"Black" & "Mieze"

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Account seit dem 31. Dezember 2025 nicht mehr aktiv. - (Eine Stadt. Ein Blog. Ein Thema, aber viele Geschichten. Nicolas Basse zeigt euch Berlin in der NS-Zeit und von einer unbekannten Seite. www.blackundmieze.de)

"Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin." Leberstraße 65 bzw. einstige Sedanstraße 53 im Stadtteil Schöneberg von Berlin. Erinnerungen an Marlene Dietrich (* 1901 #onthisday, † 1992), als "Lola Lola" in "Der blaue Engel" (1930) zu Weltruhm gekommen, Stilikone und Antifaschistin "aus Anstand".

Das Foto zeigt eine Gedenktafel zu ihren Ehren von Marlene Dietrich in der Leberstraße 65 in Berlin-Schöneberg. Die Tafel besteht aus dunklem, rötlichen Metall. Die Schauspielerin ist in einem seitlichen Profilbild und mit sanft geschlossenen Augen abgebildet, ihre feinen Gesichtszüge sind besonders betont. Sie trägt einen eleganten Damenhut mit breiter Krempe, unter der eine kunstvoll drapierte Kurzhaarfrisur hervorlugt. Das grazile Haupt der Schauspielerin ist vom weiten Kragen eines edlen Kleides umgeben, ihr schlanker Hals ist mit einem dezenten Collier geschmückt. Der Schriftzug "Geburtshaus der Marlene Dietrich" befindet sich unter dem beschriebenen Bildnis der Schauspielerin. Die rechteckige Tafel ist an ihren Seiten zudem von der folgenden Inschrift umgeben: "Marokko – Shanghai-Express – Angel – Die Blonde Venus – Destry Rides Again – A Foreign Affair – Der Blaue Engel".Das Foto zeigt die "Berliner Gedenktafel" zu Ehren von Marlene Dietrich in der Leberstraße 65 in Berlin-Schöneberg, darauf die folgende Inschrift: "'Sag mir, wo die Blumen sind'

MARLENE DIETRICH
27. 12. 1901 - 6. 5. 1992

Schauspielerin und Sängerin
Sie gehört zu den wenigen deutschen Schauspielerinnen
die internationale Bedeutung erlangten
Trotz verlockender Angebote durch das NS-Regime emigrierte sie
in die USA und wurde amerikanische Staatsbürgerin
2002 verlieh ihr die Stadt Berlin posthum die Ehrenbürgerwürde

'Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin'".

Die Tafel besteht aus weißem Porzellan und ist dunkelblau beschriftet. Die Fassade der Hauswand, an der sie angebracht ist, ist an allen vier Bildrändern sauber und zudem in einem hellen Beige gehalten.Das Foto zeigt einen Blick auf das mehrgeschossige, moderne Mietshaus in der Leberstraße 65 in Berlin-Schöneberg. Die Fassade des Hauses ist sauber und in hellen Beigetönen gehalten. Der Blick auf dem Bild führt hinweg über ein rotes Autodach und vorbei an verschiedenen Pkw in dunklen Farben, die vor dem Haus geparkt sind. Das Haus weist zahlreiche große Fenster und mehrere Balkone auf. Die Straße vor dem Haus ist nass vom Schneeregen.

Else Berg (19. Februar 1877 - 19. November 1942) studierte Malerei an der Koninklijke Academie voor Schone Kunsten van Antwerpen. Um 1900 kam sie nach Berlin und setzte ihr Studium an der Hochschule für Bildende Künste bei Arthur Kampf fort. 🧵

Gold gerahmt Gemälde zeigt abstrakte Formen in grau, grün, blau und braun. Nachweis von wiki commons folgt.

"Die Verurteilte verhielt sich während der Verkündung ruhig und gefaßt." Gedenkstätte Plötzensee, Berlin. Erinnerung an Emmy Zehden (* 1900, † 1944), "Zeugin Jehovas" und Zeitungsverkäuferin, unter dem NS-Regime im Widerstand, #onthisday 1943 zum Tode verurteilt, 1944 mit dem Fallbeil ermordet.

Das schwarz-weiße Foto zeigt aus einem seitlichen Blickwinkel die Gedenkmauer und den dahinter gelegenen einstigen Hinrichtungsblock in der Gedenkstätte Plötzensee in Berlin-Charlottenburg. Die Inschrift der Mauer am linken Bildrand lautet: "Den Opfern der Hitlerdiktatur der Jahre 1933 - 1945". Die vergitterten Fenster und Zugänge zum einstigen Hinrichtungsblock befinden sich am rechten Bildrand. Das Gedenkstättengelände ist ummauert und von hohen, üppig grünenden Laubbäumen umgeben. der Himmel am oberen Bildrand ist leicht bewölkt.Das schwarz-weiße Foto zeigt die die amtliche "Verkündung der bevorstehenden Vollstreckung des Todesurteils" gegen Emmy Zehden aus dem Juni 1944. Das Dokument ist mit einer Schreibmaschine ausgefüllt worden und befindet sich als Exponat in der Dauerausstellung der heutigen Gedenkstätte Plötzensee, ergänzt um einen kurzen biographischen Begleittext (am unteren Bildrand).

