Nia Tarabiscoté*e

@rollifraeulein.bsky.social

Autorin, Feministin und Aktivistin für Behindertenrechte, die Pflanzen, Bücher und Spiele liebt. German author, feminist and disability justice warrior, who loves plants, books and games. Posts mainly in German. She/her/whatever thabs.de/linkpage

ich kann nicht mal mit Gewissheit sagen. dass ich mein hypothetisches Kind mit hypothetischer Behinderung niemals auf eine Förderschule schicken würde. Lol als Behindertenaktivistin. Aber wenn ich es tun würde, weil ich die andere Option ausschließen müsste, würde ich die Gesellschaft dafür hassen

Und wenn ihr mich fragt, ist, sich aktiv gegen Faschist*innen zu positieren, nur die eine Häfte von rechtsextreme Regierung verhindern. Die andere hälfte ist, wieder eine gesellschaftliche Wärme und ein Miteinander zu finden und zu leben. Hoffnungslose Menschen leiden. auch ohne Faschist*innen.

Ok, weil ich auch wieder viel davon sehe in letzter Zeit. Wenn ihr irgendwas fürs Leben braucht und dafür Crowdfunding, Wishlists oder was auch immer habt. Packt es in die Antworten und ich baller es direkt raus auf meine Timeline. Deal?

Feedlinge, gibts schon neue Regeln dazu? Muss ich ab jetzt Fotzenfritze ein Zehntel meines Einkommens persönlich paypalen, um das Stadtbild einmal mit meiner Anwesendheit runieren zu dürfen? Komm nicht mehr hinterher beim täglichen "unserem Ableismus gib uns heute". /s

netz★ralph ♿️@netzralph.de · 6d ago

<sarcasm> Dürfen denn Behinderte überhaupt ihre Wohnung verlassen? So ganz ohne Anmeldung, bloß weil sie da Bock drauf haben? </sarcasm>

"Dass es weiß, was es kann" ist ne nette Beschreibung der Ministerin für "wo sein Platz am Ende der Hirarchie ist und es unterwürfigst zu bleiben hat" Werkstätten für Behinderte wollen immerhin auch Leute zum Verbrennen... Akademikerweg? Pfui, weiß das etwas nicht, was es können darf?

Nia Tarabiscoté*e@rollifraeulein.bsky.social · last wk.

"Inklusion ist für mich, ein Kind bis zum Ende der Schullaufbahn so selbstständig zu machen, dass es Selbstvertrauen hat, dass es weiß, was es kann und natürlich von den andren akzeptiert ist." Die neue Bildungsministerin in RLP. Wer braucht Teilhabe, wenn man auch Akzeptanz haben kann. /s

Warum Barrierefreiheit und Kommunikation darüber überall wichtig sind: die armen Gerüstbauer müssen jetzt das halbe Gerüst am Haus neu bauen, weil ihnen niemand gesagt hat, dass der Weg für ein Rollstuhl breit genug sein muss. Pro: sie haben sofort ohne Debatte damit angefangen nach der Info.

Es Ist keine persönliche Niederlage zu weinen. Es Ist keine persönliche Niederlage zu weinen. Es Ist keine persönliche Niederlage zu weinen. Es Ist keine persönliche Niederlage zu weinen. Es Ist keine persönliche Niederlage zu weinen. Es Ist keine persönliche Niederlage zu weinen. Okay, Gehirn?

Das war übrigens nicht so cool, wie es klingt: ich hatte als 11 jährige kein Bock ständig alleine Extraaufgaben zu machen, während die anderen zusammen Unterricht hatten. Dass ich Grade 3 Regelgrundschuljahre in einem Jahr aufholen, hab ich natürlich nicht verstanden.

Nia Tarabiscoté*e@rollifraeulein.bsky.social · last wk.

Und um nochmal klar zu sagen, ich hatte kein Einzelunterricht, weil ich schwierig war. Ich hatte Einzelunterricht, weil ich komplett unterfordert war mit dem aktuellen Stoff der anderen.

Weil ich meine Therapeutin seufzen höre: ja, ein Teil lag auch an mir, dass ich soweit im Bildungssystem gekommen bin, ich habe auch echt dafür gekämpft. Aber ich hätte mich anstrengen können soviel ich gekonnt hätte. Ohne die eine Förderschullehrerin, die mit mir Einzelunterricht gemacht hat, ohne

Für die, die es nicht wissen, ich bin die Ausnahmeerzählung in Person: von der Förderschule bis zum Masterabschluss. Aber das hing vor allem vom Glück ab, die richtigen Unterstützer*innen zur richtigen Zeit zu. treffen. Das System war nicht durchlässig und hilfreich,sondern es war der Endboss.

Das was bei Förderschulen nebenbei passiert: Kinder lernen das die "Normalität" nichts für sie ist. Sie brauchen Extrasysteme, sonst geht es nicht. Je früher man das lernt, desto schwerer ist später der Kampf für die eigene Selbstbestimmung. Und der niedrige Bildungsgrad hilft auch nicht dabei.

"Inklusion ist für mich, ein Kind bis zum Ende der Schullaufbahn so selbstständig zu machen, dass es Selbstvertrauen hat, dass es weiß, was es kann und natürlich von den andren akzeptiert ist." Die neue Bildungsministerin in RLP. Wer braucht Teilhabe, wenn man auch Akzeptanz haben kann. /s

"Umweltminister Carsten Schneider ist die Wassernotlage klar. In der vergangenen Woche warnte er vor »ernsthaften Konflikten«, die wir künftig ums Wasser haben werden. Zugleich fehlen ihm die Mittel, um dagegen etwas zu tun." Eine starke Kolumne von @pinzler.bsky.social.

Wasserknappheit: Wassernotlagen? Willkommen im neuen Normal

In Deutschland wird Wasser knapp. Trotzdem bekommt die Industrie es oft zum Schleuderpreis. Zeit für einen neuen Umgang mit dem kostbaren Gut und eine neue Wasserpolitik.

zeit.de

Ich hab heute keinen stabilen Tag. Trotzdem grad mit einem Freund telefoniert, um bei ihm ein check in zu machen. Ich wünschte, jemand würde auch bei mir einchecken. Naja, erzähl ich mir halt weiter alle 2 Minuten, das alles nicht so schlimm ist, wie es sich heute anfühlt.

Bei solchen Anschlägen fühle ich mich nicht mitgemeint - was natürlich Quatsch ist, weil ich mich ja klar mindestens als Pan identifiziere. denke, es ist ein Schutzmechanismus, damit ich nicht damit dealen muss, dass Leute aus zwei Richtungen mich tot sehen wollen. Nutzlos, teuer und queer. Yay

Ich kann auch viel an heutigen Kindertrends wie Elsa oder Paw Patrol kritisieren. Das ist auch nur Konsum und eigentlich noch viel binärer ausgerichtet als Diddl früher. Aber auch da wär es seltsam, wenn ich dann die ganze Kritik nur auf Elsa aufbaue. Oder nur auf paw patrol.

Hab es gestern schon auf Instagram geschrieben: ich bin behindert. Ich bin pflegebedürftig. Ich bin queer. Ich bin angewiesen auf Therapie Ich bin solidarisch. Eigentlich müsste ich jeden Tag auf einer andere Demo stehen. Aber meine Kräfte sind begrenzt. Deswegen brauchen wir breite Bündnisse.