Barbara Schuster

@barbaraschuster.bsky.social

Stellvertretende Chefökonomin @momentum-institut.at / PhD @nssrnews.bsky.social / wealth, labor, feminism, climate, inequality

Erschreckendes vom Arbeitsmarkt: 📈Seit 40 Monaten liegt die Arbeitslosigkeit immer über dem Vorjahreswert ♀️Bei Frauen (+4,8%) steigt sie, bei Männern sinkt sie (-1,7%) 👴Bei Älteren (+5,2%) steigt sie stark (>100.000 betroffen) ⛔Es gibt fast 10.000 Langzeitarbeitslose mehr als vor 1 Jahr (+22%)

Der Dieselpreis liegt wieder um die 2 Euro. Dabei sind es vor allem die Aufschläge der Mineralölkonzerne, die die Spritpreise nach oben treiben. Kurzfristig helfen Margenbegrenzungen, langfristig braucht es jedoch Maßnahmen, um den Verbrauch von Fossilen zu reduzieren. 1/

Mineralölkonzerne erhöhen Aufschläge drastisch. Balkendiagramm zu Benzin- und Dieselpreisen im Vergleich zu Vorperioden: Der Anstieg seit der Vorkriegszeit wird vor allem auf höhere Aufschläge der Mineralölkonzerne zurückgeführt, während Rohölkosten und Steuern deutlich weniger zunehmen.

Das #trend Magazin hat die #Vermögen der 100 Reichsten in Österreich veröffentlicht: ▪️100 Familien besitzen 10% des Gesamtvermögens ▪️53 Milliardär:innen – stehen 1.441.000 Armutsgefährdete gegenüber ▪️Den Top 5% gehören 53% ▪️Die untere Bevölkerungshälfte teilt 4% ➡️Vermögen- & Erbschaftssteuern jetzt!

Die 100 reichsten Familien besitzen 10 Prozent des Vermögens und somit mehr als doppelt so viel wie 2,1 Millionen Haushalte zusammen (4 Prozent).

was für ein Sommer? mit Stichtag gestern haben wir in Wien 20 Hitzetage mehr als im Schnitt der aktuellen Klimanormalperiode, 51 Sommertage und 10 Tropennächte mehr als früher üblich:

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Nach den Gewinnspitzen der Rekordjahre sinken die Gewinne der Landesenergieversorger 2025 erstmals wieder spürbar. Von einer Normalisierung kann aber noch lange keine Rede sein. Denn die Landesenergieversorger schreiben auch 2025 Übergewinne von rund einer Milliarde Euro. 1/x

Balkendiagramm mit den jährlichen Gewinnen und Übergewinnen der Landesenergieversorger von 2022 bis 2025. Der durchschnittliche Vorkrisengewinn liegt bei 1,0 Milliarden Euro. 2022 beträgt der Übergewinn 0,5 Milliarden Euro, 2023 1,4 Milliarden Euro, 2024 1,5 Milliarden Euro und 2025 1,0 Milliarden Euro. Insgesamt schreiben die Landesenergieversorger in den vier Jahren rund 4,4 Milliarden Euro Übergewinn.

Mit den Schulferien in Ostösterreich startet für viele Familien und Haushalte die Urlaubszeit. Doch etliche typische Urlaubsausgaben wie die Unterkunft oder Anreise sind deutlich teurer geworden. Gleichzeitig kann sich jeder fünfte Haushalt keinen Urlaub leisten. 1/x

Balkendiagramm zu Preissteigerungen von Mai 2025 bis Mai 2026 bei typischen Ausgaben im Sommerurlaub. Die allgemeine Inflation liegt bei 3,7 Prozent. Besonders stark stiegen Kraftstoffe mit 26,3 Prozent, Campingplätze und Jugendherbergen mit 13,9 Prozent, Flugreisen mit 13,8 Prozent, Busreisen mit 10,5 Prozent und Zugreisen mit 9,6 Prozent. Billiger wurden Limonaden, Wasser und Säfte mit minus 0,6 Prozent.

Das politisch relevanteste am heutigen OGH-Urteil zu Benko: Schenkungssteuern fehlen auch deshalb, weil sie Umgehungskonstruktionen wie in diesem Fall - Vermögen in Stiftung mit Mutter als Begünstigte, Mutter schenkt an Sohn, Sohn schenkt retour - schwieriger, zumindest aber besteuert wären. 1/2

The concentration of wealth in the hands of a few isn't just bad for our economy. It's corrosive to our democracy. When the wealthy and well-connected control our political system, regular people don't have a voice. The result? Demagoguery and corruption.