Sie wurde unter den Nazis mit dem Fallbeil ermordet, #onthisday 1944. Gestapo-Aufnahme von Galina Romanowa (* 1918, † 1944), heute ein Exponat in der Gedenkstätte Plötzensee im Stadtteil Charlottenburg von Berlin. Die Ärztin wurde vom NS-Regime mit Zwangsarbeit gepeinigt und ging in den Widerstand.

Das schwarz-weiße Foto zeigt aus einem seitlichen Blickwinkel eine Portraitaufnahme der ukrainischen Ärztin und Widerstandskämpferin Galina Romanowa. Sie trägt ihr blondes Haar kurz und geflochten und ist mit einem schwarzen Oberteil bekleidet. Das Foto ist ein Exponat in der heutigen Gedenkstätte Plötzensee und wird von einem biographischen Begleittext zum Leben von Galina Romanowa ergänzt.

✍️ "Es ist die Grundlage unserer geistigen und kulturellen Existenz, daß der Einzelne, wenn es not tut, aus der Reihe tritt, um für das Recht, das Leben und die Seele seines Mitmenschen einzustehen." Annedore Leber (* 1904, † 1968 #onthisday), Publizistin und Widerstandskämpferin gegen die Nazis.

Das Foto zeigt das Buch "Das Gewissen steht auf" von Annedore Leber. Der Titel steht in großen Buchstaben auf dem hellgrauen Buchdeckel, das Werk selbst liegt auf einem braunen Holztisch.

Die Erinnerung lebt. Lilli-Henoch-Sportplatz am Anhalter Bahnhof im Stadtteil Kreuzberg von Berlin. Erinnerung an Lilli Henoch (geb. 1899 #onthisday, gest. 1942), Sportlehrerin, Leichtathletin der Weltklasse, unter dem Naziterror mit ihrer Mutter deportiert und nahe dem besetzten Riga ermordet.

Das Foto zeigt ein schwarz-weißes Portraitbild von Lilli Henoch, das von der Gedenkstele abfotografiert wurde, die zu ihren Ehren an der nach ihr benannten Sportanlage in Berlin-Kreuzberg aufgestellt wurde. Die Sportlerin ist beim Kugelstoßen abgebildet. Sie trägt ihr Haar in einer geflochtenen Kurzhaarfrisur und ist mit einem dunklen Sportoberteil bekleidet. Die zu stoßende Kugel befindet sich in ihrer rechten Hand bzw. (unmittelbar vor dem Moment des Stoßes) an ihrer rechten Halsbeuge.Das Foto zeigt die Lilli-Henoch-Sportanlage in Berlin-Kreuzberg, einen Kunstrasenplatz mit Spielfeldmarkierungen für diverse Teamsportarten. Die Anlage ist von einem hohen Gitter umgeben. Der Blick auf den Sportplatz führt durch das Gitter und vorbei am üppig grünenden, großen Ast einer Baumkrone am linken Bildrand.Das Foto zeigt die Lilli-Henoch-Sportanlage in Berlin-Kreuzberg, einen Kunstrasenplatz mit Spielfeldmarkierungen für diverse Teamsportarten.  Der Blick führt durch das Gitter, das den Sportplatz umgibt. Die spitz zulaufenden, weißen und hohen Dächer des "Tempodroms", die Zelten nachempfunden sind, befinden sich rechts im Bildhintergrund. Ein modernes, hohes Bürogebäude befindet sich im Bildhintergrund, leicht links der Bildmitte.

Es ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, an die Worte der Auschwitz-Überlebenden Roman Kent und Marian Turski zu erinnern, die uns alle ermahnt haben, dass es nach Auschwitz ein elftes Gebot geben muss, das lautet: "Du sollst nicht gleichgültig sein!"

"In der Entscheidung gibt es keine Umwege." Adolf Reichwein (* 1898, † 1944 #onthisday), Reformpädagoge und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime für den "Kreisauer Kreis", nach Todesurteil der NS-Unrechtsjustiz im Strafgefängnis Plötzensee von Berlin durch den Strang ermordet.

