Antje Schmidt

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Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Ökologie, Lyrik, Material Feminisms (she/her) Kontakt/Info: linktr.ee/antje_schmidt ResearchGate: https://shorturl.at/sL8ed

In einem Handbuchartikel zu "Naturlyrik" aus diesem Jahrtausend ist die einzige nicht-männliche Autorin, auf die verwiesen wird, Annette von Droste-Hülshoff; gespannt wird der Bogen von der Antike bis heute 👍

Im Konflikt um den Mangel oder Exzess an Öffentlichkeit der Geisteswissenschaften wird oft der Kampfbegriff des "Aktivismus" verwendet, der dazu dient, die Autonomie der Wissenschaft gegen politische Begehrlichkeiten zu verteidigen. Dieser Vorwurf hat eine lange Geschichte.

Wissenschaft als Beruf steht im Kontext des „Werturteilsstreites“, der bisheute die Debatte um angemessene und unangemessene Formen der wissen-schaftlichen Resonanz bestimmt.29 Es handelt sich um einen grundsätzlichenKonflikt, der in der Gegenwart etwa im Kampfbegriff des „Aktivisten“ eine Ent-sprechung findet – eine Figur, die als Schreckgespenst einer Forscherpersön-lichkeit aufgebaut wird, die statt objektiver Wissenschaft progressive Politikbetreiben möchte – ein Echo des zu Webers Zeiten kursierenden Schimpf-wortes vom ‚Kathedersozialisten‘. Weber wird in diesem Zusammenhangimmer wieder als Kronzeuge genannt. Etwa in einem Artikel in der Zeit von2024, in dem der Autor beklagt, ein Glaube an den Aktivismus, der die Welt ver-bessern könne, gefährde den Ruf der Wissenschaft. Dagegen möchte der Autorals Alternative „eine altmodische Idee von Max Weber“ ins Spiel bringen: „Sieheißt: Werturteilsfreiheit.“30 Ganz ähnlich brachte auch die Rezension einerNeuausgabe von Webers Wissenschaft als Beruf in der Neuen Zürcher ZeitungWebers Wertungsaskese gegen eine angebliche Tendenz der zeitgenössischenWissenschaft, sich als ‚Heilsbringer‘ zu inszenieren, in Stellung: „Was würdeMax Weber dazu sagen, dass Neurowissenschafter, Volkswirtschafter oder derGender-Theoretiker meinen, ihre Forschung sei eine Etappe auf dem Weg zueiner definitiv ‚guten‘ Gesellschaftsordnung?“31
Johannes Franzen@johannesfranzen.bsky.social · 9mo ago

Die Geisteswissenschaften und die Öffentlichkeit – Szenen einer Legitimationskrise Mein Aufsatz über die Forderung, Geisteswissenschaften sollten öffentlicher sein oder sich verweigern, und über die Angst, Richard David Precht zu werden, ist erschienen (open access). brill.com/edcollchap-o...

Die Geisteswissenschaften und die Öffentlichkeit –
Szenen einer Legitimationskrise
Johannes Franzen
1 Katastrophenmeldungen
Die populistischen Angriffe auf die Wissenschaft in der Gegenwart haben die
Überzeugungskraft wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht nur geschwächt,
sondern auch zu einem Legitimationsschub beigetragen. Im April 2017 etwa
demonstrierten zehntausende Menschen weltweit in einem ‚March for Science‘
gegen die Aushöhlung wissenschaftlicher Autorität, die vor allem mit
Donald Trump, dem seit 2016 amtierenden Präsidenten der USA, assoziiert
wurde. Trump gehörte nicht nur zu den prominentesten Leugnern des Klimawandels,
sondern stand auch stellvertretend für eine Politik, die im Sinne
‚alternativer Fakten‘ oder eines ‚postfaktischen Zeitalters‘ eine rationale,

Deborah Levy über Gertrude Stein eines der schönsten Bücher, das ich dieses Jahr gelesen habe: eine so liebevolle und eigensinnige Annäherung, die auch die Leerstellen füllt & wie immer so warm und komplex erzählte Figuren, hach

AI companies scanning and shredding old and rare books is bad, but you should be aware that shredding new, old, and used books is an established practice of selling and marketing books. In fact, hundreds of millions of books are shredded every year discretly, and legally, in Europe alone. #booksky

What the fuck? „Unter dem Decknamen ,Project Panama' kaufen nordamerikanische Tech-Giganten systematisch europäische Buchbestände auf. Das Ziel ist so simpel wie erschreckend: Einscannen, KI füttern – und das Papier danach vernichten.“

Schlimmer als bei Ray Bradbury: Kaufen, scannen, vernichten – wie KI-Unternehmen deutsche Antiquariate plündern

Unter dem Codenamen „Project Panama“ saugt Anthropic europäisches Buchwissen in seine KI-Systeme. Juristen sehen darin einen Verstoß gegen das Urheberrecht.

fr.de

"The problem with contemporary culture isn’t that we’re too decadent. Surfaces of decadence – luxury, excess, artifice, bodily display – but pleasure is subordinated to programs of optimisation+ replaced at scale by algorithmic stimulation." www.theguardian.com/us-news/ng-i...

Why does everything feel so joyless? Welcome to the age of decadence without pleasure | Michèle Mendelssohn and Charlie Tyson

Decadence in our era comes in technologically mediated forms, emptied of desire and obsessed with self-optimisation

theguardian.com