Barbara Ruhsmann

@barbararuhsmann.bsky.social

Stadt-Land, Wohnen, Partizipation, Demokratie. Hauptjob = Moderieren, Vermitteln. Liebe es, gute Gespräche zu ermöglichen und zu begleiten.

Anders als bei Flut- und Brandkatastrophen haben die Toten keine Namen, sind nicht einem bestimmten Ort zuordnbar. Bekommen deshalb anscheinend keine Messen, kein Gedenken, keine Schweigeminuten. Aber bräuchten wir nach diesem Sommer nicht dringend eine offizielle, gemeinsame "Trauer-Zeit"?

Manuel Oberhuber@manueloberhuber.bsky.social · 2d ago

Wie gefährlich große Hitze sein kann, sieht man an der hitzebedingten Übersterblichkeit. In Österreich betrug diese laut AGES heuer rund 400 Menschen, in Deutschland laut RKI fast 10.000. Und in Paris (im Bild) starben am 26. Juni 2026 mehr Menschen als am tödlichsten COVID-Tag.

Die Juni-Hitzewelle 2026 hat in Wien zu einem absoluten Höchstwert an Rettungseinsätzen geführt. In 72 Stunden gab es 3.975 Einsätze. Den Tagesrekord gab es von Montag auf Dienstag – mit 1.398 Einsätzen. Es waren die einsatzstärksten Tage in der 144-jährigen Geschichte der Wiener Rettung. /2

Finde es immer so absurd, dass eine Stunde von Wien entfernt erholsamer Schlaf, kühle Nächte auch in einer Hitzewelle kein Luxus sind. Warum nicht eine Aktion aufsetzen, "Österreich spendet Schatten", um vulnerable Gruppen für ein paar Tage aus den Städten zu retten?

Hab das Glück, letztes Jahr grad für diese Tage jetzt Urlaub im Waldviertel gebucht zu haben. Auch hier ist es viel zu trocken und heiß, aber nachts hat's 16 Grad, das Haus bleibt kühl. Man MUSS besonders verletzlichen, gefährdeten Menschen ermöglichen, genau an solche Orte zu kommen 👇

Barbara Ruhsmann@barbararuhsmann.bsky.social · last wk.

Ev. braucht es in den nächsten Jahren (zumindest so lang bis Wohnungen flächendeckend besser klimatisiert sind) noch zusätzliche Angebote, wie zB kühle Orte für Tage und nicht bloß Stunden. Vergünstigte Hotelzimmer, Aktivierung von Internaten im städt. Umland etc. religion.orf.at/stories/3236...

Heute bzw. morgen erreicht eine weitere schwere Hitzewelle in Österreich ihren ersten Höhepunkt. Pünktlich dazu hat die Statistik Austria die Zahlen der Sterbefälle während des Zeitraums der ersten Hitzewelle in diesem Jahr veröffentlicht. (Grafik: Atlas der Sterbefälle der Statistik Austria)

Grafik die den Verlauf der Sterbefälle nach Kalenderwoche für die Jahre 2023, 2024, 2025 und 2026 darstellt. Man sieht einen großen Ausreißer im Jahr 2026 in der Woche 27, während der ersten Hitzewelle. Die Daten stammen von der Statistik Austria.

wissts da wird immer von "nie wieder" geredet und von der notwendigkeit von demokratiebildung diesdas und dann werden 10.000 tacken gestrichen, die aber benötigt werden, um kompetente bildungsarbeit zu machen. es gibt dinge, die man halt nicht aufs ehrenamt abschieben KANN. und das gehört dazu.

Ev. braucht es in den nächsten Jahren (zumindest so lang bis Wohnungen flächendeckend besser klimatisiert sind) noch zusätzliche Angebote, wie zB kühle Orte für Tage und nicht bloß Stunden. Vergünstigte Hotelzimmer, Aktivierung von Internaten im städt. Umland etc. religion.orf.at/stories/3236...

Hitze: Caritas verstärkt Hilfe und sucht Unterstützung

Die Caritas hat angesichts der kommenden Hitzewelle daran erinnert, dass damit für viele Menschen in Österreich das Risiko gesundheitlicher Schäden steigt. Für obdachlose Menschen, Ältere, chronisch E...

religion.orf.at

Und falls sich wer fragt: welche Ignoranz, es wird doch so viel über die Waldbrände berichtet. Ja eh, aber wie 😂... 1) Keine Thematisierung unser aller Mitschluld an der Misere, 2) Kein Aufruf zu ernsthafter Mitigation usw. Man kann Klima-Ignoranz 2026 nicht besser zusammenfassen als damit:

Titelseite der Zeitung "The Times" vom 25.7.2026 mit einem Waldbrand-Bild und darüber einem Artikel zu "Net zero risks blackouts".

Historische Dürre im Norden und Osten Österreichs. Und auf absehbare Zeit nimmt die Trockenheit kein Ende. Hier der Niederschlag bis Dienstag: Außerhalb der Berge nur ein paar Schauer, vielerorts auch gar nichts. Und danach kommt die Hitze zurück, wie üblich mit starker Verdunstung.

Bild

KI-Rechenzentren verschlingen irre viel Energie und pusten Dreck in die Luft. Der US-Staat New York beschließt deswegen ein Moratorium. Ein Vorbild für Europa? 👉 Zum ganzen Kommentar: taz.de/!6196209/

Die Grafik zeigt eine Luftaufnahme von New York City. In der Mitte sieht man den Central Park im Vordergrund, rundherum umgeben von Hochhäusern. Der Himmel ist blau. In der Mitte des Bildes steht in weißer Schrift: „New-York wehrt sich gegen die KI-Rechenzentren der Tech-Giganten." Darunter steht ein weiterer Absatz, mit kleinerer Schrift: „Der US-Bundesstaat New York hat beschlossen, dass ein Jahr lang keine neuen ‚Hyperscaler‘, also Rechenzentren mit einem Energiebedarf von über 50 Megawatt, entstehen dürfen.“

Mein Moderatorinnenherz blutet immer stark, wenn ich solche Settings sehe. Nein, so macht man keine Bürger:innen-Dialoge: mit Kino-Bestuhlung, Mikrofon-Wortspenden und einem vorn frontal auf der Bühne stehenden Adressaten (in dem Fall BK Stocker). Das ist so gefühllos konzipiert, dass es wehtut.

Mann mittleren Alters meldet sich beim ersten Bürgerdialog auf der Sommertour von Bundeskanzler Stocker zu Wort in klassischem Setting: Teilnehmer:innen sitzen in Stuhlreihen hintereinander; wer was sagen will, muss aufstehen, bekommt ein Mikro hingehalten.