Das schwarz-weiße Foto zeigt einen Blick in den einstigen Hinrichtungssaal in der heutigen Gedenkstätte Plötzensee in Berlin-Charlottenburg. Blumengestecke und Portraifotos stehen an der hinteren Saalwand (bzw. im Bildhintergrund), an der durch zwei schmale, vergitterte Fenster fahles Licht in den schmalen Raum fällt. Die Saalwände sind hell und sauber, unter der Saaldecke befindet sich ein massiver Stahlträger mit fünf eisernen Fleischerhaken.

🕯️ Berlin, werde bitte still. Am 18. Oktober 1941 begann die systematische Massendeportation der jüdischen Bevölkerung aus der damaligen Reichshauptstadt unter dem Naziterror. #onthisday Blicke auf das "Mahnmal Gleis 17" am Bahnhof Grunewald, also am historischen Ort.

Das schwarz-weiße Foto zeigt am linken Bildrand das Gleis und das Gleisbett des heutigen Mahnmals "Gleis 17" am Bahnhof Grunewald in Berlin. Weiße Rosen liegen auf den beiden Schienensträngen sowie im Schotter dazwischen. Die bronzene Bodenplatte mit dem Datum des ersten Deportationszuges aus Berlin befindet sich am rechten Bildrand, auf ihr die eingravierte Inschrift: "18. 10. 1941 / 1251 Juden / Berlin - Lodz".Das Foto zeigt einen Blick auf die Bodenplatten und die Baumreihen des "Mahnmals Gleis 17" am Bahnhof Grunewald in Berlin. Die Bäume stehen sehr dicht, ihre noch hellen, aber schon herbstlichen Kronen werden vom Sonnenlicht hell erleuchtet. Die bronzenen Bodenplatten des Mahnmals sind über und über mit herbstlichem Laub bedeckt, das zumeist rot oder gelb vom unteren Bildrand hervorleuchtet.

Eine unbekannte Gerechte: Theodora Loewenstein (1905 – 1975) war unter den Nazis im Widerstand, rettete Juden mitten in Berlin. Sie wurde am 17. Oktober 1905 geboren, #onthisday vor 120 Jahren. Herzlichen Dank, @taz.de, dass ich sie als Gastautor würdigen durfte. 👇 👇 👇 taz.de/Widerstand-i...

Widerstand im Nationalsozialismus: Eine fast vergessene Heldin

Theodora Loewenstein, eine „Hausfrau“ aus Wilmersdorf, versteckte im NS Juden. Rekonstruktion eines Lebens anhand von Akten zu ihrem 120. Geburtstag.

taz.de

🎨 "Immer wieder ist Zeichnen für mich 'Zauber, Zauber' - und es soll auch so sein." 🖌️ Eisenacher Straße 89 im Stadtteil Schöneberg von Berlin. Erinnerung an Gertrude Sandmann (geb. 1893 #onthisday, gest. 1981), Malerin, unter dem Naziterror als jüdische und als lesbische Frau verfolgt.

Das Foto zeigt das mehrgeschossige Mietshaus in der Eisenacher Straße 89 in Berlin-Schöneberg. Der Blick auf dem Bild führt über die Straße und hinweg über zwei parkende Pkw bzw. hindurch zwischen zwei großen Laubbäumen mit Kronen in herbstlichen Farben. Die Fassade des Hauses ist hell und sauber und weist zahlreiche große Fenster auf.Das Foto zeigt aus einem seitlichen Blickwinkel die Gedenktafel zu Ehren von Gertrude Sandmann in der Eisenacher Straße 89 in Berlin-Schöneberg, darauf ein Portraitfoto der Malerin und mit ihrer Lebensgefährtin Hedwig Koslowski sowie biographische Informationen und Darstellungen ihrer bildenden Kunst. Die dunkle Haustür der Eisenacher Straße 89 befindet sich am rechten Bildrand im Hintergrund.

Sie war im fünften Monat schwanger, als sie im KZ Auschwitz ermordet wurde. Wielandstraße 15 im Stadtteil Charlottenburg von Berlin. Erinnerung an Charlotte Salomon (geb. 1917, gest. 1943 #onthisday), Malerin, hier aufgewachsen, unter den Nazis aus dem deutsch besetzten Frankreich deportiert.