Ergebnis unsere #Budgetanalyse: Haushalte schultern das Sparbudget. 2027 tragen Unternehmen netto mehr zur Budgetsanierung bei, aber ab 2028 finanziert ihr Sparbeitrag überwiegend die Lohnnebenkosten-Kürzung. Haushalte stemmen jedoch 1,6 Mrd. Euro. 4x so viel wie Unternehmen. Alle Details ⬇️

Die Balkengrafik zeigt wer, also sprich die Verwaltung, die Haushalte oder Unternehmen in den Jahren von 2027 bis 2031 die Lasten des Sparbudgets tragen. Ab 2028 tragen die Haushalte die größte Last. Auch 2027 tragen sie den Löwenteil, allerdings ist im ersten Jahr auch der Beitrag der Unternehmen deutlich größer als in den Folgejahren.
Momentum Institut@momentum-institut.at · 2mo ago

Der Finanzminister hat heute seine #Budgetrede gehalten. Morgen geht die Debatte darüber im Parlament los. Wir haben für euch das #Doppelbudget 2027/2028 analysiert, damit ihr es nicht müsst. Es ist ein weiteres Sparbudget, aber es spart am falschen Platz. Ein Thread. 1/18

Wie die Regierung das Budget sanieren könnte, ohne Einkommensarme zu treffen. Die Grafik zeigt von der Regierung bereits beschlossene Maßnahmen und das jeweilige Einnahme- bzw. Einsparvolumen, sowie vom Momentum Institut vorgeschlagene Instrumente, die mehr Einnahmen aber weniger sozialen Einschnitt bringen.

Die Bundesregierung wird 2028 die #Lohnnebenkosten für Unternehmen senken. Anhand der Bilanzen heimischer Konzerne lässt sich schätzen, wie viel weniger Steuern sie jährlich durch die Senkung bezahlen. Große Konzerne zählen zu den wenigen Gewinnern des Sparpakets. 1/

Heimische Konzerne gewinnen trotz Sparbudgets erneut. Mehr Gewinn nach Steuern durch weniger Lohnnebenkosten im Millionen Euro.

Die EU-Lohntransparenzrichtlinie muss bis 7. Juni 2026 in Österreich umgesetzt werden. Seither wird vor allem vor dem „Bürokratie-Monster" gewarnt. Unsere Analyse zeigt: Die Aufregung ist völlig überzogen. Nicht einmal 2 Prozent der Unternehmen sind davon betroffen. 1/

Kreisdiagramm zur Betroffenheit durch die Lohntransparenzrichtlinie. Ein kleiner violetter Abschnitt zeigt 1,96 Prozent betroffene Unternehmen mit mehr als 100 unselbstständig Beschäftigten. Der große hellgrüne Abschnitt zeigt 98,04 Prozent nicht betroffene Unternehmen mit 1 bis 99 unselbstständig Beschäftigten. Quelle: Statistik Austria 2023.

Laut Medienberichten fordert das Finanzministerium bis zu 118 Millionen Euro Covid-Förderungen zurück. Unsere Kurzstudie von vor zwei Jahren zeigt das Ausmaß der damaligen Überförderung. Betriebe haben Corona-Gelder erhalten, obwohl sie ohnehin Gewinne machten. 1/

Die COFAG als Blackbox – dennoch fast 1,4 Milliarden Euro an Überförderung bestätigt.

Während Österreich über #Sparpakete, Kürzungen und Einsparungen in Ministerien diskutiert, bleibt ein großes Budgetpotenzial ungenutzt: Eine regulierte Legalisierung von #Cannabis könnte dem Staat jährlich rund 500 Millionen Euro durch neue Einnahmen und geringere Ausgaben bringen. 1/

Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die geschätzten finanziellen Auswirkungen einer Cannabis-Legalisierung in Österreich. Insgesamt könnten rund 500 Millionen Euro für das Budget entstehen – durch Steuereinnahmen aus Konsum, zusätzliche Einnahmen aus Arbeit und Unternehmen sowie Einsparungen bei Polizei, Gerichten und Justizvollzug.