Leonard Jüngling

@juenglingleo.bsky.social

Eonomist @momentum-institut.at / Wohnen, Inflation, Ungleichheit Polit. Ökonomie Uni Heidelberg und Sozioökonomie @ifso.bsky.social econtwitter.net/@juengling

Die Inflation liegt wieder bei 3,6 Prozent, vor allem wegen gestiegener Treibstoff- und Heizölpreise. Aber: 0,8 Prozentpunkte gehen allein auf die Mineralölkonzerne zurück, die ihre Preisaufschläge seit Februar deutlich erhöht haben. Ohne diese Aufschläge läge die Inflation bei nur 2,8 Prozent.

Inflation im September um 0,8 Prozentpunkte niedriger ohne erhöhte Preisaufschläge bei Mineralölprodukten. Eine Grafik des Momentum Institut. Dargestellt ist die Inflation mit und ohne den durch Aufschläge bei Sprit und Heizöl verursachten Preisanstieg. Die Inflation wäre zwischen -0,3 und -0,7 Prozentpunkte niedriger gelegen von März bis August.

Diesel war noch nie so teuer wie vergangene Woche. Fast 60 Prozent des Preisanstiegs macht der überhöhte Aufschlag der Mineralölkonzerne aus. Der Anteil von Steuern ist dagegen klein. Um die Preise stärker zu bremsen, braucht es eine Begrenzung der Gewinnmargen, sowie eine höhere Übergewinnsteuer.

Aufschlag und Ölpreis heizen Treibstoffpreise an. Der Benzinpreis in der Vorkriegswoche lag bei 1,51 Euro. Seit Kriegsbeginn stieg er im Durchschnitt auf 1,94 Euro. Davon entfallen 20 Cent auf Rohöl, fünf Cent auf Steuern und 18 Cent auf den höheren Aufschlag. Der Dieselpreis stieg von 1,55 Euro auf 2,24 Euro. Davon entfallen 20 Cent auf Rohöl, 10 Cent auf Steuern und Abgaben und 40 Cent auf den höheren Aufschlag.

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Die diesjährige Hitze erreichte neue Rekorde. Besonders darunter gelitten haben Kinder, kranke und ältere Menschen, in schlecht gedämmten und nicht klimatisierten Spitälern, Schulen oder Kindergärten. Mit der Ausnahme in den EU-Budgetregeln wären nun 3,4 Milliarden Euro für Investitionen verfügbar.

Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie viele Kindergärten und Schulen mit 3,4 Milliarden Euro thermisch saniert werden könnten. Mit 500 Millionen Euro könnten 1.606 der 4.692 österreichischen Kindergärten saniert werden, mit 2,86 Milliarden Euro wären 1.291 der 5.935 Schulen sanierbar.

Der Pensionsvorschlag von LH Anton Mattle für einen Pensionsantritt erst mit 45 Versicherungsjahren ist realitätsfern. Zwei Drittel der Menschen, die vergangenes Jahr in Pension gingen, hatten keine 45 Versicherungsjahre. 44.037 Personen hätten so nicht in Pension gehen dürfen. 1/

Balkendiagramm mit dem Titel „Die Mehrheit müsste noch länger arbeiten bis zur Pension“ zeigt die Anzahl von Männern (orange) und Frauen (grün) aus dem Pensionsjahrgang 2025 denen für 45 Versicherungsjahre noch benötigte Jahre fehlen. 17.009 Männer und 5.487 Frauen haben bereits 45 Jahre erreicht. Bei fehlenden Jahren überwiegen in fast allen Kategorien die Frauen.

Seit des US-Iran Krieges treiben Kraftstoffe schlagartig die Inflation. Die OMV freuts: Bereits im ersten Halbjahr überholt sie die Jahresgewinne der Vorjahre. Daher braucht es einen Margen-Deckel bei Sprit und Heizöl. Langfristig aber muss Österreich seine Abhängigkeit von Öl und Gas verringern. 1/

Balkendiagramm zeigt die OMV-Gewinne von 2018 bis 2026 in Milliarden Euro. Der Gewinn im ersten Halbjahr 2026 beträgt bereits 2,26 Milliarden Euro und übersteigt damit die gesamten Jahresgewinne der Jahre 2023, 2024 und 2025.

Der Dieselpreis liegt wieder um die 2 Euro. Dabei sind es vor allem die Aufschläge der Mineralölkonzerne, die die Spritpreise nach oben treiben. Kurzfristig helfen Margenbegrenzungen, langfristig braucht es jedoch Maßnahmen, um den Verbrauch von Fossilen zu reduzieren. 1/

Mineralölkonzerne erhöhen Aufschläge drastisch. Balkendiagramm zu Benzin- und Dieselpreisen im Vergleich zu Vorperioden: Der Anstieg seit der Vorkriegszeit wird vor allem auf höhere Aufschläge der Mineralölkonzerne zurückgeführt, während Rohölkosten und Steuern deutlich weniger zunehmen.

Es muss für alle Menschen möglich sein eine angemessene Urlaubspause zu genießen, ohne sich vor den Kosten dafür zu fürchten.

Momentum Institut@momentum-institut.at · 3mo ago

Auch heuer sind etliche Ausgaben für den #Sommerurlaub deutlich #teurer geworden. Urlaub ist für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit. Wer wenig Geld hat oder allein für Kinder sorgt, kann sich eine Woche wegfahren oft nicht leisten, sagt @juenglingleo.bsky.social auf ORF Radio Steiermark.

Nach den Gewinnspitzen der Rekordjahre sinken die Gewinne der Landesenergieversorger 2025 erstmals wieder spürbar. Von einer Normalisierung kann aber noch lange keine Rede sein. Denn die Landesenergieversorger schreiben auch 2025 Übergewinne von rund einer Milliarde Euro. 1/x

Balkendiagramm mit den jährlichen Gewinnen und Übergewinnen der Landesenergieversorger von 2022 bis 2025. Der durchschnittliche Vorkrisengewinn liegt bei 1,0 Milliarden Euro. 2022 beträgt der Übergewinn 0,5 Milliarden Euro, 2023 1,4 Milliarden Euro, 2024 1,5 Milliarden Euro und 2025 1,0 Milliarden Euro. Insgesamt schreiben die Landesenergieversorger in den vier Jahren rund 4,4 Milliarden Euro Übergewinn.

Mit den Schulferien in Ostösterreich startet für viele Familien und Haushalte die Urlaubszeit. Doch etliche typische Urlaubsausgaben wie die Unterkunft oder Anreise sind deutlich teurer geworden. Gleichzeitig kann sich jeder fünfte Haushalt keinen Urlaub leisten. 1/x

Balkendiagramm zu Preissteigerungen von Mai 2025 bis Mai 2026 bei typischen Ausgaben im Sommerurlaub. Die allgemeine Inflation liegt bei 3,7 Prozent. Besonders stark stiegen Kraftstoffe mit 26,3 Prozent, Campingplätze und Jugendherbergen mit 13,9 Prozent, Flugreisen mit 13,8 Prozent, Busreisen mit 10,5 Prozent und Zugreisen mit 9,6 Prozent. Billiger wurden Limonaden, Wasser und Säfte mit minus 0,6 Prozent.