Das Foto zeigt das mehrgeschossige Mietshaus in der Wielandstraße 15 in Berlin-Charlottenburg. Die Fassade des Hauses, die zahlreiche Fenster aufweist, ist sauber und in einem hellen Beige gehalten, vor dem Haus sind mehrere Autos geparkt. Der Blick führt zudem hinweg über die Dächer zweier geparkter Autos und vorbei an einem Baum, der sich vor der Eingangstür des Hauses befindet.Das Foto zeigt die Gedenktafel zu Ehren von Charlotte Salomon in der Wielandstraße 15 in Berlin-Charlottenburg, darauf die folgende Inschrift:

"IN DIESEM HAUSE LEBTE CHARLOTTE SALOMON VON IHRER GEBURT AM 16. APRIL 1917 BIS ZUR FLUCHT AUS DEUTSCHLAND IM JANUAR 1939 1943 WURDE SIE NACH AUSCHWITZ DEPORTIERT VERGESST SIE NICHT LANDESJUGENDRING BERLIN".

Die Tafel ist an allen vier Bildrändern von der hellen, beigen Fassade des Hauses umgeben.

✍️ "Der Nazismus wurde von Millionen als Evangelium hingenommen, weil er sich der Sprache des Evangeliums bediente." Victor Klemperer (geb. 1881 #onthisday, gest. 1960) in "LTI - Notizbuch eines Philologen" (1947), einem seiner bekanntesten Bücher, das aktueller denn je ist.

Das Foto zeigt die Gedenktafel zu Ehren von Victor Klemperer am wirtschaftswissenschaftlichen Institutsbau der Humboldt-Universität zu Berlin in der Dorotheenstraße 1 im Stadtteil Mitte, darauf die folgende Inschrift: "'Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten' VICTOR KLEMPERER 9. 10. 1881 - 11. 2. 1960 Literaturwissenschaftler, Schriftsteller - Bis zu seiner Entlassung durch die Nationalsozialisten lehrte er in Dresden, wo er Holocaust und Bombenkrieg überlebte - Von 1947 bis 1960 wirkte Victor Klemperer in Greifswald, Halle und an der Humboldt-Universität zu Berlin". Die Tafel besteht aus weißem Porzellan und ist dunkelblau beschriftet. Sie hebt sich von brüchigem Mauerwerk in verschiedenen dunklen Farbtönen an allen vier Bildrändern ab.

"Denn wir können nicht an das Gewissen der Welt appellieren, wenn unser eigenes Gewissen schläft." Blücherstraße 46 / 47, Stadtteil Kreuzberg, Berlin. Erinnerung an Carl von Ossietzky (* 1889 #onthisday, † 1938), Herausgeber der "Weltbühne", 1933 unter den Nazis verhaftet und in KZ-Haft gefoltert.

Das Foto zeigt das Denkmal zu Ehren von Carl von Ossietzky in der Blücherstraße 46 / 47 in Berlin-Kreuzberg. Der Pazifist sitzt an einem Denkmalsockel, der einem Schreibtisch gleicht. Der Autor schaut, während er schreibt und auf den Sockel gestützt ist, von seiner Arbeit auf und blickt aufmerksam in Richtung der Betrachterin bzw. des Betrachters vor dem Denkmal. Der Sockel ist zudem mit dem Abbild eines Briefes verziert, der vor dem Autor liegt. Die Mauer hinter dem Denkmal ist auf der rechten Seite von einer gleichsam sichelförmigen, tiefen Spalte zerfurcht, die sich beinahe bis zum Erdboden zieht.

"Die Menschen, so will es mir scheinen, bilden eine große Einheit, und wo sie einander Unrecht tun, schlagen sie sich selbst und allen ins Gesicht." Friedhof der St.-Matthias-Gemeinde im Stadtteil Tempelhof von Berlin. Grab von Johanna Eck (* 1888, † 1979 #onthisday), "Gerechte unter den Völkern".

Das Foto zeigt das Ehrengrab von Johanna Eck in Berlin-Tempelhof, auf dem Grabstein die folgende Inschrift: "Gerechte unter den Völkern - Johanna Eck 1888 - 1979 - Rettete 1942 - 1945 vier verfolgten Menschen das Leben - Yad Vashem, Jerusalem, 1973".

📸 Das Bild ist geblieben und hat Kraft. Flughafen Tempelhof, Berlin. Exponattafel mit dem landenden "Rosinenbomber" (1948), einem der bekanntesten Fotos von Henry Ries (geb. 1917 #onthisday, gest. 2004), der in jungen Jahren als Jude vor dem Naziterror aus seiner Heimatstadt Berlin flüchtete.

Das Foto zeigt eine Exponattafel nahe dem historischen Flughafen Tempelhof in Berlin, darauf oben links das schwarz-weiße Foto eines landenden "Rosinenbombers" während der "Berliner Luftbrücke" (1948 / 49) sowie geschichtliche Begleittexte. Die Aufnahme entstand im Juli 1948 und ist eines der bekanntesten Bilder von Henry Ries (geb. 1917 als Heinz Ries, gest. 2004).