Jana Volkmann

@janavolkmann.bsky.social

[sirens wailing in the distance]

In der abgedunkelten und überhitzten Wohnung sitzen und wie manisch online nach dem Tee suchen, den die Japanischlehrerin gegen Sommererschöpfung empfohlen hat: nämlich Ume Kobucha / Plum Kelp Tea / 梅こぶ茶.

Habe heute meine Mama (40+ Jahre im Kindergarten gearbeitet) nach Tipps gefragt, was man drinnen mit Babys spielen kann, weil wir wegen der Hitze nicht recht rausgehen können. Schätze ich werde nächste Woche Löcher zum Durchkrabbeln in viele große Kartons schneiden.

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Wie entsetzlich. (Sie hat meiner Freundin und mir mal ein so herzliches, seltsames, unverhofftes Kompliment gemacht, dass wir es Jahre später noch regelmäßig als geflügeltes Wort und kostbaren Insiderwitz zitieren. In den Bann geschlagen trifft es so gut.)

Die Presse@diepressecom.bsky.social · 3d ago

Monika Helfer war wie ihre Bücher. Man lernte sie kennen und war in ihren Bann geschlagen. Nun ist sie im Alter von 78 Jahren gestürzt und gestorben.

Es lohnt sich, diesen Vorgang auszubuchstabieren: Das rechtsradikale Onlinemedium NIUS, finanziert von einem deutschen Multimillionär, lanciert einen Begriff zur Denunziation zivilgesellschaftlicher Arbeit. Ein NIUS-Redakteur schreibt den passenden verschwörungsideologischen SPIEGEL-Bestseller 1/

Screenshot von der NZZ-Seite:

Der «Kampf gegen rechts» ufert aus: Ein Mitarbeiter einer linken NGO erhebt schwere Vorwürfe

Holger Marcks kennt die Arbeit staatlich geförderter Organisationen von innen. Er erklärt, wie sie in Deutschland die Debatte beschädigen. Die Gefahr eines neuen Faschismus wird aus seiner Sicht bewusst überzeichnet.

Darunter ein Foto des freundlichen Herrn Marcks in legerer Freizeitkleidung auf einer Wiese, unscharfe Industriebauten im Hintergrund
Roland Meyer@bildoperationen.bsky.social · last wk.

NGO-Komplex offenbar eine NIUS-Erfindung, die die NZZ dankbar aufgegriffen hat www.belltower.news/der-ngo-komp...

Wir sind einfach unfassbar verletzlich. Es ist krass, dieser Moment, wo das wieder so deutlich wird. Einmal mehr: die Frage, wie es hierzulande weitergeht, hängt auch am Umgang mit uns. Wir sind die Kanarienvögel im Grubenschacht der Demokratie. Ich hoffe gerade sehr für alle, die betroffen sind. 😢

taz.de/Buch-ueber-L... Kannte mal jmd., der einen Eintrag für ein Philosophienachschlagewerk über Althusser verfasst und den Femizid nicht einmal drin erwähnt hat. Möge diese Schweigekultur nachträglich allen, die daran mitgewirkt haben, um die Ohren fliegen.

Buch über Louis Althussers Femizid: Antifeminismus in Aktion

Faszination und Vergessen: Das Buch von Francis Dupuis-Déri über den Mord von Louis Althusser an seiner Frau, der Soziologin Hélène Legotien Rytmann.

taz.de

Falls ihr japanische TV-Dramen mögt: Until the T-Shirt Dries auf Netflix hat ab jetzt jede Woche eine neue Folge und behandelt das Thema Trauer zwar plakativ, aber sehr rührend, finde ich. Mit den Koreeda-Veteran*innen Lily Franky, Kaho und Aoi Yu (in der Hauptrolle, sie ist sooo gut).

Mache bald meinen 1. Nähkurs und plane, aus alten (und verschlissenen) Stoffbeuteln neue Büchertaschen für unterwegs zu machen. Es ist mir selbst nicht nachvollziehbar, wie enthusiasmiert ich darüber bin.

Nahaufnahme von vier verschiedenen Stoffbeuteln. Auf einem ist ein Bild von Rosa Luxemburg.

I’m not dead. I sleep sometimes. Sleep comes very close to death, everyone knows that. The dead walk in dreams, everyone knows that. They come to you alive, and they say things. They walk out of death into the dreams.

Maaaaaa, danke. Bester Text zum Thema. "Das Leben passiert den Menschen. Nicht nach Dienstplan. Auch dann nicht, wenn in ihrem Unternehmen das ganze Jahr im Voraus durchgetaktet ist. Das Leben ist unordentlich. Unvorhersehbar."

Olivera Stajić@oliveras.bsky.social · 4w ago

Ein Text als 🎁, weil er mich sehr berührt hat. Geschrieben anlässlich der deutschen Debatte um Krankenstände. Gilt aber immer und überall. www.zeit.de/feuilleton/2...

Der charmante Guy Debord, mäßig glücklich über so manche Übersetzung von „Die Gesellschaft des Spektakels“, drückt seine Dankbarkeit über eine italienische Neuausgabe aus. (Vorwort von 1979, enthalten in der Edition-Tiamat-Ausgabe, deren Übersetzer sich nicht zu schämen brauchen.)

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