir haben auf Basis des Power Models von Rune Elvik simuliert, wie stark geringere Geschwindigkeiten die Verkehrssicherheit verbessern. Das Ergebnis: Moderne Tempolimits könnten Verkehrstote um bis zu 68 Prozent reduzieren. 1/

Moderne Tempolimits können Verkehrstote um bis zu 68 Prozent reduzieren. Balkendiagramm das die Wirkung von Tempolimit-Senkungen auf Verkehrstote 2025 zeigt. Drei Bereiche im Vergleich: Autobahn (130→100 km/h: 31→10 Tote, −21 Verkehrstote weniger), Schnell-/Landstraße (100→80 km/h: 163→59, −104 Verkehrstote weniger) und Ortsgebiet (50→40 km/h: 46→24, −22 Verkehrstote weniger).

Der Dieselpreis liegt wieder um die 2 Euro. Dabei sind es vor allem die Aufschläge der Mineralölkonzerne, die die Spritpreise nach oben treiben. Kurzfristig helfen Margenbegrenzungen, langfristig braucht es jedoch Maßnahmen, um den Verbrauch von Fossilen zu reduzieren. 1/

Mineralölkonzerne erhöhen Aufschläge drastisch. Balkendiagramm zu Benzin- und Dieselpreisen im Vergleich zu Vorperioden: Der Anstieg seit der Vorkriegszeit wird vor allem auf höhere Aufschläge der Mineralölkonzerne zurückgeführt, während Rohölkosten und Steuern deutlich weniger zunehmen.

Mit den Schulferien in Ostösterreich startet für viele Familien und Haushalte die Urlaubszeit. Doch etliche typische Urlaubsausgaben wie die Unterkunft oder Anreise sind deutlich teurer geworden. Gleichzeitig kann sich jeder fünfte Haushalt keinen Urlaub leisten. 1/x

Balkendiagramm zu Preissteigerungen von Mai 2025 bis Mai 2026 bei typischen Ausgaben im Sommerurlaub. Die allgemeine Inflation liegt bei 3,7 Prozent. Besonders stark stiegen Kraftstoffe mit 26,3 Prozent, Campingplätze und Jugendherbergen mit 13,9 Prozent, Flugreisen mit 13,8 Prozent, Busreisen mit 10,5 Prozent und Zugreisen mit 9,6 Prozent. Billiger wurden Limonaden, Wasser und Säfte mit minus 0,6 Prozent.

Mit voraussichtlichen Tageshöchstwerten von 35 Grad Celsius ist heute der heißeste Tag des Jahres – bisher. Das steht für einen langfristigen Trend: Die Zahl der #Hitzetage in Wien hat sich seit Mitte der 1950er-Jahre mehr als verfünffacht, während Eis- und Kältetage zunehmend seltener werden. 1/

 Fünfmal so viele Hitzetage wie in den 1950ern. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt für Wien einen starken Anstieg der Hitzetage (über 30 °C) von durchschnittlich 6 Tagen pro Jahr in den 1950ern auf 30 Tage in den 2020ern, während die Zahl der Eistage (unter 0 °C) von 24 auf 5 zurückging.

Unsere #Budgetanalyse zeigt: der Sparkurs bei #Klima- und #Umweltschutz geht weiter: um über 400 Millionen wird das Umweltbudget 2027 gekürzt - zusätzlich zu einer Halbierung in den letzten beiden Jahren. Alle Details gibt es in unserer Analyse ⬇️

Kahlschlag bei Klimaschutz geht weiter: Nach einer Halbierung in den letzten Jahren sollen 2027 über 400 Millionen Euro zusätzlich eingespart werden.
Momentum Institut@momentum-institut.at · 2mo ago

Der Finanzminister hat heute seine #Budgetrede gehalten. Morgen geht die Debatte darüber im Parlament los. Wir haben für euch das #Doppelbudget 2027/2028 analysiert, damit ihr es nicht müsst. Es ist ein weiteres Sparbudget, aber es spart am falschen Platz. Ein Thread. 1/18

Wie die Regierung das Budget sanieren könnte, ohne Einkommensarme zu treffen. Die Grafik zeigt von der Regierung bereits beschlossene Maßnahmen und das jeweilige Einnahme- bzw. Einsparvolumen, sowie vom Momentum Institut vorgeschlagene Instrumente, die mehr Einnahmen aber weniger sozialen Einschnitt bringen.

Spätestens der Iran-Krieg hat gezeigt: Die Abhängigkeit von fossiler Energie ist nicht nur umweltschädlich, sondern auch teuer. Dennoch spart die Regierung an der Energiewende: Laut Umweltministerium sind für 2026 bereits über 80 Prozent der Förderungen für den #Heizkesseltausch verbraucht. 1/

Über 40 Prozent der Haushalte heizen noch mit Öl, Gas oder Kohle. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass 29,3 Prozent der Haushalte in Österreich mit Fernwärme heizen, 27,2 Prozent mit Gas, 22 Prozent mit Erneuerbar/Holz, 13,9 Prozent mit Öl, 7,6 Prozent mit Strom und 0,1 Prozent mit Kohle. Insgesamt gibt es in Österreich 3,96 Millionen Haushalte.

Der Krieg im Iran ist längst an Österreichs Zapfsäulen angekommen. Trotz brüchiger Waffenruhe liegen die Preise für Diesel bei über 2 Euro pro Liter, Benzin kostet im Schnitt 1,71 Euro. Unsere Analyse zeigt: #E-Autos sind nicht nur klimaschonender, sondern auch die günstigere Technologie. 1/

E-Autos sind auf hundert Kilometer um ein Viertel günstiger als Verbrenner. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass E-Autos inklusive Anschaffung und Wartung immer noch um 25 Prozent billiger sind als Dieselfahrzeuge. Die Kosten für Strom liegen um 34 Prozent unter denen für Diesel.

Heute ist österreichischer #Klimatag. Das diesjährige Motto: "Brückenbauen: vom Wissen zum Wandel". Wie wichtig dieser Schritt wäre, zeigt der Umgang mit der aktuellen #Energiekrise. Statt dem Rat von Expert:innen zu folgen und den Verbrauch zu senken, setzen die meisten Länder auf #Preisdämpfung.

Barbara Schuster@barbaraschuster.bsky.social · 4mo ago

Ob die Waffenruhe zwischen USA & Iran hält, ist ungewiss. Die Lage auf den Energiemärkten bleibt angespannt. Hohe #Energiepreise dürften wohl noch länger anhalten. Viele Staaten haben bereits auf die #Energiekrise reagiert, doch statt den Verbrauch zu senken, setzen die meisten auf Preisdämpfung. 1/

Verhaltene Reaktionen der EU-Länder auf die Energiekrise. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die bisher gesetzten staatlichen Maßnahmen zur Energieeinsparung und Verbraucherunterstützung. Die am häufigsten gesetzte Maßnahme sind niedrigere Energiesteuern. 28 Länder haben damit auf die Preissprünge reagiert, darunter auch Österreich und zehn weitere EU-Länder.

Morgen ist in Österreich Earth Overshoot Day – der österreichische Tag der #Erdüberlastung. Am 2. April haben wir so viele Ressourcen verbraucht, wie nachhaltig für das ganze Jahr verfügbar sind. Würde die gesamte Weltbevölkerung auf Österreichs Niveau leben, bräuchten wir ganze vier Planeten. 1/

Ressourcenverbrauch in Österreich 3,5-mal so hoch wie vor 60 Jahren. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die Anzahl der verbrauchten Erden, im Zeitverlauf von 1961 bis 2024.